Hier findet ihr weiterführende Informationen zu den Impulsen aus dem Kalender:

21. IMPULS | Beteiligung ist ... Entscheidungen von Erwachsenen zu verstehen!

Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen die Welt verstehen – auch die Entscheidungen von Erwachsenen. Warum ist es so wertvoll, Kindern beizubringen, wie Erwachsene Entscheidungen treffen?

Verständnis und Empathie: Indem Kinder lernen, sich in andere hineinzuversetzen und deren Perspektiven zu verstehen, können sie auch selbst fundiertere und mitfühlendere Entscheidungen treffen.

Kommunikation: Kinder, die die Entscheidungsprozesse der Erwachsenen verstehen, sind besser in der Lage, Fragen zu stellen und ihre eigenen Gedanken und Bedenken auszudrücken.

Problemlösungsfähigkeiten: Wenn Kinder sehen, wie Erwachsene Entscheidungen treffen, lernen sie, wie man Probleme analysiert, verschiedene Optionen abwägt und eine fundierte Wahl trifft.

Verantwortungsbewusstsein: Kinder, die verstehen, warum Erwachsene bestimmte Entscheidungen treffen, lernen auch, Verantwortung zu übernehmen und erkennen, dass Entscheidungen Konsequenzen haben.

Selbstbewusstsein: Kinder, die verstehen, wie Entscheidungen zustande kommen, sind oft selbstbewusster und fühlen sich ernst genommen.

22. IMPULS | Probier doch mal ... Feedback in den Unterricht zu integrieren

Frage die Kinder, wie der heutige Schultag für sie war und lasse sie ihre Bemerkungen aufschreiben.

Rucksack: Was hat euch gefallen? Was wollt ihr mitnehmen?
Waschmaschine: Worüber müsst ihr nochmal nachdenken? Wozu gibt es noch Fragen?
Mülleimer: Was hat euch nicht gefallen? Was hat nicht so gut funktioniert?

Bilder zum Aufhängen und Beschriften ausdrucken
 

Mut zum Feedback!

Feedback ist sehr wertvoll – nicht nur von Kolleg*innen, sondern auch von unseren Schüler*innen.
Feedback soll ein Dialog sein, in dem Kinder ihre Gedanken und Meinungen ausdrücken dürfen. Dies stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert ihre aktive Beteiligung am Lernprozess.

Öffnen wir uns für das Feedback unserer Schüler*innen, fühlen sie sich gehört und respektiert, was zu einer verbesserten Lernumgebung und mehr Offenheit im Klassenzimmer führt.

Weitere spielerische Feedbackmethoden für den Unterricht

23. IMPULS | Denk drüber nach... Hast du schon mal einen Kopfstand gemacht?

Wie der Kopfstand die Umkehrung der normalen Körperhaltung ist, so wird auch bei der Kopfstand-Methode im Unterricht ein Thema oder eine Frage auf den Kopf gestellt. Fragen, die in ihr Gegenteil formuliert werden, können überraschende Ideen zur Beantwortung bringen.

Und so geht’s:

  1. Ausgangsfrage: Bsp.: Wie kann ich mehr Beteiligung für meine Schüler*innen ermöglichen?
  2. Kopfstandfrage: Was muss passieren, damit meine Schüler*innen so wenig wie möglich mitreden und mitbestimmen können oder wollen?
  3. Nimm dir nun (gemeinsam mit deinen Schüler*innen) Zeit, deine/eure Überlegungen zu sammeln, die dir/euch zur Kopfstand-Frage für wenig oder keine Beteiligung im Unterricht und im Schulleben einfallen.
  4. Die Ausgangsfrage wird wieder vom Kopf auf die Füße gestellt. Nun werden die gesammelten Ideen in ihr Gegenteil umformuliert.
    Oder ihr lasst euch von diesen Kopfstand-Antworten zu unabhängigen neuen Lösungsideen inspirieren.

24. IMPULS | Inspiration ... Kennst du Baobab?

Lernen über globale Zusammenhänge, Vielfalt und nachhaltige Entwicklung. Dafür setzt Baobab sich ein. www.baobab.at
 

Buchempfehlungen aus der Baobab-Bibliothek mit Fokus Demokratie und Beteiligung:

Im Dschungel wird gewählt (André Rodrigues, 2020)
Die Tiere im Dschungel haben ihren König satt! Sie protestieren und planen eine demokratische Wahl. Sogleich gibt es mehrere Kandidat*innen. Doch welche Regeln braucht es dafür? Wie läuft so eine Wahl eigentlich ab? Und wer wird die Wahl gewinnen?

Mitbestimmen! Methodensammlung für partizipative Pädagogik (Christina Schauer, 2018)
Was hat ein Ferienprojekt mit Demokratie zu tun? Was lernen Kinder durch den Familien- oder Klassenrat? Im Mittelpunkt der vorgestellten Beiträge und Methoden steht die Beteiligung von jungen Menschen in Bereichen, welche sie direkt betreffen.

Demokratie und Partizipation (Rita Rohbach, 2021)
Was bedeutet Demokratie und wie funktioniert sie? Wie kann Partizipation aussehen? Das Heft widmet sich dem Unterricht in der Volksschule und zeigt, wie wichtig Politische Bildung hier bereits ist.
 

Bücher statt Pizza! Baobab liefert aus ihrer Bibliothek in deine Schule! www.baobab.at/bibliothek/lieferservice

25. IMPULS | Beteiligung ist ... Kinder anzuregen, selbst Lösungen zu finden!

Ermutige deine Schüler*innen dazu, selbst Probleme zu analysieren, Ideen zu entwickeln und selbstständig Lösungswege zu erkunden, anstatt sofort Antworten zu liefern. Das fördert kritisches Denken und gibt ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung.
Der einfachste Weg dafür sind offene Fragen und Herausforderungen, die sie dazu anregen, ihre eigenen Gedanken zu teilen.

Selbstbestimmtes oder selbstorganisiertes Lernen bietet den Kindern Entscheidungsmöglichkeiten und Gestaltungsfreiraum.
Du als Lehrer*in kannst ihnen Sicherheit vermitteln und sie in kleinen Schritten an das selbständige Lernen heranführen.

Wie du selbstbestimmtes Lernen einführen und fördern kannst und viele weitere Fragen, werden die in diesem Video beantwortet:

Und hier alles zum Nachlesen

26. IMPULS | Probier doch mal ... ein Schüler*innen-Parlament auf die Beine zu stellen

Das Schüler*innen-Parlament befasst sich mit schulischen Angelegenheiten, die für Schüler*innen von Interesse sind. Dadurch wird die Partizipation der Schüler*innen am Schulleben auch strukturell gewährleistet. Die Grundlage ist die Arbeit der Klassenräte.

Bedeutung eines Schüler*innen-Parlaments
Für die Schule ist es ein wichtiger Bestandteil einer demokratischen Schulkultur. Es fördert die aktive Beteiligung der Schüler*innen an der Gestaltung ihrer Schule und eröffnet Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit zwischen Schüler*innen, Lehrer*innen und der Schulleitung.

Den Lehrpersonen ermöglicht es, die Schüler*innen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen und ihre Perspektiven zu nutzen.

Der Unterricht wird durch praxisnahe Projekte und Initiativen bereichert. Die Schüler*innen haben die Möglichkeit, Themen auszuwählen und Projekte zu starten, die ihren Interessen und Bedürfnissen entsprechen.

Für die Schüler*innen stärkt eine Mitgliedschaft die Partizipation der Schüler*innen und ermöglicht es ihnen, aktiv an der Gestaltung ihrer Schule teilzunehmen.

Für die Bürger*innen fördert es das Bürger*innen-Engagement, indem es Schüler*innen frühzeitig in den demokratischen Prozess einbezieht.

Anleitung Schüler*innen-Parlament

27. IMPULS | Denk drüber nach ... Beteiligung braucht einen Rahmen, der Raum für Entfaltung und gleichzeitig Sicherheit bietet.

Und in diesem Rahmen können Ideen gefunden und Stimmen gehört werden. Wenn du einen Ort schaffst, an dem sich deine Schüler*innen respektiert fühlen, können sie mutig ihre Gedanken äußern und aktiv an der Gestaltung ihres Lernumfelds teilnehmen, was folglich das Gemeinschaftsgefühl und die Kreativität in der Klasse fördert.

Es gibt viele Möglichkeiten, Kindern beizubringen, Verantwortung zu übernehmen, z. B. als Lesepartner*in, Schulwart-Unterstützer*in, Mülltrennungs-Aufsicht, … oder als Mitglied im Klassenrat bzw. Schüler*innen-Parlament (26. Impuls), wo das Demokratieverständnis gestärkt wird.

Eine weitere Idee für ein kleines Projekt in deiner Klasse ist, dass sich deine Schüler*innen um Pflanzen kümmern und so lernen sollen, Verantwortung für das gesunde Wachsen der Pflanze(n) übernehmenUnd so geht´s

28. IMPULS | Inspiration ... Beteiligung braucht Kooperation!

Wenn Schüler*innen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, fördert dies ihre individuelle Partizipation und die Zusammenarbeit. Durch Beteiligung in der Schule können etwa Respekt für unterschiedliche Meinungen gefördert sowie außerschulische Kooperationen entwickelt werden.

Einblick in die Kooperation von SOS-Kinderdorf mit Welt der Kinder:

Bei den Kinderkonferenzen in Innsbruck fordern Kinder von Politiker*innen und Erwachsenen mehr Mitspracherecht, um ihre Stadt mitzugestalten. Das Pilotprojekt, unterstützt von verschiedenen Organisationen, zielt darauf ab, Kinder aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen und ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Projekte wie das Kindercafé und die Umwandlung von Straßen in Spielstraßen wurden bereits umgesetzt.

Die Kinder diskutieren mit Erwachsenen über Erfolge und Hindernisse, lernen aus Rückschlägen und erleben, wie ihre Ideen umgesetzt werden. Diese Beteiligung betont ihr Recht, gehört zu werden und fördert ihre demokratische Entwicklung.

Kinder verändern die Welt: Klicke für mehr Infos zur ersten Kinderkonferenz und dem Follow-up sowie zu Welt der Kinder!

Diese Kooperationen erweitern den Horizont, fördern das soziale Engagement und bieten praktische Einblicke in die Arbeitswelt.

29. IMPULS | Beteiligung ist ... soziale Teilhabe!

Jedes Kind bringt unterschiedliche Voraussetzungen zum Lernen mit. Um allen persönlichen Neigungen und Fähigkeiten deiner Schüler*innen eine Chance zu geben, kannst du deinen Unterricht durch einen Methodenmix gestalten.

Abwechslung im Unterricht kommt nicht nur bei den Schüler*innen gut an, sondern belebt auch deinen Schulalltag. Du förderst damit die soziale Teilhabe aller Kinder inklusive soziale Kompetenzen, wie Empathie, Zusammenarbeit und Verantwortung und insgesamt das Klassenklima.

Deshalb ist es empfehlenswert, sich Gedanken darüber zu machen:

  1. welche Methoden zu deiner Klasse passen?
  2. wie du einzelne Methoden für die vorgesehenen Inhalte am besten einsetzen kannst?

Hier geht´s zum Handbuch zur Methodenvielfalt

30. IMPULS | Probier doch mal ... mit den Kindern zu üben, zuzuhören und aufeinander zu achten.

Der Einsatz des "Redestabs" ist eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, um den Kindern zu vermitteln, wie wichtig es ist, einander zuzuhören und den Raum für individuelle Beiträge zu schaffen. Wenn nur die Person sprechen darf, die den Redestab hält, lernen die Schüler*innen, ihre Gedanken zu ordnen und ihre Worte sorgfältig zu wählen.

Die Übung des gemeinsamen Zählens von 1 bis 20 fördert die nonverbale Kommunikation und das Gemeinschaftsgefühl. Kinder erleben, wie wichtig es ist, aufeinander zu achten und den richtigen Moment für ihren eigenen Beitrag zu finden. Diese Übung stärkt nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern lehrt auch Geduld und das Erkennen sozialer Signale.

Ergänzend dazu findest du hier weitere Aktivitäten für deinen Unterricht, welche die sozialen und kommunikativen Kompetenzen der Schüler*innen stärken. Sie schaffen eine Klassengemeinschaft, in der sich jedes Kind gesehen und gehört fühlt. Probiere es aus und beobachte, wie durch diese kleinen Veränderungen eine große Wirkung in der Klasse entsteht.