SOS-Kinderdorf Mutter/Vater

Wir suchen österreichweit Frauen und Männer, die als SOS-Kinderdorf-Mutter oder SOS-Kinderdorf-Vater Kindern ein liebevolles Zuhause geben möchten.

Was Sie erwartet:

Als SOS-Kinderdorf-Mutter oder Vater sind Sie die primäre Bezugsperson für bis zu 5 Kinder und Jugendliche, die aus verschiedensten Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können.

Dafür legen Sie an 5 Tagen pro Woche Ihren Lebensmittelpunkt mit den Kindern und Jugendlichen zusammen. Das bedeutet Sie gründen mit den Kindern und gegebenenfalls mit Ihrer eigenen Familie (bspw. Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, Ihren leiblichen Kindern) eine SOS-Kinderdorf-Familie in oder in der Nähe eines SOS-Kinderdorfes.

An durchschnittlich 5 Tagen pro Woche verbringen Sie 24h in der SOS-Kinderdorf-Familie und bieten den Kindern so ein hohes Maß an Vertrautheit und Kontinuität.

Gemeinsam mit einem Team aus zwei Sozialpädagogen/innen, die wir Familienpädagogen/innen nennen, betreuen und begleiten Sie Kinder und Jugendliche, arbeiten an ihren Entwicklungszielen und gestalten das Familienleben.

 

Ihre Aufgaben als SOS-Kinderdorf-Mutter oder SOS-Kinderdorf-Vater sind:

  • das Setzen von Beziehungsangeboten
  • die Gestaltung des pädagogischen Alltags
  • die Planung und Umsetzung der Entwicklungsziele der Kinder und Jugendlichen
  • die Beteiligung der Kinder- und Jugendlichen an diesen Prozessen
  • die Organisation des Familienlebens, bspw. Haushalt, Rituale, ...
  • der aktive Kontakt mit den leiblichen Familien
  • laufende pädagogische Dokumentation
 

Was Sie dafür mitbringen:

Die Aufgaben einer SOS-Kinderdorf-Mutter bzw. eines SOS-Kinderdorf-Vaters sind sehr vielfältig, dafür suchen wir Frauen und Männer, die
 

  • eine (sozial)pädagogische Ausbildung abgeschlossen haben,
    oder dazu bereit sind, diese nachzuholen.
  • ihren Lebensmittelpunkt in eine SOS-Kinderdorf-Familie legen möchten.
  • teamfähig und Organisationstalente sind.
  • ein hohes Maß an Selbstreflexion mitbringen.

 


Vielfalt ist bei SOS-Kinderdorf erwünscht - ob Sie eine Partnerschaft oder ein leibliches Kind mitbringen: Wichtig ist, dass der Partner oder die Partnerin auch die Bereitschaft hat, Sie in Ihren Betreuungsaufgaben zu unterstützen.

 

 

So werden Sie SOS-Kinderdorf-Mutter/Vater: der Bewerbungsprozess:

Schritt 1

Der Prozess beginnt mit Ihrer Bewerbung! Laden Sie dafür Ihren Lebenslauf und ein Motivationsschreiben auf unsere Bewerbungsplattform, in dem Sie erklären warum Sie SOS-Kinderdorf-Mutter oder -Vater werden möchten und warum Sie für diese Aufgabe geeignet sind.

 

Schritt 2

Nach Ihrer Bewerbung prüfen wir Ihre Unterlagen und setzen uns für ein erstes Telefonat mit Ihnen in Verbindung, um die gegenseitigen Erwartungen abzuklären.

 

Schritt 3

Der nächste Schritt ist ein persönliches Bewerbungsgespräch mit der oder dem Verantwortlichen für die SOS-Kinderdorf-Familien in einem SOS-Kinderdorf.

 

Schritt 4

Um den Beruf der SOS-Kinderdorf-Mutter bzw. des SOS-Kinderdorf-Vaters besser kennen zu lernen laden wir Sie anschließend zu mindestens einer Schnupperwoche in eine SOS-Kinderdorf-Familie ein.

 

Schritt 5

Wenn sich beide Seiten eine Zusammenarbeit vorstellen können überprüfen wir Ihre persönliche Eignung durch eine/n Psychologen/in

 

Schritt 6

Gratulation! Sie haben es geschafft. Wenn Sie bereits eine pädagogische Ausbildung haben beginnen Sie Ihre einjährige Einschulungszeit, in der Sie einer SOS-Kinderdorf-Familie mitarbeiten und Zusatzmodule zu spezifischen Inhalten der Familienpädagogik absolvieren. Anschließend gründen Sie eine eigene SOS-Kinderdorf-Familie. Falls Sie die pädagogische Ausbildung noch nachholen müssen dauert Ihre Einschulungszeit entsprechend länger.

 

Sie interessieren sich für eine Stelle als SOS-Kinderdorf-Mutter oder -Vater in einem unserer SOS-Kinderdörfer in:

 

 

Dann bewerben Sie sich mit Ihrem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben online über unser Jobportal.

 

Sie möchten mehr über den Beruf der SOS-Kinderdorf-Mutter bzw. des SOS-Kinderdorf-Vaters erfahren?

Lesen Sie Interviews mit SOS-Kinderdorf-Müttern und ihre Erzählungen aus dem Berufsalltag

Esther Weiß

30 Jahre alt, SOS-Kinderdorf-Mutter seit 2016, erzählt auf Whatchado von ihrem Beruf und ihrem Werdegang

Sie haben immer noch offene Fragen?

Vielleicht finden Sie die Antwort in unseren "Häufig gestellten Fragen" oder "FAQ (Frequently Asked Questions)":

Um SOS-Kinderdorf-Mutter oder-Vater werden zu können müssen Sie eine Ausbildung mit mindestens 120 ECTS oder 3.000 Ausbildungsstunden aus den Bereichen Soziale Arbeit, (Sozial-) Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaften oder Psychologie mitbringen. Wenn Sie noch keine Ausbildung abgeschlossen haben können Sie diese gegebenenfalls berufsbegleitend nachholen, beispielsweise an einem der sozialpädagogischen Kollegs in Österreich. Die Voraussetzung zur Aufnahme in ein Kolleg finden Sie direkt bei den Ausbildungsstätten, in den meisten Fällen ist ein Schulabschluss auf Maturaniveau, die Berufsreifeprüfung oder eine Studienberechtigungsprüfung notwendig.

Nein, SOS-Kinderdorf ist keine Ausbildungseinrichtung. SOS-Kinderdorf-Mütter oder -Väter bringen entweder bereits eine pädagogische Ausbildung mit oder holen diese in einer externen Bildungseinrichtung nach, die dafür zertifiziert ist (beispielsweise ein sozialpädagogisches Kolleg).

Die Voraussetzung für eine Tätigkeit als SOS-Kinderdorf-Mutter oder SOS-Kinderdorf-Vater ist eine abgeschlossene sozialpädagogische Ausbildung. Falls Sie diese erst absolvieren müssen, sind die Ausbildungskosten von Ihnen selbst zu tragen.

Sofern Sie das Bewerbungsverfahren erfolgreich durchlaufen haben besteht die Möglichkeit als SOS-Kinderdorf-Mutter oder -Vater in Ausbildung tätig zu werden. Sie arbeiten dann in einer bestehenden SOS-Kinderdorf-Familie mit und werden in einer niedrigeren Verwendungsgruppe eingestuft, bis Sie Ihre Ausbildung abgeschlossen haben und eine eigene SOS-Kinderdorf-Familie gründen.

Nach erfolgreichem Auswahlverfahren und ggf. nach dem Abschluss der pädagogischen Grundausbildung müssen Sie eine einjährige Einschulungszeit absolvieren, um SOS-Kinderdorf-Mutter oder -Vater werden zu können. In dieser Zeit arbeiten Sie als Familien- oder Sozialpädagoge/in in einer oder mehreren bestehenden SOS-Kinderdorf-Familien mit und lernen das Berufsbild und den Alltag näher kennen. Ergänzend dazu absolvieren Sie zusätzliche Ausbildungsmodule, die sich mit spezifischen Inhalten der SOS-Kinderdorf-Familie auseinander setzen, beispielsweise der Lebensform.

Sie verbringen durchschnittlich 5 Tage und Nächte pro Woche in der SOS-Kinderdorf-Familie. Ihre freie Zeit verbringen Sie in Ihrem privaten Umfeld, beispielsweise Ihrer privaten Wohnung. In Ihrer Abwesenheit werden die Kinder und Jugendlichen von den Familienpädagogen/innen in Ihrem Tam betreut. Die genaue Dienst- und Tageseinteilung erfolgt in Abstimmung mit der pädagogischen Leitung der SOS-Kinderdorf-Familie.

Neben der SOS-Kinderdorf-Mutter bzw. dem SOS-Kinderdorf-Vater sind in einer SOS-Kinderdorf-Familie mindestens zwei Sozialpädagogen/innen tätig, die als Familienpädagogen/innen bezeichnet werden. Das Team arbeitet gemeinsam an den Entwicklungszielen der Kinder und Jugendlichen, gestaltet den pädagogischen Alltag und führt den Haushalt.

Die SOS-Kinderdorf-Mutter oder der SOS-Kinderdorf-Vater ist die primäre Bezugsperson für die Kinder und Jugendlichen. Er oder sie legt seinen oder ihren Lebensmittelpunkt für die Zeit der Betreuung in die SOS-Kinderdorf-Familie und gestaltet den Lebensraum und die Familienrituale mit den Kindern gemeinsam. Die Familienpädagogen/innen sind zusätzliche Bezugspersonen, die gemeinsam mit der SOS-Kinderdorf-Mutter oder dem SOS-Kinderdorf-Vater den pädagogischen Alltag und pädagogische Prozesse planen und umsetzen sowie mit den Familien der Kinder und Jugendlichen kooperieren.

Ja, sie können auch gemeinsam mit Ihren Kindern und/oder einer Partnerin bzw. einem Partner eine SOS-Kinderdorf-Familie gründen. In diesem Fall wird Ihre Familie ebenfalls in das Bewerbungsverfahren aufgenommen. Ihre Lebensgefährtin oder Ihr Lebensgefährte wird neben seiner oder ihrer beruflichen Tätigkeit geringfügig von SOS-Kinderdorf beschäftigt und nimmt regelmäßig an pädagogischen Weiterbildungen teil.

Es gibt keine generelle Verpflichtung für eine bestimmte Zeit. Die Dauer der Betreuung orientiert sich stets an den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen, dabei ist es auch möglich, dass die Kinder wieder zu ihren leiblichen Familien zurückkehren. Die Betreuung in der SOS-Kinderdorf-Familie ist aber grundsätzlich langfristig ausgerichtet und soll den Kinder und Jugendlichen im Idealfall einen lebenslangen Ankerpunkt bieten.

Im Einzelfall ist dies möglich. Sie müssen aber bedenken, dass eine SOS-Kinderdorf-Familie bis zu 5 Kinder und Jugendliche aufnehmen können muss und diese auch Platz benötigen. Außerdem muss eine Anbindung an das Unterstützernetzwerk des SOS-Kinderdorf-Standortes gewährleistet sein.

SOS-Kinderdorf-Mütter und -Väter werden nach Verwendungsgruppe IV des SOS-Kinderdorf Kollektivvertrages entlohnt. Zusätzlich erhalten Sie eine Pauschale für die Lebensform. Das monatliche Bruttogehalt für eine SOS-Kinderdorf-Mutter oder einen SOS-Kinderdorf-Vater beträgt mindestens € 2.930,- (Stand 2018). Einschlägige Vordienstzeiten werden Ihnen laut Kollektivvertrag angerechnet.

Das Haus oder die Wohnung, in der die SOS-Kinderdorf-Familie lebt werden im Regelfall von SOS-Kinderdorf zur Verfügung gestellt. Für die Ausgaben des täglichen Lebens wird der SOS-Kinderdorf-Familie ein Wirtschaftsgeld zur Verfügung gestellt, das von der SOS-Kinderdorf-Mutter oder dem SOS-Kinderdorf-Vater verwaltet wird. Es richtet sich nach der Anzahl und dem Alter der Kinder.

In einer SOS-Kinderdorf-Familie leben Kinder und Jugendliche, die aus verschiedensten Gründen nicht bei ihren Eltern aufwachsen können. Es handelt sich dabei aber nur sehr selten um Waisenkinder. Häufiger ist die seelische und körperliche Entwicklung der Kinder bei ihren leiblichen Familien nicht sicher gestellt, es liegen beispielsweise Fälle der Verwahrlosung, Gewalt, Missbrauch oder psychische Erkrankungen bei den Eltern vor. Die Kinder und Jugendhilfe entscheidet dann, wie die Kinder und Jugendlichen untergebracht werden. Eine mögliche Betreuungsform ist die SOS-Kinderdorf-Familie.

Der Zusammenarbeit mit den Herkunftsfamilien ist für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen unerlässlich und ist einer der Grundwerte von SOS-Kinderdorf. Der Kontakt gestaltet sich dabei sehr unterschiedlich und ist auf die Bedürfnisse der Kinder und auf die jeweiligen Möglichkeiten der Eltern abgestimmt. Die Zusammenarbeit reicht von regelmäßigen Besuchskontakten mit und ohne Aufsicht bis zu Tagen und Wochenenden, die die Kinder und Jugendlichen mit ihren leiblichen Eltern verbringen.

Ihre Frage war nicht dabei?

Dann kontaktieren Sie unser HR-Team unter bewerbung@sos-kinderdorf.at oder +43 (0) 512/ 5918

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