SOS-Kinderdörfer in Spanien
Das Königreich Spanien liegt überwiegend im Südwesten Europas, umfasst aber auch Gebiete und Inseln im Atlantik und im Mittelmeer. In Spanien leben rund 47 Millionen Menschen, wobei mehr als 80% der Bevölkerung in städtischen Zentren leben. Die Hauptstadt Madrid ist auch das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum und die bevölkerungsreichste Stadt Spaniens. Sie ist auch die zweitgrößte Stadt in der EU und beherbergt mehr als 6 Millionen Menschen.
Seit Ende der 1960er Jahre unterstützt SOS-Kinderdorf in Spanien Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.
Gefährdete Kinder
Armut
Die Armutsquote in Spanien liegt knapp unter 15%, doch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder unter 18 Jahren von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, doppelt so hoch, rund 30%. Darüber hinaus sind 6% von extremer materieller Entbehrung betroffen. Für Roma-Kinder ist es noch dramatischer, denn fast 90% von ihnen leben in Armut. Kinder, die in Armut geboren werden, haben ein höheres Risiko, Hunger und Unterernährung zu erleiden, was sich negativ auf ihre körperliche und geistige Entwicklung auswirkt und eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen nach sich zieht, die sie langfristig beeinträchtigen.
Jugendarbeitslosigkeit
Mehr als 10% der Bevölkerung sind ohne Arbeit, davon sind etwa 40% Langzeitarbeitslose. Etwa 30% der Jugendlichen sind arbeitslos, das entspricht 2,5 Millionen der 15- bis 24-Jährigen. Von diesen sind fast 750.000 auch aus der allgemeinen und beruflichen Bildung ausgeschieden. Junge Menschen, die ohne Arbeit und Ausbildung sind, fühlen sich weniger wohl und sind stärker sozial isoliert. Außerdem fehlt es ihnen an Möglichkeiten, Qualifikationen zu erwerben und zu verbessern, was die beschäftigungspolitischen und sozioökonomischen Herausforderungen noch verschärft.
Bildung
Über 10% der Kinder schließen die weiterführende Schule nicht ab, und fast 30% der Jugendlichen verlassen die Schule oder eine Berufsausbildung ohne Abschluss. Über 60% der Roma-Schüler*innen schließen die Schulpflicht nicht ab. Die Folgen eines schlechten Bildungshintergrunds können tiefgreifend sein, von langsameren Lernfortschritten und einer eingeschränkten sozialen und emotionalen Entwicklung bis hin zu schlechteren Aussichten auf eine künftige Beschäftigung oder einer erhöhten Anfälligkeit für Schutzprobleme und kriminelle Ausbeutung.
Gemeinsam können wir etwas für die Kinder in Spanien bewirken