SOS-Kinderdörfer in Griechenland

SOS-Kinderdorf sorgt dafür, dass Kinder die Betreuung, den Schutz und die Beziehungen haben, die sie für eine bestmögliche Entwicklung brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in Griechenland)

Griechenland liegt im Südosten Europas und besteht aus dem Festland und etwa 1.200 Inseln. Rund zehn Millionen Menschen leben in diesem Land, das als Geburtsstätte der westlichen Zivilisation gilt. Athen ist die größte Stadt und Hauptstadt, gefolgt von Thessaloniki und Patras. Das EU-Land strebt ein nachhaltiges wirtschaftliches und gesellschaftliches Wachstum an, in den letzten Jahren wurde es jedoch von mehreren Krisen erschüttert. Darüber hinaus stellt die Flüchtlingssituation Griechenland seit mehreren Jahren vor große humanitäre Herausforderungen.

Seit 1975 unterstützt SOS-Kinderdorf in Griechenland Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Gefährdete Kinder

In Griechenland gibt es rund zwei Millionen Kinder. Obwohl das Land hart daran gearbeitet hat, sich finanziell und sozial zu entwickeln, wurde es in den letzten Jahren von mehreren Krisen hart getroffen. Das hatte viele Auswirkungen, insbesondere auf die Schwächsten der Gesellschaft. Tatsächlich sind 36 % der Kinder von Armut bedroht. Viele dieser Kinder sind Flüchtlinge, deren Grundbedürfnissen nicht gestillt werden und die von geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt und von Kinderhandel bedroht sind.
60%
der Flüchtlingskinder werden nicht ins Schul-system aufgenommen

Flüchtlinge

Für viele Flüchtlinge, die aus Asien und dem Nahen Osten kommen, ist Griechenland das erste Land, das sie in Europa betreten. Hier befinden sich schätzungsweise 121.100 Flüchtlinge, davon 44.500 Kinder. Insgesamt sind 4.000 Kinder unbegleitet. Es fehlt ihnen nicht nur an Grundlegendem wie Unterkunft und Nahrung, sondern sie sind auch anfälliger für geschlechtsspezifische und sexuelle Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel. Obwohl die griechische Regierung Anstrengungen unternommen hat, um Flüchtlingskinder in das Schulsystem einzubeziehen, haben 60 % im schulpflichtigen Alter immer noch keinen Zugang.

40.000
Opfer von Menschenhandel jährlich in Griechenland jährlich

Ausbeutung von Kindern

Der Kinderhandel ist in Griechenland ein großes Problem. Das Land ist sowohl Endziel als auch Transitland für den Kinderhandel aus Osteuropa und den ehemaligen Sowjetländern. Das könnte auf die geografische Lage zurückzuführen sein als Eintrittspunkt in die Europäische Union. Oder es könnte an den unwirksamen Präventions- und Strafverfolgungsmaßnahmen des griechischen Justizsystems liegen. Kriminelle Organisationen verschleppen jährlich schätzungsweise 40.000 Opfer für Zwangsarbeit und Sexhandel.

568.000
Kinder sind von Armut bedroht

Armut

Griechenland hat in den letzten Jahren mehrere Krisen durchgemacht, die viele Familien an den Rand der Armut gebracht haben. Tatsächlich sind 30 % der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Unter den jungen Menschen sind 568.000 Kinder betroffen. Das hohe Maß an Armut könnte mit der herrschenden Arbeitslosigkeit zusammenhängen. Das Land hat mit rund 13 % eine der höchsten Arbeitslosenquoten in der Europäischen Union. Bei den 15- bis 29-Jährigen liegt sie sogar bei 29,8 %. Armut und Arbeitslosigkeit bedingen sich gegenseitig, ein Kreislauf, aus dem es schwer ist, herauszukommen.

Zusammen können wir etwas für die Kinder in Griechenland verändern

900
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterstützt
700
Kinder
lernen in unseren Kindergärten und Schulen
90
Kinder
wachsen in unserer Obhut auf
30
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
890
Nothilfe-leistungen
wurden erbracht
Als Kind brauchst du jemanden, der dir zur Seite steht und an dich glaubt, egal was passiert. SOS-Kinderdorf ist für die Kinder da, die ohne die nötige Fürsorge und Unterstützung aufwachsen. Mit starken und gesunden Beziehungen kann jedes Kind und jeder Jugendliche mit dem Vertrauen und dem Gefühl der Zugehörigkeit aufwachsen, das für eine bestmögliche Entwicklung unerlässlich ist und die Persönlichkeit stärkt (Foto: SOS-Kinderdorf in Griechenland).

Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung

2015 verpflichteten sich 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen hinzuarbeiten. Dieser 15-Jahres-Plan hat das Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern, Armut zu beenden, Ungleichheit zu bekämpfen und unseren Planeten zu schützen.
ZIEL 1: Armut beenden
SOS-Kinderdorf unterstützt Familien und Gemeinden, damit die Familien zusammenbleiben und aus dem Kreislauf der Armut ausbrechen können.
ZIEL 4: Hochwertige Bildung für alle
Alle Kinder und Jugendlichen, die SOS-Kinderdorf unterstützt, haben Zugang zu Bildung - vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung oder Universität.
ZIEL 8: Gleiche berufliche Chancen für alle
SOS-Kinderdorf hilft jungen Menschen, Fähigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln, um gute Arbeit zu finden, und bildet Eltern aus, damit sie ein stabiles Einkommen haben können.
ZIEL 10: Ungleichheiten abbauen
SOS-Kinderdorf setzt sich für die Sicherheit der Kinder ein, indem wir friedliche und integrative Gemeinschaften fördern. Wir bieten Schulungen zu Kinderrechten und positiver Erziehung an.
ZIEL 16: Frieden und Inklusion fördern
Wir setzen uns für Gesetze und Regelungen ein, die soziale Inklusion und Schutz für Kinder und Jugendliche ohne elterliche Betreuung oder aus prekären Haushalten gewährleisten.

Schützen wir weiterhin Kinder und Jugendliche!

Viele Kinder konnten ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit finden. Mit Ihrer Hilfe können wir weiterhin ihr Leben verbessern.