SOS-Kinderdorf in Somaliland

Obwohl die autonome Region Somaliland von der internationalen V√∂lkergemeinschaft bisher nicht offiziell als souver√§ner Staat anerkannt wurde, ist sie eine Insel der relativen politischen Stabilit√§t inmitten von Chaos und Zerst√∂rung im restlichen Somalia. Dennoch ist das Armutsniveau sehr hoch und Tausenden von Kindern fehlt es an Schutz und F√ľrsorge. SOS-Kinderdorf setzt sich f√ľr die Unterst√ľtzung der Kinder und Jugendlichen in der Region ein und versucht, ihnen eine bessere Zukunft zu erm√∂glichen.


Auf dem Spielplatz (Foto: SOS-Archiv)

Somaliland ist eine autonome Region am östlichen Horn von Afrika, die 1991 ihre Unabhängigkeit von Somalia erklärt hatte. Dennoch ist Somaliland seit seiner Unabhängigkeit von keinem Land der Welt und keiner internationalen Organisation anerkannt worden. In Somaliland gibt es ein funktionierendes politisches System, Regierungsorgane, eine Polizei und sogar eine eigene Währung. Im Gegensatz zu Somalia war Somaliland bisher ein relativ sicheres und stabiles Land und konnte sogar einige ausländische Besucher anziehen.

Nichtsdestotrotz sind Armut und Arbeitslosigkeit weit verbreitet. Fast alle B√ľrger Somalilands sind sunnitische Muslime, der Islam ist die offizielle Landesreligion. In Somaliland gibt es zehn Universit√§ten und Hochschulen. Die Wirtschaft des Landes befindet sich noch im Aufbau. Die Geldsendungen somalischer B√ľrger aus dem Ausland leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft des Landes. Zu den Hauptexportg√ľtern z√§hlen Nutztiere, Myrrhe und Felle.


 

Viele ungelöste Probleme in Somaliland trotz Stabilität und einiger Fortschritte

W√§hrend der s√ľdliche Nachbar Somalia wohl das gef√§hrlichste und unterentwickeltste Land der Erde ist, konnte Somaliland einige wichtige und dringend ben√∂tigte Fortschritte im Bereich der Gesundheit, der Bildung und der Infrastruktur erzielen. In den letzten 20 Jahren sind der Zugang zur medizinischen Versorgung und zum Bildungssystem sp√ľrbar verbessert worden. Minenr√§umungsma√ünahmen durch Spezialisten der Vereinten Nationen haben wesentlich zur Erh√∂hung der Sicherheit in der Region beigetragen. Dennoch leidet die √ľberwiegende Mehrheit der Bewohner in Somaliland unter Armut und einer hohen Arbeitslosenquote. Trotz der j√ľngsten Fortschritte k√§mpft die Regierung weiter darum, die Bev√∂lkerung mit grundlegenden G√ľtern und Dienstleistungen zu versorgen. Die Lebenserwartung ist in Somaliland mit etwa 50 Jahren nach wie vor sehr niedrig.

Aufgrund der fehlenden diplomatischen Anerkennung des Territoriums ist der Zugang zu Entwicklungshilfe und Krediten nach wie vor sehr schwierig. Obwohl die Meinungsfreiheit theoretisch in der Verfassung des Landes verankert ist, sehen sich Journalisten Problemen gegen√ľber. Aufgrund seiner geographischen Lage wird Somaliland h√§ufig von Naturkatastrophen wie √úberflutungen und D√ľrren heimgesucht.

Wie auch im restlichen Somalia werden fast alle Frauen Opfer von genitaler Verst√ľmmelung. Abgesehen von den psychologischen Auswirkungen kann die Genitalverst√ľmmelung zu schweren Komplikation bei der Entbindung f√ľhren. Sie ist international als Menschenrechtsverletzung anerkannt.
 

Kinder brauchen Schutz und Hoffnung f√ľr die Zukunft


In der SOS-Kinderschule (Foto: SOS-Archiv)

Obwohl es in Somaliland keine genauen statistischen Angaben √ľber die Zahl der Waisenkinder gibt, ist dennoch bekannt, dass Zehntausende von Kindern in der Region ein oder beide Elternteile verloren haben. Viele von ihnen leben in den Stra√üen von Hargeisa und betteln um Nahrung und Geld, da sie kein Zuhause mehr haben. Nach Angaben von Berichten aus verschiedenen Quellen wird der Kinderhandel in der Region zunehmend zum Problem.

 Die Minenr√§umungsma√ünahmen in der Region haben das Leben der Kinder in Somaliland sicherer gemacht. Sie k√∂nnen sich jetzt auf der Stra√üe oder den √∂ffentlichen Spielpl√§tzen frei bewegen, ohne dass sie Angst vor pl√∂tzlichen Explosionen haben m√ľssen. Der Zugang zum Bildungssystem ist deutlich verbessert worden - w√§hrend es im Jahr 1991 landesweit nur 219 Grundschulen, Sekundar- und Mittelschulen gab, ist diese Zahl mittlerweile auf 506 gestiegen. Obwohl es nicht viele verl√§ssliche Angaben √ľber die Lage der Kinder in Somaliland gibt, ist dennoch bekannt, dass es den meisten besser als im benachbarten Somalia geht. Die Alphabetisierungsquote ist gestiegen und der Bildungssektor wird weiter ausgebaut.
 

SOS-Kinderdorf in Somaliland

SOS-Kinderdorf beschloss Ende der 90er Jahre, in Somaliland zu arbeiten. SOS-Kinderdorf hat in Somaliland auch ein SOS-Familienst√§rkungsprogramm ins Leben gerufen. Im Rahmen der Angebote dieses Programmes versuchen wir, bestehende famili√§re Bindungen zu st√§rken und vom Verlust der elterlichen F√ľrsorge bedrohten Kindern das Aufwachsen in ihrer eigenen Familie zu erm√∂glichen. Derzeit unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf Kinder und Jugendliche in Somaliland durch Kindertagesst√§tten, Schulen und medizinische Zentren. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht l√§nger bei ihren Familien bleiben k√∂nnen, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie.

 

Werden Sie jetzt SOS-Pate!


Teaser-klein-2


Mit 1 Euro am Tag schenken Sie einem Kind in Not ein liebevolles Zuhause. Dar√ľber hinaus erm√∂glichen Sie Ihrem Patenkind eine Schulausbildung und damit die Chance seinen Berufswunsch zu erf√ľllen. Werden Sie jetzt SOS-Pate!

/* pageName= Somaliland pagePrefix= breadCrumb=So hilft SOS / Wo wir helfen / Afrika / Somaliland mainDomain=sos-kinderdorf.at langIdentifier=AT,de */