SOS-Kinderdörfer in Mauritius
Die Republik Mauritius ist eine Insel im Indischen Ozean, direkt vor der südöstlichen Küste Afrikas. Experten bezeichnen sie als eine afrikanische soziale und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. Es werden regelmäßig demokratische Wahlen abgehalten und die Menschenrechte werden im Allgemeinen geachtet und geschützt. Die Wirtschaft des Landes hat sich diversifiziert und die Textilproduktion und der Tourismus sind wichtige Beschäftigungsquellen. Dennoch ist Armut noch immer eine Realität für viele Menschen auf Mauritius, insbesondere in den ländlichen Gebieten.
Seit 1992 unterstützt SOS-Kinderdorf auf Mauritius Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.
Gefährdete Kinder
Hohe Lebensmittelpreise
Das Wirtschaftswachstum von Mauritius in den letzten Jahren ist nicht allen gleichermaßen zugutegekommen. Viele Menschen, vor allem in den ländlichen Gebieten, leben immer noch in Armut. Die Nahrungsmittelproduktion ist aufgrund der ungünstigen klimatischen Bedingungen und der geringen Landfläche schwierig. Daher müssen etwa 75% der Lebensmittel importiert werden. Da die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel jedoch schwanken, können sich viele die Nahrungsmittel für ihre Familien nicht leisten, was für Kinder ein besonderes Risiko darstellt, da dies ihre körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigen kann.
Ausbeutung von Kindern
Trotz konkreter Bemühungen der mauritischen Regierung zur Bekämpfung der Kinderarbeit werden immer noch 2% der Kinder zur Arbeit gezwungen. Das mag relativ wenig erscheinen, aber sie sind immer noch in der Landwirtschaft, im Straßenverkauf und in der Hausarbeit tätig. Viele dieser Kinder arbeiten in einem schädlichen Umfeld, wo sie gefährliche Maschinen bedienen müssen. Andere, vor allem junge Mädchen, werden häufig sexuell ausgebeutet.
Armut
Die Armut ist zwar leicht zurückgegangen, aber 8% der Bevölkerung sind immer noch sehr arm, da die Bessergestellten mehr von der wirtschaftlichen Entwicklung profitierten als die Ärmeren. Die Einkommensungleichheit hat sich rasch vergrößert, da die Nachfrage nach ungelernten Arbeitskräften zurückgegangen ist. Das bedroht nun die Existenzgrundlage armer Familien, insbesondere in den ländlichen Gebieten von Mauritius. Kinder aus diesen Familien sind stark benachteiligt.
Zusammen können wir etwas für die Kinder auf Mauritius verändern