SOS-Kinderdorf Gabú
Gabú liegt im äußersten Osten von Guinea-Bissau und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region. Sie hat etwa 14.000 Einwohner. Die Stadt ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort und bedeutend für den Handel mit den Nachbarländern Senegal und Guinea.Gabú ist eine der ärmsten Regionen des Landes. Aus diesem Grund verlassen jedes Jahr viele junge Menschen ihre Dörfer und wandern auf der Suche nach einem besseren Leben und mehr Möglichkeiten in die größeren Städte im Süden.
Seit 2001 unterstützt SOS-Kinderdorf in Gabú Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich für ihre Rechte ein.
Frühe Heirat
Rechtlich gesehen ist die Heirat in Guinea-Bissau erst ab 18 Jahren erlaubt. Mit Zustimmung der Eltern kann dieses Alter jedoch auf 16 Jahre herabgesetzt werden. Eine Heirat vor dem 18. Lebensjahr ist ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte. Sie beeinträchtigt häufig die Entwicklung von Mädchen, indem sie zu frühen Schwangerschaften und sozialer Isolation führt und ihre Bildungs- und Berufschancen einschränkt. Die frühe Kinderheirat ist ein direkter Ausdruck der Geschlechterungleichheit. Mit 49% hat Gabú in Guinea-Bissau die höchste Rate von Frauen, die vor ihrem 18. Lebensjahr heiraten.
Niedrige Lebenserwartung
Die Lebenserwartung ist ein Maß für die Gesundheit einer Bevölkerung. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt weltweit bei 72,7 Jahren. Mit nur 57,8 Jahren liegt Guinea-Bissau im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern südlich der Sahara mit niedrigem Einkommen unter dem Durchschnitt. Dafür gibt es viele Gründe, etwa die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit sowie die unzureichende Finanzierung des Gesundheits- und Sozialsektors.
Ihre Unterstützung macht einen Unterschied für die Kinder in Gabú