SOS-Kinderdörfer in Guinea-Bissau
Guinea-Bissau ist ein kleines Land in Westafrika mit einer Bevölkerung von etwa zwei Millionen Menschen. Es grenzt an Senegal, Guinea und den Atlantischen Ozean. Das Land erlangte 1974 seine Unabhängigkeit von Portugal. Seitdem hat es mehrere Putsche und Konflikte erlebt, die die Wirtschaft geschwächt und zu politischer Instabilität geführt haben. Das Land ist stark von der Landwirtschaft abhängig und bleibt relativ arm.
Seit 1994 unterstützt SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.
Gefährdete Kinder
Kinder leben in Armut
Die mehrdimensionale Armut misst die Armut nicht nur anhand des Einkommens, sondern auch im Hinblick auf andere Güter und Dienstleistungen, zu denen die Menschen keinen Zugang haben. Dazu zählen Wohnraum, Bildung oder sauberes Wasser. 75% der Kinder in Guinea-Bissau leiden unter drei oder mehr Entbehrungen, 52% sogar unter vier Entbehrungen gleichzeitig. Kinder, die in Armut aufwachsen, haben oft nicht die Nahrung, die sanitären Anlagen, die Unterkunft, die Gesundheitsversorgung oder die Bildung, die sie brauchen, um nicht nur zu überleben, sondern auch sich entwickeln zu können.
Gewalt gegen Frauen
Guinea-Bissau hat alle Formen der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) verboten. In den letzten Jahren ist jedoch ein Anstieg der Fälle zu verzeichnen. Die Weltgesundheitsorganisation definiert FGM als „die teilweise oder vollständige Entfernung der äußeren weiblichen Genitalien oder andere Verletzungen der weiblichen Genitalien aus nichtmedizinischen Gründen“. FGM ist eine schädliche Praxis, die die Rechte von Mädchen verletzt und sich negativ auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Sie kann als direkter Ausdruck von Geschlechterungleichheit angesehen werden.
Kinderarbeit
Die meisten Kinder in Guinea-Bissau haben bestimmte Pflichten zu erfüllen. Entweder zu Hause, auf dem Feld oder auf der Straße. Kinderarbeit kann zu körperlichen und geistigen Schäden und manchmal sogar zum Tod führen. Sie kann zu Sklaverei und sexueller oder wirtschaftlicher Ausbeutung führen. In fast allen Fällen hindert sie die Kinder daran, eine Schule zu besuchen und medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. Das schränkt ihre Grundrechte ein und bedroht ihre Zukunft.
Zusammen können wir etwas für die Kinder in Guinea-Bissau verändern