SOS-Kinderdörfer in Ghana
Die Republik Ghana hat über 30 Millionen Einwohner*innen und ist ein ethnisch sehr vielfältiges Land. Sie weist ein relativ hohes Wirtschaftswachstum und politische Stabilität auf und hat enorme Schritte zur Armutsbekämpfung unternommen. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung lebt jedoch immer noch in Armut, vor allem in ländlichen Gebieten. Außerdem sind viele Menschen von HIV/AIDS betroffen und können sich keine Behandlung leisten.
Seit 1974 unterstützt SOS-Kinderdorf in Ghana Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.
Gefährdete Kinder
Prävalenz von HIV/AIDS
Die Situation im Zusammenhang mit der HIV/AIDS-Epidemie verbessert sich zwar, aber viele Menschen haben immer noch mit der Krankheit zu kämpfen - und Kinder sind besonders betroffen. Eine überwältigende Zahl von 26.000 Kindern lebt mit HIV. Selbst wenn sie nicht direkt von dem Virus betroffen sind, haben rund 220.000 Kinder aufgrund von HIV/AIDS die elterliche Fürsorge verloren, was sie besonders anfällig für Armut, Unterernährung und mangelnde Bildung macht.
Fehlende Schulbildung
Jedes fünfte Kind in Ghana besucht keine Grundschule und bleibt somit einer grundlegenden Bildung beraubt. Da Hunderttausende Kinder im Grundschulalter nicht eingeschult sind, sind viele von ihnen Analphabeten, und ihre Zukunftsaussichten sind begrenzt. Zudem ist die Zahl der Mädchen, die eine weiterführende Schule besuchen, nach wie vor gering, obwohl die ghanaische Regierung Maßnahmen ergriffen hat, um die Gleichstellung der Geschlechter in der Grundschule zu gewährleisten.
Ländliche Armut
Trotz des jüngsten Wirtschaftswachstums in Ghana sind immer noch fast 10% der Menschen extrem arm. Die ärmsten Bevölkerungsgruppen sind vor allem Kleinbauern, die nur begrenzten Zugang zu nährstoffreichen Lebensmitteln oder sauberem Trinkwasser haben. Das wirkt sich auf das Wachstum und die Entwicklung künftiger Generationen von Kindern aus. Tatsächlich leidet jedes fünfte Kind in den ersten tausend Lebenstagen unter Wachstumsstörungen, die auf unzureichende Ernährung zurückzuführen sind.
Zusammen können wir etwas für die Kinder in Ghana verändern