Reform-Update | Februar 2026

Eine kurze monatliche Zusammenfassung aller Reform-Schritte.

Bisherige Berichte: 01/2026

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Projekte Aufarbeitung & Kinderschutz

Zur systematischen Aufarbeitung von Übergriffen und Vorwürfe zu Gewalt in der Vergangenheit und zur zukünftigen Stärkung des Kinderschutzes werden mehrere Projekte parallel gestartet und schrittweise umgesetzt. Diese Schritte werden in Abstimmung mit der unabhängigen Reformkommission gesetzt.
  • Zentrale Fallerfassung und Auswertung:
    Basis für die zukünftigen Aufarbeitungsschritte wird eine zentrale, einheitliche Fallerfassung für kinderschutzrelevante Vorfälle sein, damit Meldungen, Zuständigkeiten und gesetzte Maßnahmen nachvollziehbar dokumentiert und daraus aggregierte Auswertungen für Steuerung, Qualitätssicherung und Berichtspflichten abgeleitet werden.
  • Systematische Aufarbeitung und Fallbearbeitung:
    Für die systematische Aufarbeitung wird ein Projekt aufgesetzt, das an den Standorten von SOS-Kinderdorf eine fachlich fundierte und nachvollziehbare Bearbeitung von Meldungen und Vorwürfen aus der Vergangenheit sicherstellt. Die Umsetzung erfolgt durch ein noch zu konstituierendes Team aus SOS-Kinderdorf Expert*innen unter Einbindung zusätzlicher externer Expertise. Klare Schnittstellen zu Opferschutz, Compliance und externen Stellen sind vorgesehen.
  • Unabhängige, historische Studie:
    Ergänzend wird eine unabhängige historische Studie vorbereitet, die lange zurückliegende Vorwürfe wie zum Beispiel rund um Gründerpersonen wissenschaftlich untersucht und die Ergebnisse transparent dokumentiert und veröffentlicht.
  • Schutzkonzept Evaluierung und Beteiligung:
    Für die Weiterentwicklung des Kinderschutzes wird das Schutzkonzept von SOS-Kinderdorf einschließlich der Kinderschutzrichtlinie in diesem Jahr nach aktuellen fachlichen Standards evaluiert. Dazu werden Risikoanalysen an allen Standorten durchgeführt. Auch Kinder und Jugendliche werden gehört und beteiligt.

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Arbeit Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat begleitet die Aufarbeitung und Reform durch Präsenz an Standorten und direkten Austausch. Dazu gehören ein Besuch am Standort Imst, ein Termin mit Landesrätin Pawlata sowie die Vorstellung des Aufsichtsrats in einem Townhall-Meeting mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Innsbruck. 

Im März folgen Standortbesuche in Oberösterreich, Salzburg und Burgenland. Ziel ist, Fortschritt, Rahmenbedingungen und Wirksamkeit der gesetzten Schritte eng zu verfolgen und in den Gesamtprozess der Organisationsentwicklung einzubetten.

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Geschäftsführung: neue Aufgabenverteilung und einvernehmliche Trennung von Nora Deinhammer

Nach der einvernehmlichen Trennung von Nora Deinhammer ist die Aufgabenverteilung innerhalb der Geschäftsführung neu geordnet. Anne Schlack übernimmt die Rolle als CEO (Chief Executive Officer) und Carolin Porcham die Rolle als CFO (Chief Financial Officer).

Transparenz und klare Zuständigkeiten sind eine wichtige Grundlage für gute Zusammenarbeit. Der Aufsichtsrat hat im Februar eine neue Geschäftsordnung für die Geschäftsführung beschlossen. Darin sind insbesondere Zuständigkeiten, Entscheidungsprozesse sowie die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat geregelt. Besonders hinweisen möchte der Aufsichtsrat auf die Präambel, die den Zweck und Fokus der Aufgabe beschreibt und auf die festgelegte gemeinsame Verantwortung der beiden Geschäftsführerinnen.

Mehr zur Geschäftsordnung und Aufteilung der Geschäftsbereiche

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