Geflüchtete in Österreich – 23.02.24

Zukunftsperspektiven für ukrainische Familien in Österreich schaffen

Wir fordern rechtliche und finanzielle Sicherheit sowie Bildungsperspektiven für geflüchtete Menschen aus der Ukraine.

Zwei Jahre nach dem russischen Angriff ist der Rahmen für ukrainische Familien in Österreich immer noch prekär. Daher ist die rechtliche und finanzielle Sicherheit sowie sie Perspektive auf Bildung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine immens wichtig

Rund 70.000 ukrainische Vertriebene leben aktuell in Österreich. Ihr Aufenthaltsstatus als Vertriebe ist bis März 2025 begrenzt. Wie es danach für sie weitergeht, ist unklar. Im Gegensatz zu Asylberechtigten haben ukrainische Geflüchtete außerdem keinen Anspruch auf Sozialhilfe.

Viele ukrainische Familien müssen von der Grundversorgung leben – für eine Mutter mit zwei Kindern sind das aktuell rund 880 Euro pro Monat.

„Seit zwei Jahren lässt die Politik ukrainische Familien im Ungewissen und setzt sie in der ohnehin schon schwierigen Situation zusätzlich großer Unsicherheit aus. Es liegt auf der Hand, dass eine dreiköpfige Familie nicht von 880 Euro im Monat leben kann. Und dass es für Familien mit Kindern wichtig ist, auch Perspektiven über 2024 hinaus entwickeln zu können“, so SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser.

Wir fordern deshalb einmal mehr, Vertriebenen aus der Ukraine Zugang zur Sozialhilfe und langfristigen Schutzstatus zu ermöglichen.

 

Zukunftschancen für Jugendliche sichern

Dringenden Handlungsbedarf sehen wir als Kinderrechtsorganisation auch im Bildungsbereich. Die Integration ukrainischer Kinder in das österreichische Schulsystem sei unterschiedlich erfolgreich. Teils sei es in Schulen mit engagierten Pädagog*innen gelungen, ukrainischen Kindern Stabilität und Hoffnung zu geben. Allerdings wird dies deutlich schwieriger, je älter die Schüler*innen sind.

„Nach Beendigung der Schulpflicht haben junge Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse keinen Anspruch auf einen weiterführenden Schul- oder Ausbildungsplatz. Der Status als Vertriebene nimmt ukrainische Jugendliche außerdem von der Ausbildungspflicht bis 18 Jahren aus – ein deutlicher Nachteil für ihre Bildungschancen." so Christian Moser.

Wie kann es sein, dass junge Menschen so wenig Unterstützung bekommen, dass sie nach zwei Jahren in unserem Land keine Chance auf eine Berufsausbildung haben?

Christian Moser
Geschäftsführer SOS-Kinderdorf Österreich

Es braucht dringend gezielte Unterstützung, um jungen Ukrainer*innen Zukunftsperspektiven in Österreich zu geben.

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