SOS-Kinder.Welt

Im Frühjahr 2016 hat SOS-Kinderdorf mit der SOS-Kinder.Welt ein Pilotprojekt für Kinder und ihre Angehörigen aus Innsbrucker Flüchtlingsheimen gestartet – mit dem Ziel, den Kindern in dieser sensiblen und belastenden Zeit nach der Flucht einen geschützten Raum zu bieten, wo sie unbeschwert Kind sein dürfen: Einen Ort der Sicherheit und Geborgenheit, des Miteinander und voneinander Lernens, der Kreativität und freien Entfaltung. Die SOS-Kinder.Welt sollte Kindern jenen Entwicklungsraum bieten, den sie in dieser sensiblen Situation brauchen und ihre Angehörigen entlasten.


Insgesamt über 10.00 Tagesgäste aus 17 Ländern 

Die SOS-Kinder.Welt bietet derzeit an drei Nachmittage pro Woche vielfältige Spiel-, Lern- und Förderangebote mit ausgebildeten Pädagoginnen für Kinder von 0 bis cirka 13 Jahren, pro Nachmittagsgruppe jeweils bis zu 20 Kinder. Am Dienstag ist ein eigener Treff für Kleinkinder entstanden.

Viele der Eltern/Angehörigen, welche die Kinder bringen, bleiben, tauschen sich bei Kaffee, Tee und Keksen aus und lernen sich so besser kennen, nehmen im eigenen Kursraum am Deutschkurs (bis Acam) teil oder beteiligen sich auch an Aktivitäten mit den Kindern. Jeden Monat verzeichnet die SOS-Kinder.Welt im Schnitt 250 TagesbesucherInnen. Die jüngsten waren gerade ein paar Wochen alt, die ältesten über 80 Jahre. Sie kamen vorwiegend aus Afghanistan, Syrien, Irak, Iran, Somalia. 
 

Vorbereitung auf Kindergarten und Schule

Die SOS-Kinder.Welt ist inzwischen viel mehr als ein Spiel- und Begegnungsraum. Er ist vor allem auch interkultureller Lern- und Entwicklungsraum. Professionelle Spiel- und Förderangebote inkl. Schwerpunkte zum Spracherwerb bereiten die Kinder gezielt auf Kindergarten und Schule vor. „Durch die Beziehung und das Vertrauen, das zwischen Kind und Betreuerinnen entsteht, können wir die Kinder und ihre individuellen Kompetenzen bestmöglich stärken und fördern und damit einen wichtigen Beitrag leisten, sie auf die neuen Strukturen von Kindergarten und Schule vorzubereiten“, sagt Carola Vogl, Gesamtkoordinatorin der SOS-Kinder.Welt. 


„Kleine Welt mit großer Wirkung“

Mit der SOS-Kinder.Welt hat auch SOS-Kinderdorf neue Wege beschritten. „Nach einem Jahr Erfahrung zeigt sich, dass dieser familiennahe Ansatz professioneller Betreuung der Kinder unter Einbeziehung ihrer Eltern/Angehörigen sehr erfolgreich ist – und im Übrigen ganz im Sinne der Gesamtphilosophie von SOS-Kinderdorf“, betont Wolfram Brugger, Leiter von SOS-Kinderdorf am Standort Innsbruck/Land.

SOS-Kinder.Welt Innsbruck