SOS-Kinderdorf Luang Prabang

SOS-Kinderdorf ist seit 1993 in Laos t├Ątig. Jahrzehntelange K├Ąmpfe und Zerst├Ârungen haben die Wirtschaft des Landes lahmgelegt. Immer mehr Kinder und Familien sind auf Unterst├╝tzung angewiesen. Luang Prabang wurde 2001 als viertes SOS-Kinderdorf in Laos er├Âffnet.

Familien in den l├Ąndlichen Region um Luang Prabang k├Ąmpfen ums ├ťberleben

Kinder wachsen zusammen mit ihren Br├╝dern und Schwestern auf (Foto: SOS-Archiv).
Kinder wachsen zusammen mit ihren Br├╝dern und Schwestern auf (Foto: SOS-Archiv).

Luang Prabang liegt in einer Gebirgsregion im Norden von Laos etwa 400 km von Vientiane entfernt. Die Stadt war bis 1975 die Hauptstadt des K├Ânigreichs von Laos gewesen. 1995 wurde Luang Prabang zum UNESCO-Weltkulturerbe erkl├Ąrt. Durch das Kloster, zahlreiche buddhistische Tempel und die Natursch├Ânheiten ist die Region zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen des Landes geworden.

Die Einwohner von Luang Prabang leben haupts├Ąchlich vom Tourismus und der Textilindustrie. Obwohl der der allgemeine Lebensstandard in dieser historischen Stadt gestiegen ist, fristen viele Menschen in den l├Ąndlichen Gegenden der Region ihr Dasein in Armut.

Die Umgebung ist ├╝berwiegend landwirtschaftlich gepr├Ągt, es gibt zahlreiche H├Âfe und Reisfelder. Der Norden von Laos z├Ąhlt nach wie vor zu den ├Ąrmsten Regionen des Landes. Manche Eltern k├Ânnen ihre Kinder nicht mit ausreichend Nahrung versorgen, viele Kinder sind unterern├Ąhrt. Andere Familien haben vielleicht genug zu essen, k├Ânnen aber nur davon tr├Ąumen, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die S├Ąuglingssterblichkeitsrate ist sehr hoch, da zahlreiche Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung haben.

Aufgrund der gro├čen Not in den l├Ąndlichen Gebieten ziehen viele Eltern nach Luang Prabang. Auch Kinder ohne elterliche F├╝rsorge kommen auf der Suche nach einem besseren Leben in die Stadt. Sie sprechen h├Ąufig nur einheimische Dialekte und haben die laotische Sprache nicht gelernt, wodurch sie sich nur schwer in das Leben der Stadt integrieren k├Ânnen. Zahlreiche Kinder gehen nicht zur Schule, sondern verbringen ihre Tage auf der Stra├če und versuchen durch Gelegenheitsdiebst├Ąhle, Betteln oder dem Verkauf von Kleinwaren etwas Geld zum ├ťberleben aufzutreiben.

Bedarf an langfristiger Unterst├╝tzung

Angesichts der gro├čen Not zahlreicher Familien hat die Regierung ein kostenloses Grundst├╝ck zur Verf├╝gung gestellt, auf dem die SOS-Familienh├Ąuser, der Kindergarten und eine Schule errichtet werden konnten. Von hier aus leiten wir heute unsere Unterst├╝tzungsangebote.

Bedauerlicherweise hatte die asiatische Finanzkrise von 1997-1998 schwere Auswirkungen auf die Entwicklung in Laos, und die Zahl der notleidenden Kinder ist weiter gestiegen. Obwohl sich die Wirtschaft in j├╝ngster Zeit erholt hat, lebt nach wie vor mehr als ein Viertel der Bev├Âlkerung in Armut. Internationale Organisationen versuchen nachhaltige Entwicklungspl├Ąne umzusetzen, um die Lebensbedingungen armer und notleidender Menschen zu verbessern.

Unsere Arbeit in Luang Prabang

Eine SOS-Familie auf dem Weg zur Schule (Foto: SOS-Archiv).
Eine SOS-Familie auf dem Weg zur Schule (Foto: SOS-Archiv).

Das SOS-Kinderdorf Luang Prabang liegt etwa vier Kilometer vor den Toren der Stadt nahe des Dorfes Ban Pong an der Hauptstra├če nach Muang Khai. Ein Reisfeld und ein Fischteich sichern die Nahrungsmittelversorgung der Dorfbewohner. Bis zu 140 Kinder, die nicht l├Ąnger bei ihren Familien bleiben k├Ânnen und eine langfristige f├╝rsorgliche Betreuung ben├Âtigen, k├Ânnen in Luang Prabang in 14 SOS-Familien gemeinsam mit ihren Geschwistern in der Obhut von SOS-M├╝ttern aufwachsen.

Bis zu 100 Kinder aus den SOS-Familien und der Gemeinde werden im SOS-Kindergarten betreut. Das Angebot der Tagesbetreuung wird besonders von Eltern gesch├Ątzt, die arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren - sie wissen ihre Kinder in der Obhut ausgebildeter Fachkr├Ąfte. Sp├Ąter besuchen sie die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, in der Sch├╝lerInnen in der Grund- und Sekundarstufe unterrichtet werden. In der Schulkantine erhalten die Kinder jeden Tag eine ausgewogene Mahlzeit. Im SOS-Kindergarten und der Schule werden sowohl Kinder aus den SOS-Familien als auch aus der lokalen Gemeinde aufgenommen. Die Kinder verbringen Zeit miteinander, schlie├čen Freundschaften und entwickeln gegenseitiges Verst├Ąndnis.

Wenn junge Menschen ihren SOS-Familien entwachsen, k├Ânnen sie f├╝r die Zeit ihrer Ausbildung, ihres Studiums oder zu Beginn ihres Arbeitslebens in das SOS-Jugendprogramm wechseln. Mit der Unterst├╝tzung ausgebildeter Fachkr├Ąfte entwickeln sie Perspektiven f├╝r ihre Zukunft, lernen Verantwortung zu tragen und zunehmend eigene Entscheidungen zu treffen.



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