SOS-Kinderdörfer in Honduras

Es war im Jahr 1968 in Zeiten von schweren sozialen und wirtschaftlichen Unruhen, als die Idee von Hermann Gmeiner ihren Weg nach Honduras fand. Seither ist SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt Tegucigalpa und auch an anderen Orten tätig.

Einige Fakten √ľber Honduras


Auf Bäume klettern (Foto: M. Reyes)

Die Republik Honduras liegt in Mittelamerika und grenzt im S√ľden an Nicaragua, im S√ľdwesten an  El Salvador und im Nordwesten an Guatemala. Das spanische Wort "Honduras" hei√üt auf Deutsch  "Tiefen". Angeblich gab Kolumbus wegen der tiefen Gew√§sser vor der Nordk√ľste dem Land seinen Namen. Honduras hat eine Gesamtbev√∂lkerung von ca. 9 Millionen Einwohnern, von denen ungef√§hr 1,2 Millionen in der Hauptstadt des Landes Tegucigalpa leben.

Fr√ľher war Honduras unter dem Namen "Spanisch-Honduras" bekannt, um es vom benachbarten "Britisch-Honduras", dem heutigen Belize zu unterscheiden. Die offizielle Landessprache ist spanisch, das von fast allen Honduranern gesprochen wird. Gleichwohl haben indigene Minderheiten wie z.B. die Miskito, die im s√ľd√∂stlichen Teil des Landes leben, ihre Muttersprache im Laufe der Jahre erhalten k√∂nnen. Honduras hat ein subtropisches Klima, das je nach H√∂henlage im Landesinneren Schwankungen unterliegt.


Spielende Kinder auf der Straße (Foto: S. Preisch)

Die Regierung von Honduras hat 1990 die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Nichtsdestotrotz leiden viele Kinder im Land unter gro√üer Not; eins von zehn Kindern zwischen einem und f√ľnf Jahren ist chronisch unterern√§hrt, fast ein Drittel aller Kinder unter f√ľnf Jahren in Honduras ist kleinw√ľchsig. Soziale Ausgrenzung, Armut und mangelnde famili√§re Unterst√ľtzung verleiten viele Minderj√§hrige zu kriminellen Aktivit√§ten.

Ungef√§hr 150 000 Kinder sind durch die politische und wirtschaftliche Instabilit√§t zu Waisen geworden. Die Maras (Banden) dienen oft als Familienersatz f√ľr Kinder, deren Familien entweder zerbrochen sind oder die nicht in der Lage sind, ihnen Liebe, Respekt und ein positives Erwachsenenvorbild zu bieten. Auch die Kinderarbeit ist in diesem mittelamerikanischen Land zu einem ernsten Problem geworden. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) m√ľssen ungef√§hr 10 Prozent aller Kinder zwischen 5 und 14 Jahren Kinderarbeit leisten. Die meisten dieser Kinder besuchen keine Schule und bekommen daher keine Grundausbildung.

Ein sogar noch gr√∂√üeres Problem ist die steigende Anzahl von Kindern, die sexuell ausgebeutet werden. In den Stra√üen der Hauptstadt Tegucigalpa und in der Stadt Comayag√ľela werden ca. 2 400 Kinder zur Prostitution gezwungen. Obwohl M√§dchen besonders gef√§hrdet sind, nimmt auch die Zahl der Jungen zu, die sexuell ausgebeutet werden.

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