SOS-Kinderd├Ârfer in Haiti

SOS-Kinderdorf sorgt daf├╝r, dass Kinder die Betreuung, den Schutz und die Beziehungen haben, die sie f├╝r eine bestm├Âgliche Entwicklung brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in Haiti).

Die im Karibischen Meer gelegene Republik Haiti hat eine Gesamtbev├Âlkerung von rund 11 Millionen Menschen, von denen etwa 1 Million in der Hauptstadt Port-au-Prince lebt. Haiti ist eines der ├Ąrmsten L├Ąnder des amerikanischen Kontinents. Familien und Kinder sind gef├Ąhrdet, zumal sie in letzter Zeit unter zahlreichen Naturkatastrophen und Krisen gelitten haben. In den letzten Jahren wurde die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes durch eine instabile Politik, Brennstoffknappheit, zunehmende Bandenaktivit├Ąten und Gewalt behindert. Die Menschen leben in Angst vor Entf├╝hrungen und leiden unter Armut, Hunger und Cholera. Kinder sind von diesen harten Lebensbedingungen am st├Ąrksten betroffen.

Seit 1984 unterst├╝tzt SOS-Kinderdorf in Haiti Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen m├╝ssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Gef├Ąhrdete Kinder

31 % der haitianischen Gesamtbev├Âlkerung sind j├╝nger als 14 Jahre alt. Viele wachsen in prek├Ąren Verh├Ąltnissen auf, zumal Haiti das Land mit der h├Âchsten Kindersterblichkeitsrate in ganz Amerika ist. Viele sterben an vermeidbaren Krankheiten wie Cholera, Tuberkulose oder Lungenentz├╝ndung. In Krisenzeiten sind Kinder besonders gef├Ąhrdet, und Haiti hat davon schon genug erlebt. Die kritische wirtschaftliche und soziale Lage, die politischen Unruhen und die Naturkatastrophen gef├Ąhrden Hunderttausende von Kindern.
60%
der Menschen in Haiti leben in Armut

Weit verbreitete Armut

Ungef├Ąhr 60 % der Haitianer*innen leben in Armut. Das bedeutet, dass die Menschen wahrscheinlich unterern├Ąhrt sind, nur ├╝ber eine begrenzte Bildung verf├╝gen und in unsicheren Unterk├╝nften ohne sauberes Trinkwasser, sanit├Ąre Anlagen oder Strom leben. Die Kinder leiden unter diesen Umst├Ąnden, und viele ├╝berleben nicht. Haiti hat die h├Âchste Kindersterblichkeitsrate in ganz Amerika. Am schlimmsten ist es in den l├Ąndlichen Gebieten, wo der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen eingeschr├Ąnkt ist und es nur wenige Schulen und Krankenh├Ąuser gibt.

10.000
Cholera-Opfer seit Auftreten der Krankheit

Cholera

In den letzten Jahren ist die Cholera wieder auf dem Vormarsch. Das ist eine Infektion, die akuten Durchfall verursacht. Bleibt sie unbehandelt, leiden die Menschen an Dehydrierung und sterben schlie├člich. Sie wird h├Ąufig durch schlechte sanit├Ąre Verh├Ąltnisse und einen Mangel an sauberem Wasser und Nahrungsmitteln verursacht. Seit ihrem Auftreten im Jahr 2010 hat die Cholera fast 10.000 Menschen get├Âtet. Heutzutage machen Kinder die H├Ąlfte der Cholera-Opfer in Haiti aus.

75
Entf├╝hrungen pro Monat in Haiti

Soziale Unruhen

Haiti hat in den letzten Jahren viele Krisen erlebt. Nicht nur Erdbeben hatten katastrophale Folgen f├╝r Einwohner*innen und Infrastruktur, sondern auch politische und soziale Konflikte forderten ihren Tribut. Treibstoffknappheit und Bandengewalt f├╝hrte zu den j├╝ngsten Unruhen. Es besteht eine st├Ąndige Bedrohung durch Entf├╝hrungen, Gewalt und Vergewaltigungen, wobei es jeden Monat zu etwa 75 Entf├╝hrungen kommt. Nahrungsmittelmangel und fehlende medizinische Versorgung verschlimmern die Situation und haben dauerhafte Auswirkungen.

Zusammen k├Ânnen wir etwas f├╝r die Kinder in Haiti ver├Ąndern

5.530
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterst├╝tzt
5.380
Kinder
lernen in unseren Kinderg├Ąrten und Schulen
310
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
330
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstst├Ąndigkeit begleitet
Andre und sein j├╝ngerer Bruder verloren die elterliche Betreuung. Mit der Unterst├╝tzung von SOS-Kinderdorf konnten sie in einer Pflegefamilie untergebracht werden und zur Schule gehen. Sein Sinn f├╝r Humor erm├Âglicht es ihm, schnell Beziehungen zu anderen aufzubauen, und er sorgt daf├╝r, dass sich alle in seiner Familie wie zu Hause f├╝hlen (Foto: SOS-Kinderdorf in Haiti).

Zusammenarbeit f├╝r nachhaltige Entwicklung

2015 verpflichteten sich 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen hinzuarbeiten. Dieser 15-Jahres-Plan hat das Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern, Armut zu beenden, Ungleichheit zu bek├Ąmpfen und unseren Planeten zu sch├╝tzen.
ZIEL 1: Armut beenden
SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Familien und Gemeinden, damit die Familien zusammenbleiben und aus dem Kreislauf der Armut ausbrechen k├Ânnen.
ZIEL 4: Hochwertige Bildung f├╝r alle
Alle Kinder und Jugendlichen, die SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt, haben Zugang zu Bildung - vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung oder Universit├Ąt.
ZIEL 8: Gleiche berufliche Chancen f├╝r alle
SOS-Kinderdorf hilft jungen Menschen, F├Ąhigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln, um gute Arbeit zu finden, und bildet Eltern aus, damit sie ein stabiles Einkommen haben k├Ânnen.
ZIEL 10: Ungleichheiten abbauen
SOS-Kinderdorf setzt sich f├╝r die Sicherheit der Kinder ein, indem wir friedliche und integrative Gemeinschaften f├Ârdern. Wir bieten Schulungen zu Kinderrechten und positiver Erziehung an.
ZIEL 16: Frieden und Inklusion f├Ârdern
Wir setzen uns f├╝r Gesetze und Regelungen ein, die soziale Inklusion und Schutz f├╝r Kinder und Jugendliche ohne elterliche Betreuung oder aus prek├Ąren Haushalten gew├Ąhrleisten.

Sch├╝tzen wir weiterhin Kinder und Jugendliche!

Viele Kinder konnten ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit finden. Mit Ihrer Hilfe k├Ânnen wir weiterhin ihr Leben verbessern