SOS-Kinderdörfer in Chile

SOS-Kinderdorf sorgt daf√ľr, dass Kinder die Betreuung, den Schutz und die Beziehungen haben, die sie f√ľr eine bestm√∂gliche Entwicklung brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in Chile).

Die Republik Chile ist das s√ľdlichste Land der Welt, liegt in Lateinamerika und hat 19,5 Millionen Einwohner*innen. Es ist eines der am st√§rksten industrialisierten L√§nder Lateinamerikas und der gr√∂√üte Kupferproduzent der Welt. Die Kupferproduktion macht 50 % der Ausfuhren aus, und folglich ist Chile anf√§llig f√ľr die Schwankungen der weltweiten Kupferpreise. Chile ist zwar eines der wirtschaftlich wohlhabendsten L√§nder Lateinamerikas, weist aber auch die gr√∂√üte Kluft in der Verm√∂gensverteilung auf.

Seit 1965 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Chile Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen m√ľssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Gefährdete Kinder

Kleine Kinder in Chile sind einem hohen Risiko von h√§uslicher Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Der schwankende Welt-marktpreis f√ľr Kupfer hat direkte Auswirkungen auf die Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten f√ľr Angestellte und die Einkommens-m√∂glichkeiten f√ľr Selbstst√§ndige. Das hat angesichts der Inflation und steigender Lebenshaltungskosten zu wachsenden sozialen Unruhen gef√ľhrt. Viele Kinder sind gezwungen, die Schule in jungen Jahren zu verlassen, um eine Arbeit zu finden, die zum Haushaltseinkommen beitr√§gt. Der Erwerb einer Grundschulbildung hat dadurch an Bedeutung verloren und den Armutskreislauf der Kinder aus einkommensschwachen Haushalten fortgeschrieben.
1 von 5
Kindern beendet nicht die Grundschule

Bildung

In Chile schlie√üt etwa 1 von 5 Kindern die Grundschule nicht ab. Diese Zahl ist nicht im ganzen Land gleich, da das Bildungsniveau sehr unterschiedlich ist. Chile hat derzeit mit die niedrigsten √∂ffentlichen Ausgaben f√ľr Bildung. Das f√ľhrt dazu, dass viele Schulen unterfinanziert sind. Infolgedessen ist der Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung begrenzt und h√§ngt von der sozio√∂konomischen Stellung der Familie ab.

65%
Ungleiche Vermögensverteilung

Einkommensungleichheit

Trotz erfolgreicher Ma√ünahmen zur Verringerung der Armutsquote im ganzen Land bleibt die Einkommensungleichheit hoch. Nahezu 53 % der Haushalte werden als wirtschaftlich gef√§hrdet eingestuft, d. h. die Familien haben keinen Puffer gegen abrupte Einkommensschwankungen. In ganz Lateinamerika ist die ungleiche Verm√∂gensverteilung in Chile am gr√∂√üten: Sie liegt 65 % √ľber dem Durchschnitt der Organisation f√ľr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

400.000
zerstörte Häuser beim Erdbeben 2010

Naturkatastrophen

Das Erdbeben im Jahr 2010 verw√ľstete viele Gebiete Chiles. Die Regierung sch√§tzte, dass zwei Millionen Menschen direkt betroffen waren und mehr als 400.000 H√§user und Gewerbe-immobilien zerst√∂rt wurden. Mit der Instandsetzung der Infra-struktur wurde so schnell wie m√∂glich begonnen, doch die Ungleichheit bei den Dienst-leistungen f√ľr benachteiligte Stadtteile war eklatant. Hunderte von Familien mussten in Behelfsunterk√ľnfte umziehen, und viele leben bis heute unter schlechten Bedingungen.

Zusammen k√∂nnen wir etwas f√ľr die Kinder in Chile ver√§ndern

320
Familien
können zusammenbleiben
350
Kinder
wachsen in unserer Obhut auf
50
Kinder und Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
In Chile unterst√ľtzen wir junge Menschen, die sich darauf vorbereiten, unabh√§ngig zu werden. Jeder Jugendliche ist einzigartig, und wir entwickeln gemeinsam mit ihm einen Plan, damit er die Bildung, Ausbildung und Betreuung erh√§lt, die er braucht. Nat√ľrlich spielen auch Freunde eine wichtige Rolle. Das sehen auch die beiden so: ‚ÄěEs ist toll, Zeit miteinander zu verbringen! Wir sehen uns gerne Filme an, spielen Videospiele oder unterhalten uns einfach √ľber unser Leben‚Äú (Foto: SOS-Kinderdorf in Chile).

Zusammenarbeit f√ľr nachhaltige Entwicklung

2015 verpflichteten sich 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen hinzuarbeiten. Dieser 15-Jahres-Plan hat das Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern, Armut zu beenden, Ungleichheit zu bek√§mpfen und unseren Planeten zu sch√ľtzen.
ZIEL 1: Armut beenden
SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Familien und Gemeinden, damit die Familien zusammenbleiben und aus dem Kreislauf der Armut ausbrechen k√∂nnen.
ZIEL 4: Hochwertige Bidlung f√ľr alle
Alle Kinder und Jugendlichen, die SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt, haben Zugang zu Bildung - vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung oder Universit√§t.
ZIEL 8: Gleiche berufliche Chancen f√ľr alle
SOS-Kinderdorf hilft jungen Menschen, Fähigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln, um gute Arbeit zu finden, und bildet Eltern aus, damit sie ein stabiles Einkommen haben können.
ZIEL 10: Ungleichheiten abbauen
SOS-Kinderdorf setzt sich f√ľr die Sicherheit der Kinder ein, indem wir friedliche und integrative Gemeinschaften f√∂rdern. Wir bieten Schulungen zu Kinderrechten und positiver Erziehung an.
ZIEL 16: Frieden und Inklusion fördern
Wir setzen uns f√ľr Gesetze und Regelungen ein, die soziale Inklusion und Schutz f√ľr Kinder und Jugendliche ohne elterliche Betreuung oder aus prek√§ren Haushalten gew√§hrleisten.

Sch√ľtzen wir weiterhin Kinder und Jugendliche!

Viele Kinder konnten ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit finden. Mit Ihrer Hilfe können wir weiterhin ihr Leben verbessern.