SOS-Kinderdorf Owu Ijebu

SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k√∂nnen (Foto: SOS-Kinderdorf in Nigeria).

Owu-Ijebu liegt im S√ľdwesten Nigerias im Bundesstaat Ogun, der fast 4 Millionen Einwohner*innen hat. Die Region ist √ľberwiegend l√§ndlich gepr√§gt. Obwohl der Lebens-rhythmus hier viel langsamer und weniger wettbewerbs-orientiert ist als in den Gro√üst√§dten, ist die Land-bev√∂lkerung weiterhin von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen. W√§hrend Tausende auf der Suche nach einem besseren Leben in die St√§dte abwandern, leben jene, die zur√ľckbleiben, von der Landwirtschaft und haben oft M√ľhe, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es fehlt an Infrastrukturen, Gesundheitsversorgung und Bildungs-einrichtungen.

Seit 1996 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Owu Ijebu Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f√ľr ihre Rechte ein.

2 von 3
Haushalten in Ogun haben keinen Zugang zu Trinkwasser

Fehlende Infrastruktur

In den l√§ndlichen Gebieten des Bundesstaates Ogun ist die grundlegende Infrastruktur verbesserungsbed√ľrftig. Nur etwa zwei von drei Haushalten haben Zugang zu einer sicheren Trinkwasserquelle, und nur ein Bruchteil hat Zugang zu sanit√§ren Einrichtungen, die sie nicht mit anderen teilen m√ľssen. Der Mangel an Sanit√§ranlagen erh√∂ht das Risiko von durch Wasser √ľbertragenen Krankheiten, die besonders f√ľr Kinder gef√§hrlich sind. Dar√ľber hinaus zeigen viele Kinder Anzeichen von Wachstumsproblemen, da etwa 40 Prozent der Kinder unter f√ľnf Jahren f√ľr ihr Alter zu klein sind. Das ist eine Folge von Unterern√§hrung. Aufgrund der begrenzten medizinischen Versorgung bleibt dies oft unbehandelt und kann langfristige negative Auswirkungen haben.

32%
der Frauen in Ogun können nicht lesen

Frauen und Mädchen sind benachteiligt

Auch wenn sich die Rolle der Frau in der nigerianischen Gesellschaft allm√§hlich ver√§ndert, besteht weiterhin der Bedarf M√§dchen und Frauen zu st√§rken. Die Wahrscheinlichkeit, dass M√§dchen eine Ausbildung erhalten, ist geringer, und im Bundesstaat Ogun ist die Alphabetisierungsrate bei Frauen besonders niedrig. Tats√§chlich k√∂nnen nur 68 % der Frauen lesen. Das kann schwerwiegende Folgen f√ľr Frauen und ihre Lebenschancen haben - Analphabetismus kann zu Arbeitslosigkeit und geringer Beteiligung an der Gemeinschaft f√ľhren.

Ihre Unterst√ľtzung macht einen Unterschied f√ľr die Kinder in Owu Ijebu

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst√ľtzung anzubieten, das den √∂rtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
310
Familien
können zusammenbleiben
70
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
40
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
Die √§ltere Schwester hilft der j√ľngeren beim Malen. Geschwister wachsen zusammen auf und bilden oft Bindungen, die ein Leben lang halten Foto: SOS-Kinderdorf in Nigeria).

Was Ihre Unterst√ľtzung in Owu Ijebu bewirkt

Vulnerable Familien und Gemeinden werden gestärkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f√ľr sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k√ľmmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst√ľtzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k√∂nnen Workshops √ľber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n√∂tigen F√§higkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr√ľnden. Au√üerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k√∂nnen.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder k√∂nnen auch mit zus√§tzlicher Unterst√ľtzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k√∂nnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m√∂glich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur√ľckkehren k√∂nnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver√§nderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-ständigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f√ľr ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh√§ngig zu werden. Wir unterst√ľtzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh√∂hen so ihre Berufschancen. Sie k√∂nnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus√§tzlich k√∂nnen sie ihre F√§higkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.