SOS-Kinderd├Ârfer in Kamerun

SOS-Kinderdorf sorgt daf├╝r, dass Kinder die Betreuung, den Schutz und die Beziehungen haben, die sie f├╝r eine bestm├Âgliche Entwicklung brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in Kamerun)

Die Republik Kamerun liegt in Westafrika und beheimatet mehr als 26 Millionen Menschen. Im Allgemeinen ist das Land politisch und wirtschaftlich stabiler als andere in der Region. Dennoch brauchen die Familien Unterst├╝tzung. Wirtschaftskrisen und Konflikte in den Nachbarl├Ąndern haben sich wiederholt auf das Leben der Kameruner*innen ausgewirkt, da viele Fl├╝chtlinge hierher kommen, vor allem in die n├Ârdlichen und ├Âstlichen Gebiete des Landes. Unterern├Ąhrung, mangelnde Bildung und die Verbreitung von HIV/AIDS sind schwerwiegende Probleme, die f├╝r die Kinder des Landes eine besondere Herausforderung darstellen.

Seit 1998 unterst├╝tzt SOS-Kinderdorf in Kamerun Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen m├╝ssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Gef├Ąhrdete Kinder

Es gibt viele Gesundheitsprobleme in Kamerun, von denen Kinder besonders betroffen sind. Was die Unterern├Ąhrung betrifft, so erhalten viele nicht gen├╝gend nahrhafte Lebensmittel - die Situation hat sich in den letzten zehn Jahren verschlimmert und die k├Ârperliche Entwicklung der Kinder beeintr├Ąchtigt. Mehr als 420.000 Kinder haben ihre Eltern durch AIDS verloren. Sie m├╝ssen sich oft um kranke Verwandte k├╝mmern oder die Hauptverdiener*innen sein. Obwohl das illegal ist, werden viele Kinder zur Arbeit gezwungen, und nur 60 % schlie├čen die Grundschule ab.
52%
der Menschen haben keinen Zugang zu Sanit├Ąranlagen

Viele Familien leben in Armut

W├Ąhrend sich die wirtschaftliche Lage in Kamerun verbessert hat, w├Ąchst die Bev├Âlkerung schneller, als die Armut abnimmt - rund 8 Millionen Menschen sind immer noch sehr arm. Besonders betroffen sind die Familien in den l├Ąndlichen Regionen im Norden und Osten des Landes. Sie sind h├Ąufig mit fehlenden Besch├Ąftigungs-m├Âglichkeiten und sinkenden Einkommen konfrontiert. Dar├╝ber hinaus haben viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanit├Ąren Einrichtungen, was zur Ausbreitung von Krankheiten beitr├Ągt, die besonders f├╝r Kinder gef├Ąhrlich sind, wie die j├╝ngsten Ausbr├╝che von Cholera.

4 von 10
Kindern in Kamerun haben keinen Grundschulabschluss

Kein Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung

Der Zugang zu Bildung ist f├╝r Kinder in Kamerun einfacher geworden. Dennoch gibt es immer noch Herausforderungen. Obwohl die Einschulungsraten in der Grundschule recht hoch sind, schlie├čen 4 von 10 Kindern die Grundschule nicht ab. Im l├Ąndlichen Kamerun leben die Familien sehr abgelegen und die Schulen sind weit entfernt, sodass viele Kinder t├Ąglich weite Strecken zur├╝cklegen m├╝ssen, wenn sie ├╝berhaupt Zugang zu Bildung haben sollen. Au├čerdem haben Jungen und M├Ądchen oft nicht die gleichen Bildungschancen, was die Ungleichheit verst├Ąrkt.

420.000
Kinder haben ihre Eltern durch HIV verloren

Kinder ohne elterliche F├╝rsorge

Die Zahl der Infektionen ist zwar r├╝ckl├Ąufig, doch leben immer noch etwa 3 % der kamerunischen Bev├Âlkerung mit HIV. Viele Kinder sind direkt betroffen, da die Verhinderung der ├ťbertragung von der Mutter auf das Kind nicht f├╝r alle gew├Ąhrleistet werden kann, insbesondere in l├Ąndlichen Gebieten, in denen es kaum medizinische Versorgung gibt. Viele weitere sind indirekt betroffen, wenn ihre Eltern krank werden. Sch├Ątzungsweise 420.000 Kinder sind aufgrund von HIV/AIDS ohne elterliche Betreuung. Sie sind sich selbst ├╝berlassen und extrem anf├Ąllig f├╝r Unterern├Ąhrung, Krankheiten und Armut.

Zusammen k├Ânnen wir etwas f├╝r die Kinder in Kamerun ver├Ąndern

110
Familien
k├Ânnen zusammenbleiben
610
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterst├╝tzt
280
Kinder
lernen in unseren Kinderg├Ąrten und Schulen
10
Gesundheits-leistungen
wurden erbracht
180
Kinder
wachsen in unserer Obhut auf
110
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstst├Ąndigkeit begleitet
Die Herkunftsfamilie ist der beste Ort f├╝r das Aufwachsen eines Kindes. Dank Ihrer Unterst├╝tzung k├Ânnen Familien in Kamerun durch unsere lokal angepassten Dienstleistungen zur St├Ąrkung der Familie zusammenbleiben (Foto: SOS-Kinderdorf in Kamerun).

Zusammenarbeit f├╝r nachhaltige Entwicklung

2015 verpflichteten sich 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen hinzuarbeiten. Dieser 15-Jahres-Plan hat das Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern, Armut zu beenden, Ungleichheit zu bek├Ąmpfen und unseren Planeten zu sch├╝tzen.
ZIEL 1: Armut beenden
SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Familien und Gemeinden, damit die Familien zusammenbleiben und aus dem Kreislauf der Armut ausbrechen k├Ânnen.
ZIEL 4: Hochwertige Bildung f├╝r alle
Alle Kinder und Jugendlichen, die SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt, haben Zugang zu Bildung - vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung oder Universit├Ąt.
ZIEL 8: Gleiche berufliche Chancen f├╝r alle
SOS-Kinderdorf hilft jungen Menschen, F├Ąhigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln, um gute Arbeit zu finden, und bildet Eltern aus, damit sie ein stabiles Einkommen haben k├Ânnen.
ZIEL 10: Ungleichheiten abbauen
SOS-Kinderdorf setzt sich f├╝r die Sicherheit der Kinder ein, indem wir friedliche und integrative Gemeinschaften f├Ârdern. Wir bieten Schulungen zu Kinderrechten und positiver Erziehung an.
ZIEL 16: Frieden und Inklusion f├Ârdern
Wir setzen uns f├╝r Gesetze und Regelungen ein, die soziale Inklusion und Schutz f├╝r Kinder und Jugendliche ohne elterliche Betreuung oder aus prek├Ąren Haushalten gew├Ąhrleisten.

Sch├╝tzen wir weiterhin Kinder und Jugendliche!

Viele Kinder konnten ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit finden. Mit Ihrer Hilfe k├Ânnen wir weiterhin ihr Leben verbessern.