SOS-Kinderdörfer in Kamerun

Obwohl die Situation nach Angaben des Human Development Index der Vereinten Nationen in Kamerun einen besseren Eindruck als in den meisten afrikanischen Staaten vermittelt, muss das Land noch viele Herausforderungen bew√§ltigen. Die l√§ndlichen Gebiete leiden unter Ern√§hrungsunsicherheit, und Tausende von Kindern aus marginalisierten Familien haben keinen Zugang zum Bildungssystem. Nichtsdestotrotz sind seit der Wirtschaftskrise, die das Land in den 80er Jahren ersch√ľttert hatte, deutliche Fortschritte erzielt worden.


Spiel im Freien (Foto: C. F. Ngo Biyack)

Frauen und Kinder in den l√§ndlichen Gebieten des Landes leiden ganz besonders an der weit verbreiteten Armut in Kamerun. Nahezu ein Viertel der Kinder ist m√§√üig oder stark unterern√§hrt. Kleine Kinder m√ľssen oft ihre ganze Familie versorgen, vor allem wenn die Erwerbst√§tigen an HIV/AIDS erkrankt sind.

Kinderarbeit und Kinderhandel sind im heutigen Kamerun weit verbreitet. Tausende von Kindern arbeiten unter besonders gef√§hrlichen Arbeitsbedingungen auf den Kakaoplantagen. Sie ernten den Rohstoff, der sp√§ter f√ľr die Herstellung von Schokolade in die westlichen Industrienationen exportiert wird. Die Auswirkungen der Kinderarbeit sind dramatisch. Sie f√ľhren zu einer niedrigen Einschulungsquote, hohen Schulabbrecherraten derjenigen Kinder, die √ľberhaupt eingeschult werden, und ganz allgemein zu einer schlechten geistigen und k√∂rperlichen Entwicklung.

Die Praxis der "Fremdunterbringung" ist in Kamerun eine althergebrachte Tradition. Kinder aus armen Familien werden zu reicheren Familien in die Stadtzentren geschickt, wo man ihnen als Entsch√§digung f√ľr die Hausarbeit eine Schulbildung verspricht. Die Kinder bekommen jedoch meist nicht, was ihnen versprochen wurde. Sexueller Missbrauch und k√∂rperliche Bestrafung sind ein weit verbreitetes Ph√§nomen.

Mit 131 von 1000 Lebendgeburten ist die Säuglingssterblichkeitsrate in Kamerun nach wie vor sehr hoch. Dennoch hat das Land mit 4,17 Kindern pro Frau eine relativ hohe Fertilitätsrate. Die HIV/AIDS-Pandemie zählt nach wie vor zu den größten Problemen der öffentlichen Gesundheit in Kamerun. Die landesweite Prävalenzrate ist mit 5,3 Prozent sehr hoch.

Ca. 54 000 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren sind mit HIV infiziert, und nahezu 340 000 Kinder haben ihre Eltern an HIV/AIDS verloren. Die Malaria stellt f√ľr die Kinder des Landes eine weitere schwere gesundheitliche Bedrohung dar. 30 Prozent aller Sterbef√§lle bei Kindern unter f√ľnf Jahren sind auf diese Krankheit zur√ľckzuf√ľhren. Die Regierung hat ihre Bem√ľhungen im Kampf gegen Malaria verst√§rkt und in Kampagnen zur Aufkl√§rung der √Ėffentlichkeit investiert sowie auch die Finanzmittel zur Bek√§mpfung der Krankheit erh√∂ht.

Werden Sie jetzt SOS-Pate!


Teaser-klein-2


Mit 1 Euro am Tag schenken Sie einem Kind in Not ein liebevolles Zuhause. Dar√ľber hinaus erm√∂glichen Sie Ihrem Patenkind eine Schulausbildung und damit die Chance seinen Berufswunsch zu erf√ľllen. Werden Sie jetzt SOS-Pate!

/* pageName= Kamerun pagePrefix= breadCrumb=So hilft SOS / Wo wir helfen / Afrika / Kamerun mainDomain=sos-kinderdorf.at langIdentifier=AT,de */