SOS-Kinderdorf Conakry

In Conakry lebt der Gro├čteil der Bev├Âlkerung in Not, aber Kinder sind die gr├Â├čten Opfer. Tausende weiterhin nach wie vor missbraucht und ausgebeutet.

Mehrheit der Bev├Âlkerung lebt unter unvorstellbar prek├Ąren Bedingungen


L├Ąchelnde Gesichter im Kindergarten (Foto: L. Willot
Conakry ist die Hauptstadt von Guinea und hat ca. zwei Millionen Einwohner. Die gr├Â├čte wirtschaftliche Aktivit├Ąt konzentriert sich auf den Hafen der Stadt. In 2006 und 2007 fanden in Guinea mehrere Generalstreiks statt: ein Anstieg der Lebensmittelpreise, Energieengp├Ąsse und der Verdacht auf Misswirtschaft mit den Ressourcen des Landes waren einige der Gr├╝nde f├╝r den wachsenden Unmut.

Im Jahr 2010 fanden in Guinea die ersten demokratischen Wahlen seit der 1958 erkl├Ąrten Unabh├Ąngigkeit von Frankreich statt, aber der Weg zur Demokratie war von Schwierigkeiten und ethnischen Spannungen gepr├Ągt. Die Mehrheit der Bev├Âlkerung lebt in gro├čer Unsicherheit und unter prek├Ąren Umst├Ąnden. Weite Teile der Bev├Âlkerung haben weder Wasser noch Strom. Allein in Conakry werden jeden Tag ca. zehn Morde begangen.

Die sozialen Probleme von Conakry sind zum Teil auf das rasche Bev├Âlkerungswachstum zur├╝ckzuf├╝hren – in den letzten drei├čig Jahren hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. W├Ąhrend in den meisten Landesteilen die durchschnittliche Bev├Âlkerungsdichte bei 40 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt, sind es in Conakry 2500 pro km2. Zahlreiche Menschen leben in Slums, in denen es an ├Âffentlichen Einrichtungen, medizinischer Versorgung und Schulen fehlt. Diese Lebensbedingungen haben zu erh├Âhten Verbrechensraten und sozialen Unruhen gef├╝hrt.

Kinder leiden am meisten unter der Not

Obwohl eine gesetzliche Schulpflicht und das Recht auf kostenlose Grundschulbildung eingef├╝hrt worden sind, k├Ânnen sich zahlreiche Familien die anfallenden Nebenkosten und somit den Schulbesuch ihrer Kinder nicht leisten. Die Kinderarbeit ist weit verbreitet; tausende M├Ądchen m├╝ssen als Hausangestellte unter sklaven├Ąhnlichen Bedingungen arbeiten, sind Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt, werden nicht entlohnt und k├Ânnen nicht zur Schule gehen. Der Kindesmissbrauch ist ein gro├čes Problem. Die meisten Opfer sind M├Ądchen zwischen elf und f├╝nfzehn Jahren. Obwohl das gesetzliche Heiratsalter bei 21 Jahren f├╝r M├Ąnner und 17 Jahren f├╝r Frauen liegt, sind Fr├╝hehen sehr weit verbreitet und werden meist von den Eltern arrangiert. Es gibt anhaltende Berichte ├╝ber Kinderprostitution und Kinder, die zur Verrichtung von Zwangsarbeit und illegaler Sexarbeit verschleppt werden. Dar├╝ber hinaus gibt es in Conakry tausende Stra├čenkinder, die schutzlos auf sich alleine gestellt sind.

Unsere Arbeit in Conakry


Fr├Âhliche M├Ądchen im SOS-Kinderdorf (Foto: C. Ladavicius)
Das SOS-Kinderdorf Conakry wurde 1989 er├Âffnet. Aufgrund der zunehmend schwierigen Situation in der Region und den Nachbarl├Ąndern gab es in j├╝ngster Zeit einen wachsenden Bedarf an Unterst├╝tzung in der Gemeinde. Das SOS-Familienst├Ąrkungsprogramm unserer Sozialzentren sorgt daf├╝r, dass notleidende Familien ausreichend Nahrung, Zugang zu Bildung und ├Ąrztlicher Betreuung, zu professionellen Beratungen, sanit├Ąrer Versorgung und menschenw├╝rdigen Behausungen erhalten. Dar├╝ber hinaus werden Familien bei dem Bestreben unterst├╝tzt, ein gesichertes und regelm├Ą├čiges Haushaltseinkommen zu erwirtschaften. Daf├╝r organisieren wir Schulungen, helfen bei der Arbeitssuche und bei der Einkommensf├Ârderung. Daneben gibt es ein Programm zur Alphabetisierung von Frauen. ├ťber 500 Kinder und Familien z├Ąhlen derzeit zu den Beg├╝nstigten.

Bis zu 110 Kinder aus der Region, die nicht l├Ąnger bei ihren Familien leben k├Ânnen, finden in 11 SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M├╝ttern f├╝rsorglich betreut. Die Kinder aus den SOS-Familien besuchen den SOS-Kindergarten zusammen mit den Kindern aus der Gemeinde, schlie├čen Freundschaften und sind daher bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert. Im Kindergarten gibt es ein Klassenzimmer, in dem Kinder nach der Montessori-Methode unterrichtet werden. ├ťber 700 Sch├╝lerInnen besuchen die Prim├Ąr- und Sekundarstufe der SOS-Hermann-Gmeiner-Schule.
Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren m├Âchten, k├Ânnen in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen. Begleitet durch qualifizierte Fachkr├Ąfte k├Ânnen sie sich auf ein Leben in Selbst├Ąndigkeit vorbereiten und erhalten Unterst├╝tzung bei der Suche nach Arbeit oder einem Ausbildungsplatz



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