SOS-Kinderdorf Tema

SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten können (Foto: SOS-Kinderdorf in Ghana).

Tema liegt an der Atlantikküste Ghanas und hat etwa 160.000 Einwohner*innen. Es ist der wichtigste Seehafen Ghanas und Standort einiger großer Industrieanlagen. In den vergangenen Jahrzehnten zog das viele Menschen aus dem ganzen Land an, die hier Arbeit und bessere Lebensbedingungen suchten. Die Stadt war jedoch nicht in der Lage, diesen Zustrom von Menschen zu bewältigen, und ist durch tiefe Ungleichheiten gekennzeichnet. Viele Menschen haben keine Arbeit, keine angemessene Unterkunft und keine sanitären Einrichtungen. Unter diesen Umständen gibt es unzählige Kinder, die arbeiten anstatt zur Schule zu gehen.

Seit 1974 unterstützt SOS-Kinderdorf in Tema Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich für ihre Rechte ein.

20.000
Fälle von vermeidbaren Krankheiten in Ghana

Begrenzte Immunisierung

Viele Menschen in Tema leben in ärmlichen Verhältnissen, haben keine angemessenen Unterkünfte, keinen Zugang zu fließendem Wasser und keine sanitären Einrichtungen. Infolgedessen ist die Verbreitung von Krankheiten ein häufiges Problem. Die ghanaische Regierung hat wichtige Schritte unternommen, um sicherzustellen, dass Kinder geimpft werden. Dennoch sind viele Kinder, vor allem in den dicht besiedelten städtischen Gebieten, nicht geimpft und werden schon in jungen Jahren einer Reihe von Krankheiten ausgesetzt. Jedes Jahr gibt es etwa 20.000 gemeldete Fälle von vermeidbaren Krankheiten wie Masern oder Mumps.

76%
der Haushalte haben keinen Zugang zu Trinkwasser

Infrastruktur

Wie in anderen Regionen Ghanas haben auch in der Stadt Tema einige ärmere Gebiete keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder angemessenen sanitären Einrichtungen. Es wurden einige Fortschritte erzielt, um sicherzustellen, dass Kinder und Familien Zugang zu sicherem Trinkwasser haben, allerdings besteht für rund 76 % der Haushalte in Ghana die Gefahr, dass ihr Trinkwasser mit Fäkalien verunreinigt ist. Die verschiedenen Ansätze und Maßnahmen im Bereich der städtischen Basissanitärversorgung werden nicht wirksam koordiniert und überwacht. Das hat zur Folge, dass der Zugang zu Toiletten und anderen Hygieneeinrichtungen begrenzt ist. Dadurch sind Kinder einem größeren Risiko ausgesetzt, sich mit Infektionskrankheiten anzustecken.

Ihre Unterstützung macht einen Unterschied für die Kinder in Tema

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterstützung anzubieten, das den örtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
290
Familien
können zusammenbleiben
850
Kinder
lernen in unseren Kindergärten und Schulen
1.220
Gesundheits-leistungen
wurden erbracht
90
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
70
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
Ein junger Mensch und seine Betreuerin. Die Kinder in unserer Obhut wachsen zusammen auf und knüpfen oft Bindungen, die ein Leben lang halten (Foto: SOS-Kinderdorf in Ghana).

Was Ihre Unterstützung in Tema bewirkt

Vulnerable Familien und Gemeinden werden gestärkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es für sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterstützung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das können Workshops über Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die nötigen Fähigkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Außerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen können.
Hochwertige Bildung wird ermöglicht
SOS-Kinderdorf sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu hochwertiger Bildung haben. Wir bieten ihnen ein sicheres und unterstützendes Umfeld, damit sie lernen und sich entwickeln können. Lehrer*innen werden zu Kinderrechten und kindgerechtem Lernen geschult, damit jedes Kind das Beste aus seiner Bildung machen kann. Kleine Kinder verbringen im Kindergarten Zeit mit Spielen und Lernen und werden so auf die Grundschule vorbereitet.
Medizinische Versorgung
In Gebieten mit begrenzter medizinischer Versorgung bietet SOS-Kinderdorf medizinische Beratung und Hilfe an. Dazu zählen auch Präventivmaßnahmen wie ärztliche Untersuchungen und Impfprogramme. Die meisten Patient*innen, die sich an uns wenden, stammen aus ansässigen Familien, die sich eine Behandlung sonst nicht leisten könnten.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder können auch mit zusätzlicher Unterstützung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier können sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer möglich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zurückkehren können, helfen wir ihnen, sich an diese Veränderung anzupassen.