SOS-Kinderdorf Bakoteh

SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k√∂nnen (Foto: SOS-Kinderdorf in Gambia).

Bakoteh ist ein Bezirk in der Stadt Serekunda, der gr√∂√üten Stadt Gambias. Serekunda liegt an der K√ľste und ist Teil des Gro√üraums Banjul. Da Banjul durch seine Lage begrenzt ist (es liegt zwischen dem Meer und der M√ľndung des Gambia-Flusses), ziehen viele Menschen, die in Banjul arbeiten wollen, nach Serekunda. Das hat in den letzten Jahren zu einem starken Anstieg der Bev√∂lkerung gef√ľhrt. Gegenw√§rtig leben in diesem Gebiet rund 340.000 Menschen.

Seit 1982 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Bakoteh Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f√ľr ihre Rechte ein.

19%
der Mädchen bekommen vor dem 18. Lebensjahr ein Kind

Fr√ľhe Schwangerschaft

Auch wenn die Zahl der Fr√ľhschwangerschaften in Gambia in den letzten Jahren stetig zur√ľckgegangen ist, ist die Rate immer noch hoch: 19 % der M√§dchen bekommen ein Kind, bevor sie 18 Jahre alt sind. In vielen Aspekten des Lebens in Gambia besteht ein erhebliches Gef√§lle zwischen der st√§dtischen und der l√§ndlichen Bev√∂lkerung. In l√§ndlichen Gebieten werden fast doppelt so viele M√§dchen vor dem 18. Lebensjahr schwanger wie in st√§dtischen. Viele M√§dchen, die in jungen Jahren schwanger werden, m√ľssen die Schule abbrechen, was sich negativ auf ihre Bildung, ihren Lebensunterhalt und ihre Gesundheit auswirkt.

16%
der Kinder sind von Kinderarbeit betroffen

Von Zwangsarbeit bedrohte Kinder

Kinderarbeit ist in Gambia weit verbreitet. In Banjul, wo sich Bakoteh befindet, verkaufen Kinder vielleicht Zeitungen, waschen Autos oder betteln auf der Straße, während in den ländlicheren Gebieten Kinder meist in der Landwirtschaft arbeiten. Viele Kinder, die Kinderarbeit verrichten, brechen die Schule ab, weil die Familien der Meinung sind, dass sie ihre Zeit besser damit verbringen sollten, Geld zu verdienen, um das Überleben der Familie zu sichern. In Gambia gibt es einen gesetzlichen Rahmen gegen Kinderarbeit, der jedoch nicht strikt durchgesetzt wird.

Ihre Unterst√ľtzung macht einen Unterschied f√ľr die Kinder in Bakoteh

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst√ľtzung anzubieten, das den √∂rtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
260
Familien
können zusammenbleiben
2.500
Kinder
lernen in unseren Kindergärten und Schulen
34.980
Gesundheits-leistungen
wurden erbracht
60
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
50
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
SOS-Kinderdorf ist der Meinung, dass Geschwister zusammen mit ihrer Familie aufwachsen sollten. Wenn das nicht m√∂glich ist, k√ľmmern wir uns um sie, indem wir ihnen ein sicheres Umfeld bieten (Foto: SOS-Kinderdorf in Gambia).

Was Ihre Unterst√ľtzung in Bakoteh bewirkt

Vulnerable Familien und Gemeinden werden gestärkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f√ľr sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k√ľmmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst√ľtzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k√∂nnen Workshops √ľber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n√∂tigen F√§higkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr√ľnden. Au√üerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k√∂nnen.
Hochwertige Bildung wird ermöglicht
SOS-Kinderdorf sorgt daf√ľr, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu hochwertiger Bildung haben. Wir bieten ihnen ein sicheres und unterst√ľtzendes Umfeld, damit sie lernen und sich entwickeln k√∂nnen. Lehrer*innen werden zu Kinderrechten und kindgerechtem Lernen geschult, damit jedes Kind das Beste aus seiner Bildung machen kann. Kleine Kinder verbringen im Kindergarten Zeit mit Spielen und Lernen und werden so auf die Grundschule vorbereitet.
Medizinische Versorgung wird gewährleistet
In Gebieten mit begrenzter medizinischer Versorgung bietet SOS-Kinderdorf medizinische Beratung und Hilfe an. Dazu zählen auch Präventivmaßnahmen wie ärztliche Untersuchungen und Impfprogramme. Die meisten Patient*innen, die sich an uns wenden, stammen aus ansässigen Familien, die sich eine Behandlung sonst nicht leisten könnten.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder k√∂nnen auch mit zus√§tzlicher Unterst√ľtzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k√∂nnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m√∂glich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur√ľckkehren k√∂nnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver√§nderung anzupassen.