SOS-Kinderdörfer in Gambia

SOS-Kinderdorf sorgt daf√ľr, dass Kinder die Betreuung, den Schutz und die Beziehungen haben, die sie f√ľr eine bestm√∂gliche Entwicklung brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in Gambia)

Gambia ist ein kleines Land in Westafrika. Es grenzt an den Atlantischen Ozean, ist aber ansonsten von seinem Nachbarland Senegal umgeben. Mit rund 2,4 Millionen Einwohner*innen ist es eines der kleinsten, aber am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Städten und umliegenden Regionen. Die Wirtschaft wird von der Landwirtschaft dominiert.

Seit 1982 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Gambia Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen m√ľssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Gefährdete Kinder

In Gambia gibt es eine sehr gro√üe Jugendbev√∂lkerung. Rund 43 % sind unter 14 Jahre alt. Das Land ist jedoch immer noch von traditionellen Ansichten und √úberzeugungen gepr√§gt, die manchmal in krassem Gegensatz zu den Idealen der Kinder-rechte und des Kinderschutzes stehen. Kinder sind h√§ufig mit sch√§dlichen traditionellen Praktiken, Fr√ľhverheiratung und Schwangerschaft, sexuellem Missbrauch und Ausbeutung, Kinderhandel und k√∂rperlicher oder psychischer Misshandlung konfrontiert. √úber diese Themen wird oft nicht offen gesprochen, was bedeutet, dass viele Kinder weiterhin im Stillen leiden.
48%
der Bevölkerung lebt in Armut

Weit verbreitete Armut

In den letzten Jahren ist das Ausma√ü der Armut in Gambia unver√§ndert geblieben oder hat sich sogar noch verschlimmert. Gr√ľnde daf√ľr sind Krisen wie der Ebola-Ausbruch 2015 oder durch den Klimawandel bedingte extreme Wetterereignisse wie D√ľrren und √úberschwemmungen. 48 % der Bev√∂lkerung leben in Armut. Dieses hohe Armutsniveau bedeutet einen unzureichenden Zugang zu grundlegenden Gesundheits- und Bildungsdiensten und hindert Kinder daran, ihr Potenzial voll auszusch√∂pfen.

89%
der Kinder erfahren körperliche Bestrafung

Gewalt gegen Kinder

Viele Menschen in Gambia halten immer noch an traditionellen √úberzeugungen fest. Viele glauben, dass k√∂rperliche Z√ľchtigung der Kinder akzeptabel ist. Infolgedessen erleben 89 % der Kinder k√∂rperliche Gewalt. K√∂rperliche Z√ľchtigung zu Hause ist die h√§ufigste Form der Gewalt gegen Kinder. Das kann besonders in jungen Jahren sch√§dlich sein, da ein erh√∂htes Risiko f√ľr k√∂rperliche Verletzungen und seelische Sch√§den besteht. Kinder sind nicht in der Lage, die Motivation hinter der Tat zu verstehen oder Bew√§ltigungs-strategien zu entwickeln.

10%
der Kinder leiden an akuter Unterernährung

Unterernährung

Die Ern√§hrungsunsicherheit hat in den letzten f√ľnf Jahren aufgrund schwacher Nahrungsmittel-produktionssysteme und einer Zunahme von D√ľrren und √úberschwemmungen zugenommen. Rund 10 % der Kinder leiden an akuter Unterern√§hrung, w√§hrend etwa 23 % unter Wachstums- und Entwicklungsst√∂rungen leiden und f√ľr ihr Alter zu klein sind. Gambia produziert nur 50 % der ben√∂tigten Nahrungsmittel und ist in hohem Ma√üe von Nahrungsmittelimporten abh√§ngig.

Zusammen k√∂nnen wir etwas f√ľr die Kinder in Gambia ver√§ndern

530
Familien
können zusammenbleiben
1.760
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterst√ľtzt
3.230
Kinder
lernen in unseren Kindergärten und Schulen
34.980
Gesundheits-leistungen
wurden erbracht
90
Kinder
wachsen in unserer Obhut auf
120
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
"Ich m√∂chte an der Universit√§t von Gambia studieren. Mein Wunsch ist es, √Ąrztin zu werden, damit ich die Situation meiner Familie √§ndern kann, wenn ich erwachsen bin, und meinen Vater stolz mache", sagt Mildred. Mildreds Vater ermutigt sie immer, und heute zahlt sich ihre harte Arbeit aus (Foto: SOS-Kinderdorf in Gambia).

Zusammenarbeit f√ľr nachhaltige Entwicklung

2015 verpflichteten sich 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen hinzuarbeiten. Dieser 15-Jahres-Plan hat das Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern, Armut zu beenden, Ungleichheit zu bek√§mpfen und unseren Planeten zu sch√ľtzen.
ZIEL 1: Armut beenden
SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Familien und Gemeinden, damit die Familien zusammenbleiben und aus dem Kreislauf der Armut ausbrechen k√∂nnen.
ZIEL 4: Hochwertige Bildung f√ľr alle
Alle Kinder und Jugendlichen, die SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt, haben Zugang zu Bildung - vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung oder Universit√§t.
ZIEL 8: Gleiche berufliche Chancen f√ľr alle
SOS-Kinderdorf hilft jungen Menschen, Fähigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln, um gute Arbeit zu finden, und bildet Eltern aus, damit sie ein stabiles Einkommen haben können.
ZIEL 10: Ungleichheiten abbauen
SOS-Kinderdorf setzt sich f√ľr die Sicherheit der Kinder ein, indem wir friedliche und integrative Gemeinschaften f√∂rdern. Wir bieten Schulungen zu Kinderrechten und positiver Erziehung an.
ZIEL 16: Frieden und Inklusion fördern
Wir setzen uns f√ľr Gesetze und Regelungen ein, die soziale Inklusion und Schutz f√ľr Kinder und Jugendliche ohne elterliche Betreuung oder aus prek√§ren Haushalten gew√§hrleisten.

Sch√ľtzen wir weiterhin Kinder und Jugendliche!

Viele Kinder konnten ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit finden. Mit Ihrer Hilfe können wir weiterhin ihr Leben verbessern.