SOS-Kinderd├Ârfer in ├äquatorialguinea

SOS-Kinderdorf sorgt daf├╝r, dass Kinder die Betreuung, den Schutz und die Beziehungen haben, die sie f├╝r eine bestm├Âgliche Entwicklung brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in ├äquatorialguinea)

Mit rund 1,4 Millionen Einwohner*innen ist die Republik ├äquatorialguinea eines der kleinsten L├Ąnder Afrikas. Sie liegt an der Westk├╝ste Afrikas, eingebettet zwischen Kamerun und Gabun. Das Land ist reich an nat├╝rlichen Ressourcen wie Gold, Diamanten und ├ľl und war einst eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Afrikas. Leider kam nur wenig von dem durch das ├ľl erwirtschafteten Reichtum bei der Bev├Âlkerung an, und die Mehrheit lebt in Armut.

Seit 1996 unterstützt SOS-Kinderdorf in Äquatorialguinea Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Gef├Ąhrdete Kinder

In ├äquatorialguinea sind etwa 60 % der Bev├Âlkerung unter 25 Jahre alt. Viele Kinder werden erst sp├Ąt eingeschult und gehen nicht regelm├Ą├čig zur Schule. Die Abbrecherquote ist hoch. Infolgedessen verf├╝gen viele junge Menschen nicht ├╝ber die erforderlichen F├Ąhigkeiten, um einen Arbeitsplatz zu finden. Eine gro├če Zahl von Menschen lebt in ├äquatorialguinea mit HIV. Obwohl viele Jugedliche betroffen sind, haben sie weniger Zugang zu HIV-Pr├Ąvention und Behandlung als Erwachsene.
62.000
Menschen leben mit HIV

Hohe HIV-Raten

HIV ist in ├äquatorialguinea sehr verbreitet. Die Vereinten Nationen sch├Ątzen, dass etwa 7 % der Bev├Âlkerung daran leiden. Frauen sind st├Ąrker betroffen als M├Ąnner. Die Zahl der Menschen, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, ist in den letzten Jahren zur├╝ckgegangen. Im Jahr 2019 konnten nur 14 % der Kinder und 50 % der schwangeren Frauen, die mit HIV leben, eine solche Behandlung erhalten (im Vergleich zu 16 % und 90 % im Jahr 2016). Das zeigt auch, dass Kinder und Jugendliche weit weniger Zugang zur Behandlung haben als Erwachsene.

83%
der Grundschulen fehlt sauberes Trinkwasser

Sanit├Ąre Einrichtungen

Der Zugang zu Wasser-, Sanit├Ąr- und Hygieneeinrichtungen (WASH) in Schulen ist schlecht. ├ťber 83 % der Vor- und Grundschulen verf├╝gen nicht ├╝ber sauberes Trinkwasser, und ├╝ber 35 % haben keine Latrinen. Das ist besorgniserregend, denn um die Kinder in der Schule zu halten, m├╝ssen die Bedingungen f├╝r sauberes Trinkwasser und angemessene Toiletten erheblich verbessert werden.

82
Kinder (pro 1000 Lebendgeburten) sterben, bevor sie 5 Jahre alt sind

Kindersterblichkeit

Die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter f├╝nf Jahren ist im Vergleich zu anderen L├Ąndern mit mittlerem Einkommen sehr hoch. Die Hauptursachen daf├╝r sind nach wie vor Malaria, akute Atemwegs-infektionen und Durchfall-erkrankungen. Die Zahl der Todesf├Ąlle k├Ânnte durch einen besseren Zugang zu Trinkwasser und Toiletten verringert werden. Au├čerdem werden nur wenige gegen vermeidbare Krankheiten geimpft. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter f├╝nf Jahren spiegelt auch die sozialen, wirtschaftlichen und ├Âkologischen Bedingungen wider, unter denen Kinder leben.

Zusammen k├Ânnen wir etwas f├╝r die Kinder in ├äquatorialguinea ver├Ąndern

1.150
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterst├╝tzt
1.230
Kinder
lernen in unseren Kinderg├Ąrten und Schulen
17.090
Gesundheits-leistungen
wurden erbracht
80
Kinder
wachsen in unserer Obhut auf
60
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstst├Ąndigkeit begleitet
SOS-Kinderdorf in ├äquatorialguinea unterst├╝tzt Familien in der Gemeinde, damit ihre Kinder unter besseren Bedingungen leben k├Ânnen. Marisol und ihre Familie sind eine von vielen, denen SOS-Kinderdorf hilft. Sie haben mit einigen finanziellen Schwierigkeiten zu k├Ąmpfen, aber sie bem├╝hen sich sehr, ├╝ber die Runden zu kommen. ÔÇťIch habe von der finanziellen Unterst├╝tzung f├╝r meine Ausbildung profitiert, aber ich habe auch viel gelernt", sagt Marisol (Foto: SOS-Kinderdorf in ├äquatorialguinea).

Zusammenarbeit f├╝r nachhaltige Entwicklung

2015 verpflichteten sich 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen hinzuarbeiten. Dieser 15-Jahres-Plan hat das Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern, Armut zu beenden, Ungleichheit zu bek├Ąmpfen und unseren Planeten zu sch├╝tzen.
ZIEL 1:Armut beenden
SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Familien und Gemeinden, damit die Familien zusammenbleiben und aus dem Kreislauf der Armut ausbrechen k├Ânnen.
ZIEL 4:Hochwertige Bildung f├╝r alle
Alle Kinder und Jugendlichen, die SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt, haben Zugang zu Bildung - vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung oder Universit├Ąt.
ZIEL 8:Gleiche berufliche Chancen f├╝r alle
SOS-Kinderdorf hilft jungen Menschen, F├Ąhigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln, um gute Arbeit zu finden, und bildet Eltern aus, damit sie ein stabiles Einkommen haben k├Ânnen.
ZIEL 10:Ungleichheiten abbauen
SOS-Kinderdorf setzt sich f├╝r die Sicherheit der Kinder ein, indem wir friedliche und integrative Gemeinschaften f├Ârdern. Wir bieten Schulungen zu Kinderrechten und positiver Erziehung an.
ZIEL 16:Frieden und Inklusion f├Ârdern
Wir setzen uns f├╝r Gesetze und Regelungen ein, die soziale Inklusion und Schutz f├╝r Kinder und Jugendliche ohne elterliche Betreuung oder aus prek├Ąren Haushalten gew├Ąhrleisten.

Sch├╝tzen wir weiterhin Kinder und Jugendliche!

Viele Kinder konnten ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit finden. Mit Ihrer Hilfe k├Ânnen wir weiterhin ihr Leben verbessern.