UKRAINE
Rückführungen
Der Krieg in der Ukraine bedeutet für Kinder besonders großes Leid. SOS-Kinderdorf hat nach Ausbruch des Krieges 2022 nicht gezögert. In Zusammenarbeit mit dem Land Tirol hat SOS-Kinderdorf knapp 100 Kinder und Jugendliche aus ukrainischen Betreuungseinrichtungen gemeinsam mit ihren Betreuer*innen in Unterkünften in Innsbruck und Imst aufgenommen.
Seither werden die ukrainischen Kinder von den ukrainischen und österreichischen Kolleg*innen gemeinsam betreut. Die Obsorge für die Kinder und damit wesentliche Entscheidungen über die Kinder liegen weiterhin beim ukrainischen Staat.
Etwas über 30 Kinder wurden mittlerweile in die Ukraine rückgeführt. Diese Rückführungen erfolgten nach Ansuchen der ukrainischen Behörden. Diese Fälle wurden geprüft und zu diesem Zeitpunkt auch von SOS-Kinderdorf im Sinne des Kindeswohls empfunden. Gleichzeitig stehen wir Rückführungen und Adoptionen in die Ukraine sehr kritisch gegenüber. Wir erachten es als dringend notwendig, für jedes einzelne Kind äußerst sorgfältig zu prüfen, was im besten Interesse des Kindes ist – pauschale Rückführungen sind mit dem Kindeswohl nicht vereinbar.
Wichtige Fragen und Antworten
Wir stehen Rückführungen und Adoptionen in die Ukraine sehr kritisch gegenüber. Wir erachten es als dringend notwendig, für jedes einzelne Kind äußerst sorgfältig zu prüfen, was im besten Interesse des Kindes ist – pauschale Rückführungen sind mit dem Kindeswohl nicht vereinbar.
Als Organisation, die sich für Kinderschutz einsetzt, müssen wir darauf bestehen, dass auch geprüft wird, welche Perspektiven die Kinder nach einer Rückkehr erwartet. In Anbetracht der gefährlichen Situation und der problematischen Infrastruktur in der Ukraine ist die Lebenssituation vor Ort für Kinder äußerst problematisch.
Verantwortlich dafür, das Kindeswohl zu prüfen, ist die Kinder und Jugendhilfe des zuständigen Bundeslandes.
Diese Rückführungen erfolgten nach Ansuchen der ukrainischen Behörden. Die Kinder sind zum Teil zu ihrer Herkunftsfamilie zurückgekehrt (Eltern oder Großeltern), Jugendliche zum Teil im Rahmen einer Ausbildung. In allen bisher begleiteten Rückführungen haben wir unsere fachliche Einschätzung abgegeben – und keine Rückführung unterstützt, die wir nicht vertreten konnten. Wir bringen in Abstimmung mit der der Kinder- und Jugendhilfe unsere pädagogische und psychologische Fachkompetenz ein. Über die ukrainischen Betreuerinnen halten wir mit den Kindern und Jugendlichen den Kontakt aufrecht.
SOS-Kinderdorf erachtet es als notwendig, für jedes einzelne Kind äußerst sorgfältig zu prüfen, was in seinem besten Interesse ist – pauschale Rückführungen sind mit dem Kindeswohl nicht vereinbar.
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