26.06.26 |  Reformkommission

SOS–Kinderdorf erhält Bericht der unabhängigen Reformkommission

SOS-Kinderdorf Österreich dankt allen Beteiligten für intensive Arbeit. Erste Stellungnahme und Umsetzungsschritte von SOS-Kinderdorf am 29. Juli 2026

SOS-Kinderdorf Österreich begrüßt die Vorlage des Berichts der unabhängigen Reformkommission unter der Leitung von Dr.in Irmgard Griss, der heute an Dr.in Carolin Porcham, Geschäftsführerin SOS-Kinderdorf Österreich und Dr. Friedrich Santner, Aufsichtsratsvorsitzender von SOS-Kinderdorf Österreich übergeben wurde.

Die Reformkommission wurde im Oktober 2025 von Geschäftsführung und Aufsichtsrat beauftragt, die bisherigen Aufarbeitungs-, Kommunikations- und Reformmaßnahmen an den Standorten Moosburg und Imst sowie in der Gesamtorganisation kritisch zu überprüfen, deren Wirksamkeit zu bewerten und Empfehlungen für weitere strukturelle, organisatorische und prozessuale Verbesserungen auszuarbeiten. Für ihre Arbeit erhielt die Kommission uneingeschränkten Zugang zu allen relevanten Unterlagen und führte Gespräche sowie Interviews nach eigenem Ermessen.

Carolin Porcham, Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf Österreich. "Wir haben ein Koordinationsteam aus unterschiedlichen Kompetenzbereichen bei SOS-Kinderdorf zusammengestellt, das ab sofort beginnt, sich mit den Inhalten des Reformberichts auseinanderzusetzen. Aufgrund des umfassenden Berichts werden wir für die fachliche Analyse und Priorisierung der ersten Maßnahmen etwas Zeit benötigen. Wir haben uns den 29. Juli als Termin gesetzt, an dem wir einen Zwischenbericht geben werden und über die nächsten Schritte der Umsetzung informieren."
 

Umfassender Erneuerungsprozess

Mit der Mandatsvereinbarung hat sich SOS-Kinderdorf verpflichtet, die Empfehlungen der Kommission eigenverantwortlich zu bewerten und die erforderlichen Umsetzungsschritte einzuleiten. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, welchen Beitrag die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Kindern, Jugendlichen und Familien leisten können.

Friedrich Santner, Aufsichtsratsvorsitzender von SOS-Kinderdorf: "Wir befinden uns in einem umfassenden Erneuerungsprozess und werden alles dafür tun, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und neue Maßstäbe in der Betreuung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen zu setzen."
 

Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Familien

Während die Vergangenheit konsequent aufgearbeitet wird, sorgen Mitarbeiter*innen tagtäglich für Stabilität, Sicherheit und verlässliche Begleitung. Die Betreuung von 1.900 Kinder und Jugendlichen in den stationären Einrichtungen von SOS-Kinderdorf Österreich ist sichergestellt. Darüber hinaus werden tausende junge Menschen und ihre Familien in den mobilen Angeboten präventiv beraten und begleitet. Die Arbeit von SOS-Kinderdorf geht uneingeschränkt weiter.

Um Kindern und Jugendlichen in Österreich auch künftig die bestmögliche Unterstützung zu bieten, braucht es das Zusammenspiel aller Kräfte: eine ausreichende Finanzierung durch die öffentliche Hand, österreichweit einheitliche Standards in der Kinder- und Jugendhilfe, Trägerorganisationen, die Kinderschutz konsequent leben und weiterentwickeln, sowie die Unterstützung engagierter Spender*innen.
 

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