Maßnahme 5: Kinderrechte leben und Beteiligung verbindlich machen
Kinder und Jugendliche sind nicht nur zu schützen, sondern Rechtsträger*innen und Mitgestaltende ihres Lebensumfelds. Bestehende Foren und Kinderparlamente sollen zu österreichweit verbindlichen Standards und wirksamen Einflussmöglichkeiten weiterentwickelt werden.
Kinderschutz und Kinderrechte gehören zusammen. Kinder und Jugendliche müssen nicht nur wissen, was mit ihnen geschieht, sondern sie sollen ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten können – im Alltag, bei Regeln, bei Beschwerden und bei der Weiterentwicklung unserer Angebote. Beteiligungsforen und Kinderparlamente bestehen bereits. Jetzt erheben wir österreichweit, wo Beteiligung tatsächlich wirkt und wo sie lückenhaft ist, evaluieren Beschwerdewege und entwickeln mit externer Begleitung und gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen verbindliche Standards und neue innovative Wege wirksamer Beteiligung. Langfristig soll daraus auch ein österreichweiter Kinder- und Jugendbeirat entstehen.
SOS-Kinderdorf
Worauf wir aufbauen können:
- Beteiligung ist eine der vier Grundsäulen unserer pädagogischen Arbeit und seit vielen Jahren gelebte Praxis in unseren Angeboten.
- Beteiligungsstrukturen und interne wie externe Beschwerdekanäle bestehen an allen Standorten. Der Reformbericht zeigt zugleich Potenzial, diese stärker zu bündeln, weiterzuentwickeln und österreichweit noch verbindlicher zu gestalten.
Was wir in den vergangenen Monaten bereits getan haben:
- Der Aufsichtsrat hat die Entwicklung eines organisationsweiten Konzepts zur Kinder- und Jugendbeteiligung beauftragt. Die konzeptionellen Arbeiten dazu wurden bereits aufgenommen.
Nächste Schritte, die wir nun setzen:
- Wir starten ein mehrjähriges Projekt zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Kinder- und Jugendbeteiligung in allen Angeboten von SOS-Kinderdorf. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entwickeln wir österreichweit verbindliche Beteiligungsstandards und stärken
bestehende Beteiligungsstrukturen nachhaltig.- Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen werden wir erheben, wie Beteiligung im Alltag tatsächlich erlebt wird und wo Verbesserungen notwendig sind. Gleichzeitig überprüfen wir, ob Beschwerdewege ausreichend bekannt, transparent und niederschwellig sind und ob unsere Mitarbeitenden über das notwendige Wissen, die Haltung und die Methoden verfügen, um Beteiligung wirksam zu ermöglichen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung unserer Beteiligungsstrukturen ein.
- Zeitschiene: Kick-off bis Ende 2026