Kinderrechte

Kinder und Jugendliche haben besondere Rechte. Kinderrechte anerkennen und schützen, ist unser Auftrag.

Was sind Kinderrechte?

Kinderrechte gelten für Kinder und jungen Menschen unter 18 Jahren. Diese Rechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention niedergeschrieben.

Die Vertragsstaaten haben sich dazu verpflichtet, Kinderrechte national umzusetzen – etwa durch Verabschiedung von Gesetzen zum Schutz und zur Stärkung der Rechte junger Menschen, Prüfung der Einhaltung von Kinderrechtstandards oder der Stärkung politischer Beteiligung junger Menschen.

Die vier Grundprinzipien
der Kinderrechte

Vorrang des Kindeswohls

 

 

Recht auf Gleichbehandlung / Verbot von Diskriminierung

 

Recht auf Förderung & Entwicklung

 

 

Recht auf Mitsprache & Beteiligung

 

 

Welche Kinderrechte gibt es?

Die UN-Kinderrechtskonvention beinhaltet umfangreiche Schutz-, Versorgungs- und Beteiligungsrechte. Einige dieser Kinderrechte möchten wir hier vorstellen.

Wir setzen uns für
Kinderrechte ein

Die Kinderrechte anzuerkennen und zu leben ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Damit die Kinderrechte nicht nur am Papier bestehen, setzt sich SOS-Kinderdorf dafür ein, dass alle die Kinderrechte kennen und sich für ihre Einhaltung stark machen – innerhalb und außerhalb von SOS-Kinderdorf, von Kindern und Jugendlichen, über Eltern und PädagogInnen bis hin zu PolitikerInnen.

 

Wir informieren die Politik und die Öffentlichkeit auch, wenn die Kinderrechte gefährdet sind. Ob zum Schutz von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, zur Bekämpfung der Kinderarmut oder zum Schutz vor Gewalt – wir melden uns dort zu Wort, wo wir die Rechte von Kindern und Jugendlichen gefährdet oder verletzt sehen.

 

Katrin Grabner von unserer Advocacy-Abteilung ist Expertin für Kinderrechte. Sie spricht über Ihre Vision und was PolikterInnen von Kindern und Jugendlichen lernen können.

Mehr zu Advocacy

Wir melden uns dort zu Wort, wo wir die Rechte von Kindern und Jugendlichen gefährdet oder verletzt sehen.  

Mitbestimmung

Uns ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche bei Fragen, die ihren Lebensalltag betreffen, mitreden und mitbestimmen können. Beteiligung ist nicht nur ein Kinderrecht, sondern auch eine der vier pädagogischen Säulen von SOS-Kinderdorf und ein zentraler Grundwert.

Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche & MitarbeiterInnen

Eigens ernannte Beteiligungsbeauftragte für Kinder, Jugendliche und MitarbeiterInnen. Sie achten darauf, dass alle Beteiligten bei SOS‐Kinderdorf informiert sind und wissen, wie Beteiligung im Alltag funktionieren soll. An immer mehr Standorten gibt es zudem Kinder‐ und JugendsprecherInnen, die die Meinungen der Kinder und Jugendlichen vertreten und an die Erwachsenen herantragen.

Workshops

Unsere Advocacy-Abteilung bietet Workshops für unterschiedliche Altersgruppen zu Kinderrechten und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Alltag an.

Informationsaustausch

Wir informieren die Politik und Öffentlichkeit, wenn die Kinderrechte gefährdet sind. In Positionspapieren, Gesetzesbegutachtungen, Gesprächen, Vorträgen, Presseaussendungen, auf Sozialen Medien und in öffentlichen Kampagnen.

Fragen und Antworten

zu Kinderrechten

Kinderrechte sind eine besondere Gruppe von Menschenrechten, die für alle jungen Menschen unter 18 Jahre gelten. Niedergeschrieben sind die Kinderrechte in der UN-Kinderrechtskonvention, die 1989 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde.

Die Vertragsstaaten, darunter auch Österreich, haben sich verpflichtet, die Kinderrechte national umzusetzen – etwa durch Verabschiedung von Gesetzen, Bewusstseinsbildung, Schaffen von Strukturen und Institutionen zum Schutz und zur Stärkung der Rechte junger Menschen, Prüfung der Einhaltung von Kinderrechtstandards oder der Stärkung politischer Beteiligung junger Menschen.

Die UN-Kinderrechtskonvention beinhaltet umfangreiche Schutz-, Versorgungs- und Beteiligungsrechte – vom Recht auf Bildung über das Recht auf Schutz vor Gewalt bis hin zum Recht auf Gesundheit. Die vier Grundprinzipien der Konvention sind: der Vorrang des Kindeswohls, das Recht auf Gleichbehandlung (Verbot der Diskriminierung), das Recht auf Förderung und Entwicklung und das Recht auf Mitsprache und Beteiligung. Den Text der UN-Kinderrechtskonvention finden Sie hier.

Die Kinderrechte gelten für alle Personen unter 18 Jahren. Das heißt, immer wenn die UN-Kinderrechtskonvention von einem „Kind“ spricht, sind alle Minderjährigen gemeint, während umgangssprachlich und im nationalen Recht oft Kinder, Jugendliche, unmündige und mündige Minderjährige unterschieden werden. Die Kinderrechte gelten aber für alle unter 18 Jahren.

Die UN-Kinderrechtskonvention berücksichtigt bei der Ausgestaltung der Kinderrechte allerdings das individuelle Alter und die Reife eines Kindes. Zum Beispiel steht in Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention: „Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“ Auch das nationale österreichische Recht knüpft oft an die individuelle Reife oder an bestimmte Altersschwellen an: So braucht es für medizinische Heilbehandlungen die Zustimmung des einsichts- und urteilsfähigen Kindes oder müssen Kinder ab fünf Jahren in Obsorgeverfahren angehört werden. 16-Jährige dürfen zudem schon politische VertreterInnen wählen. All das sind Ausgestaltungen des Kinderrechts auf Beteiligung, das für alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren gilt – aber eben unter Berücksichtigung ihres Alters und ihrer Reife.

Österreich hat die Kinderrechtskonvention 1992 ratifiziert und sich damit verpflichtet, die Kinderrechte auch national umzusetzen. An welchen Stellen es hier noch hakt wird im ergänzenden Bericht zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention aufgezeigt.

Kinderrechte und Beteiligung anzuerkennen und zu leben ist unser Auftrag. Uns ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche bei Fragen, die ihren Lebensalltag betreffen, mitreden und mitbestimmen können. Beteiligung ist ein Kinderrecht und als eine der vier pädagogischen Säulen von SOS-Kinderdorf ein zentraler Grundwert unserer Arbeit. Die Themen der Kinder und Jugendlichen bringt die Advocacy-Abteilung auch in den gesellschaftspolitischen Diskurs ein: Wir informieren die Politik und die Öffentlichkeit, wenn die Kinderrechte gefährdet sind – in Positionspapieren, Gesetzesbegutachtungen, Gesprächen mit Politikern, Vorträgen, Presseaussendungen, auf Sozialen Medien und in öffentlichen Kampagnen.

Als Abteilung Advocacy Kinder- und Jugendrechte bieten wir in den Angeboten von SOS-Kinderdorf auch Workshops für unterschiedliche Altersgruppen zu Kinderrechten sowie Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Alltag an. Unser Broschüren-Angebot finden Sie hier.

Bei SOS-Kinderdorf gibt es auch eigens ernannte Beteiligungsbeauftragte. Das sind erwachsene Ansprechpersonen für Kinder und Jugendliche, aber auch für MitarbeiterInnen, die darauf achten, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und alle Kinder und Jugendlichen bei SOS‐Kinderdorf zum Thema informiert sind und wissen, wie Beteiligung im Alltag funktionieren soll. An immer mehr Standorten von SOS‐Kinderdorf gibt es zudem Kinder‐ und JugendsprecherInnen, die die Meinungen der Kinder und Jugendlichen vertreten und an die Erwachsenen herantragen.

"Our Voice"

Am 20. November wird weltweit der Tag der Kinderrechte gefeiert und bedacht. Das Lied wurde eigens für den 25. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention komponiert. Um an diesen wichtigen Meilenstein zu erinnern, haben wir 18 heimische Stars für die Produktion gewinnen. Die österreichischen MusikerInnen konnten sich für das Song-Projekt begeistern und gaben uns, zusammen mit dem "Kinderchor Superstar", ihre Stimmen.

Mit dabei sind: Julian LePlay, Skero,Trackshittaz, Sham von Kaiser Franz Josef, Manuel Rubey, Austrofred, Christina Klug, Annemieke van Dam, Coshiva, Sir Tralala, Birgit Denk, Katharina Straßer, Robert Steiner, Verena Eppensteiner, Stefan Lasko, Tini Kainrath und Violetta Parisini.

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