SOS-Kinderdörfer in Deutschland

SOS-Kinderdorf begann seine TĂ€tigkeit in Deutschland Mitte der 50er Jahre mit der GrĂŒndung des Verein "SOS-Kinderdorf e.V." in MĂŒnchen. Das Konzept von SOS-Kinderdorf stieß in Deutschland auf großes Interesse. Die Zahl der Mitglieder und Freunde stieg rasch an, und in den darauffolgenden Jahren konnte unsere Organisation ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr Kinder, Jugendliche und Familien in Deutschland auf landesweit fast 40 Standorte ausweiten.

Im Herzen Europas


HĂ€ndchenhalten (Foto: J. Strohwasser)

Die Bundesrepublik Deutschland liegt in Mitteleuropa und grenzt im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Nordosten an die Ostsee, im Norden an DĂ€nemark, im Nordwesten an die Nordsee, im Westen an die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich, im SĂŒden an die Schweiz sowie im SĂŒden und SĂŒdosten an Österreich.

Die Bevölkerung umfasst 81,4 Millionen (Juli 2011, SchĂ€tzung); somit ist Deutschland das bevölkerungsreichste Land in der EuropĂ€ischen Union. In der Hauptstadt Berlin leben 3,4 Millionen Einwohner. Andere GroßstĂ€dte sind beispielsweise Hamburg (1,8 Millionen) und MĂŒnchen (1,4 Millionen).

Zirka 91,5 Prozent der Bevölkerung sind Deutsche. Zu den Minderheiten zĂ€hlen 2,4 Prozent TĂŒrken und weitere 6,1 Prozent Serben, Kroaten, Italiener, Russen, Griechen, Polen und Spanier.


Beim Spielen (Foto: J. Strohwasser)

In Deutschland leben ca. 13,1 Millionen Kinder. Die meisten von ihnen genießen einen hohen Lebensstandard. In einer Vergleichsstudie von UNICEF ĂŒber die Situation der Kinder in 21 Industrienationen liegt Deutschland auf Platz acht. Es gibt eine neunjĂ€hrige Schulpflicht. Das deutsche Bildungssystem liegt im Ranking der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) in den HauptfĂ€chern Mathematik, Leseunterricht und Naturwissenschaften unter den fĂŒhrenden 20 PlĂ€tzen.

Dennoch ist die Zahl der Kinder, die in Armut leben, nach wie vor recht hoch. SchĂ€tzungen zufolge leben 16 Prozent aller Kinder in Haushalten, die weniger als 50 Prozent des nationalen Durchschnittseinkommens verdienen. Kinder in alleinerziehenden Haushalten sind am stĂ€rksten betroffen. FĂŒr diese Kinder hat sich die Lage in den letzten zehn Jahren nicht gebessert. Viele alleinerziehende Eltern haben Schwierigkeiten bei der Jobsuche, und selbst wenn sie eine Arbeit finden, reicht das Einkommen nicht aus, um ĂŒber die Armutsgrenze hinauszukommen. 

Zirka ein Viertel der jungen Menschen zwischen 19 und 25 Jahren leben unterhalb der Armutsgrenze. Diese Gruppe ist am meisten vom wachsenden Armutsniveau der letzten zehn Jahre betroffen. Junge Erwachsene sehen nur wenige Chancen fĂŒr ihre zukĂŒnftigen BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten. Sie fĂŒrchten, dass sie nach Abschluss ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung lediglich eine Arbeit finden werden, die nicht ihren Qualifikationen entspricht.

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