SOS-Kinderdörfer auf den Philippinen

SOS-Kinderdorf ist seit den 60er Jahren auf den Philippinen tĂ€tig. Viele Kinder und Familien leben immer noch unter erbĂ€rmlichen Bedingungen. Unsere Organisation setzt sich durch das Angebot von KindertagesstĂ€tten, medizinischen Zentren, FamilienstĂ€rkungsprogrammen und einem liebevollen Zuhause fĂŒr Kinder und junge Menschen fĂŒr die Linderung der Not ein. Nach dem Taifun Haiyan begann SOS-Kinderdorf rasch mit Nothilfe fĂŒr betroffene Familien.

Die Bewohner der Philippinen haben in den vergangenen Jahrzehnten viele soziale, politische und wirtschaftliche Reformen durchlebt. Viele Menschen sind auch Opfer der zahlreichen bewaffneten Konflikte geworden. Jahrzehntelange Konflikte, darunter zahlreiche KĂ€mpfe gegen Separatisten und Guerillas, haben Tausende von Menschenleben gefordert, noch viele mehr zu BinnenflĂŒchtlingen gemacht und die Entwicklungschancen des Landes beeintrĂ€chtigt. Armut und Ungleichheit sind nach wie vor die Hauptursache fĂŒr zahlreiche Menschenrechtsverletzungen.

Trotz der positiven wirtschaftlichen Entwicklungen haben die VerĂ€nderungen nicht zu einem RĂŒckgang des Armutsniveaus gefĂŒhrt - 26 Prozent der Philippiner leben nach wie vor unterhalb der staatlich festgelegten Armutsgrenze. Aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahlen gibt es sogar einen Anstieg der Gesamtzahl der Menschen zu verzeichnen, die in Armut leben. DarĂŒber hinaus ist der erwirtschaftete Wohlstand nicht gerecht verteilt. Die lĂ€ndlichen Regionen sind besonders betroffen, da der landwirtschaftliche Sektor nur geringe ErtrĂ€ge erwirtschaftet. Die Menschen in den entlegenen Landesteilen haben keinen ausreichenden Zugang zur Grundversorgung.

Die fehlenden BeschÀftigungsmöglichkeiten treiben viele Menschen auf der Suche nach Arbeit in die Emigration. Etwa zehn Millionen Philippiner sind im Ausland beschÀftigt. Ihre Geldsendungen in die Heimat leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft des Landes; SchÀtzungen zufolge liegt ihr Anteil bei mindestens zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Die aktuellen Nöte und schlechten Aussichten fĂŒr die Zukunft machen die Menschen anfĂ€llig fĂŒr die falschen Versprechungen von MenschenhĂ€ndlern. Die Philippinen sind sowohl Herkunfts-, Transit als auch Bestimmungsland fĂŒr den grenzĂŒbergreifenden Menschenhandel mit Frauen und Kindern, die Opfer von Zwangsarbeit und kommerzieller sexueller Ausbeutung werden.

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