SOS-Kinderdörfer in Palästina
Weltweit gibt es rund 14 Millionen Palästinenser, von denen die meisten vertrieben sind. Etwa 5,5 Millionen Palästinenser leben weiterhin im Gazastreifen und im Westjordanland. Kinder, junge Menschen und Familien stehen hier aufgrund des anhaltenden Konflikts vor humanitären Herausforderungen. Seit Oktober 2023 haben in beiden Gebieten Gewalt, Armut und Arbeitslosigkeit zugenommen. Im Vergleich zum Westjordanland ist die Situation im Gazastreifen deutlich schlechter. Hier wurde die Infrastruktur weitgehend zerstört, Menschen kamen ums Leben, und die Menschen waren gezwungen, wiederholt umzuziehen.
Seit 1968 unterstützt SOS-Kinderdorf in Palästina Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.
Gefährdete Kinder
Gefährdete Kinder
Rund 3.3 Millionen Menschen in Palästina benötigen dringend Unterstützung. Im Gazastreifen sind Kinder von den umfangreichen Schäden an der Infrastruktur und den Vertreibungen unverhältnismäßig stark betroffen. Während des jüngsten Konflikts wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Gaza über 17.000 palästinensische Kinder getötet. Sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland können die Kinder nicht mit dem Gefühl der Sicherheit aufwachsen. Viele haben die Fürsorge ihrer Familien verloren, sind vertrieben worden und können nicht mehr regelmäßig zur Schule gehen.
Zerstörte Schulen
Viele palästinensische Kinder haben keinen Zugang zu einer sicheren Schulbildung. Im Gazastreifen funktioniert das Bildungssystem nicht mehr wie geplant - die Schulen wurden zerstört, und die Kinder wurden vertrieben. Auch im Westjordanland ist die Schulbildung der Kinder durch den anhaltenden Konflikt beeinträchtigt. Nach Angaben von UNICEF können mindestens 130.000 Kinder aufgrund der sich verschärfenden Krise nicht zur Schule gehen. Eine schlechte Schulbildung hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Zukunft der Kinder und die Gesellschaft, in der sie aufwachsen.
Hohe Lebensmittelpreise
Mehr als 2,9 Millionen Palästinenser benötigen Nahrungsmittelhilfe. Besonders akut ist die Lage im Gazastreifen, wo die gesamte Bevölkerung von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen ist. Eine steigende Zahl von Kindern und schwangeren Frauen ist unterernährt. Nach Angaben von UNICEF sind 322.000 Kinder von Unterernährung bedroht. Ernährungsmängel haben vielfältige Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern. Sie können unter anderem dazu führen, dass sie sich in der Schule nicht konzentrieren können und ihr Immunsystem geschwächt ist.
Zusammen können wir etwas für die Kinder in Palästina verändern