SOS-Kinderdorf Jorpati

SOS-Kinderdorf begann seine T├Ątigkeit in Jorpati bei Kathmandu vor drei Jahrzehnten. Durch die Zunahme der Bev├Âlkerung, mangelnde Ressourcen und das ungeplante St├Ądtewachstum sind tausende Familien in prek├Ąre Verh├Ąltnisse geraten. Immer mehr Kinder sind auf unsere Unterst├╝tzung angewiesen.

Das schwierige Leben in einer stark expandierenden Metropole

Zwei Kinder machen ihre t├Ąglichen ├ťbungen (Foto: SOS-Archiv).
Zwei Kinder machen ihre t├Ąglichen ├ťbungen (Foto: SOS-Archiv).

Im SOS-Kinderdorf Jorpati bei Kathmandu werden Kinder mit Behinderungen betreut. Die Stadt liegt im Kathmandu-Tal im Himalaya-Gebirge auf einer H├Âhe von ca. 1300 m und hat etwas ├╝ber eine Million Einwohner. In der Gro├čregion leben insgesamt 1,7 Millionen Menschen.

Kathmandu ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes. In der Vergangenheit hatten sich hier tausende Binnenfl├╝chtlinge in Sicherheit gebracht. Heute kommen zahlreiche Menschen aus den verarmten l├Ąndlichen Gebieten auf der Suche nach Arbeit in die Stadt. Das rasante Bev├Âlkerungswachstum hat die Infrastruktur v├Âllig ├╝berlastet und das ├ľkosystem des Kathmandu-Tals in Gefahr gebracht. Durch fehlende Kanalisation und Abwasseraufbereitungsanlagen sind die Fl├╝sse stark verschmutzt und gef├Ąhrden die Gesundheit der Anwohner.

In den Vororten entstehen immer neue informelle Siedlungen. Die Bewohner dieser Elendsviertel leben in ├╝berf├╝llten Behausungen unter prek├Ąren Bedingungen. Hier sind die Grundst├╝ckspreise erschwinglicher und keine Baugenehmigungen erforderlich. Daher kaufen zahlreiche Migranten ein kleines St├╝ck Land in diesen semi-l├Ąndlichen Gegenden, in denen es keine Wasserversorgung, sanit├Ąre Einrichtungen oder befestigte Stra├čen gibt.

Viele Eltern k├Ânnen ihre Kinder nicht ausreichend versorgen

Wenn Eltern selbst ums ├ťberleben k├Ąmpfen, k├Ânnen sie ihre Kinder h├Ąufig nicht ausreichend versorgen. Kinder mit Behinderungen sind besonders benachteiligt. Der Zugang zu medizinischer Behandlung und Reha-Ma├čnahmen ist in Nepal sehr begrenzt, und die Eltern von Kindern mit Behinderungen erhalten nur selten finanziellen Beistand. Die Mehrheit der Bev├Âlkerung lebt von der Subsistenzwirtschaft. Die nepalesische Durchschnittsfamilie verf├╝gt nur ├╝ber ein sehr geringes Jahreseinkommen.

Durch Missernten oder unerwartete ├Ąrztliche Behandlungskosten st├╝rzen viele Familien in noch gr├Â├čere Armut. Zahlreiche Kinder mit Behinderungen gehen nicht zur Schule, weil ihre Familien zu arm sind und sie keine bedarfsgerechte Unterst├╝tzung erhalten. Viele von ihnen leiden an gesundheitlichen und emotionalen Problemen, k├Ânnen weder lesen noch schreiben und werden von der Gesellschaft ausgegrenzt.

Unsere Arbeit in Jorpati

SOS-M├╝tter bieten Kindern in ihrer Obhut best├Ąndige Sorgfalt und Unterst├╝tzung (Foto: SOS-Archiv).
SOS-M├╝tter bieten Kindern in ihrer Obhut best├Ąndige Sorgfalt und Unterst├╝tzung (Foto: SOS-Archiv).

Das SOS-Kinderdorf Jorpati liegt in einem Vorort der Landeshauptstadt Kathmandu nicht weit von einem zweiten SOS-Kinderdorf in Sanothimi entfernt. Das Kinderdorf bietet Kindern mit geistigen und k├Ârperlichen Behinderungen, die nicht l├Ąnger bei ihren Eltern leben k├Ânnen, ein liebevolles Zuhause.

In f├╝nf SOS-Familien erhalten die Kinder in Jorpati all die Unterst├╝tzung, Zuwendung und Aufmerksamkeit, die sie ben├Âtigen. In jeder Familie werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von einer SOS-Mutter f├╝rsorglich betreut. Die Familienh├Ąuser sind behindertengerecht ausgestattet. Die Kinder erhalten Unterricht und Nachhilfe, wenn sie Lernschwierigkeiten haben. Dadurch f├Ârdern wir ihre kognitive Entwicklung. Dar├╝ber hinaus ist das Kinderdorf mit einem Behandlungsraum und einem Schwimmbecken f├╝r physiotherapeutische Angebote ausgestattet.
Die Kinder werden solange im Kinderdorf unterrichtet, bis sie in der Lage sind, die ├Ârtlichen Schulen zu besuchen. F├╝r Kinder und junge Menschen mit geistigen Behinderungen leiten wir ein spezielles Programm, in dem sie in ihrem eigenen Tempo und entsprechend ihrer F├Ąhigkeiten lernen und sich weiterentwickeln k├Ânnen.

Das SOS-Kinderdorf Jorpati wird gemeinsam mit der Behindertenorganisation Nepal Disabled and Blind Association geleitet. Die Kinder werden im Kaghenda New Life Centre zus├Ątzlich von Spezialisten behandelt und betreut. Dieses Zentrum wird von einer lokalen Organisation verwaltet und befindet sich ganz in der N├Ąhe des SOS-Kinderdorfs.

Einige der ├Ąlteren Jungen und M├Ądchen aus dem SOS-Kinderdorf leben in der SOS-Jugendeinrichtung im Stadtzentrum von Kathmandu. Unter der Betreuung von qualifizierten SOS-MitarbeiterInnen werden sie auf ihre Selbst├Ąndigkeit vorbereitet. Sie lernen nicht nur, sich im Leben zurechtzufinden, sondern k├Ânnen auch ihre kommunikativen F├Ąhigkeiten verbessern und Informationsveranstaltungen ├╝ber psychische Erkrankungen oder Autismus besuchen.

Nach dem starken Erdbeben, das enorme Sch├Ąden und Leid verursacht hatte, boten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SOS-Kinderdorf Jorpati Nothilfe in Form von Nahrung,  Erster Hilfe, Wasser und Unterkunft f├╝r die betroffenen Familien vor Ort.

 



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Das SOS-Kinderdorf Jorpati.