SOS-Kinderdorf Angol

Das SOS-Kinderdorf Angol (vormals SOS-Kinderdorf Malleco) liegt in der Region Araucan├şa in der chilenischen Provinz Malleco. Angol hat knapp ├╝ber 50 000 Einwohner. Die Wirtschaft basiert ├╝berwiegend auf dem Agrarsektor und zunehmend auf der Forstwirtschaft. Dennoch pendeln zahlreiche Menschen aus der Region in die gr├Â├čeren St├Ądte im Umkreis von bis zu 100 km, wodurch viele Kinder den ganzen Tag sich selbst ├╝berlassen sind.

Von der Nothilfe zu nachhaltigen Unterst├╝tzungsprogrammen f├╝r die Gemeinde

Beim Spielen (Foto: SOS-Archiv).

Die Provinz Malleco geh├Ârt zu den ├Ąrmsten des Landes. Sch├Ątzungsweise 55 000 Haushalte leben unterhalb der staatlich festgelegten Armutsgrenze. Das schwere Erdbeben von 2010 hat die Lebensbedingungen der lokalen Bev├Âlkerung noch weiter verschlechtert. Das Beben hatte eine St├Ąrke von 8,8 auf der Richterskala. Sch├Ątzungsweise neun Prozent der chilenischen Bev├Âlkerung verloren durch das Erdbeben und den darauffolgenden Tsunami ihre Bleibe.

Auch Angol wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Mehrzahl der Gesch├Ąfte sowie das Krankenhaus wurden v├Âllig zerst├Ârt. Mehr als 600 H├Ąuser wurden schwer besch├Ądigt, 400 mussten sogar abgerissen werden, da sie unbewohnbar geworden waren. SOS-Kinderdorf versorgte im Rahmen der Nothilfe 280 Familien mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln und bot dar├╝ber hinaus psychologischen Beistand. Diese Nothilfeprogramme wurden nach und nach in eigenst├Ąndige Entwicklungsprogramme umgewandelt, die von der Gemeinde selbst verwaltet werden.
 

Wiederaufbau hei├čt nicht nur bessere Infrastruktur

Hunderte von Kleinbauern und Unternehmern hatten durch das Erdbeben von 2010 alles verloren. Tiere wurden get├Âtet, Ernten zerst├Ârt, Waldbr├Ąnde verw├╝steten Tausende Hektar Wald. Die Abwanderung in andere Landesteile scheint oft die einzige L├Âsung zu sein, aber auch das ist keine Garantie auf ein besseres Leben – manche finden weder Wohnungen noch Arbeit.

Unsere Arbeit in Angol

Eine junge Frau, die in SOS-Kinderdorf Angol aufgewachsen ist, arbeitet jetzt als Lehrerin (Foto: F. Espinoza).

SOS-Kinderdorf ist seit 1981 in Angol t├Ątig.

Betreuung in Familien: Kinder aus der Region Malleco, die nicht l├Ąnger bei ihren Eltern leben k├Ânnen, finden in SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Eltern f├╝rsorglich betreut.

Unterst├╝tzung f├╝r Jugendliche: Wenn junge Menschen dem Kinderdorf entwachsen und ein Studium oder eine Berufsausbildung beginnen m├Âchten, bietet unser SOS-Jugendprogramm die M├Âglichkeit des betreuten Wohnens. Jugendliche leben hier unter der Aufsicht qualifizierter Fachkr├Ąfte und lernen Verantwortung zu ├╝bernehmen, ihre Zukunft zu planen und sich auf ein Leben in Unabh├Ąngigkeit vorzubereiten.
 



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