SOS-Kinderd├Ârfer in Brasilien

SOS-Kinderdorf sorgt daf├╝r, dass Kinder die Betreuung, den Schutz und die Beziehungen haben, die sie f├╝r eine bestm├Âgliche Entwicklung brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in Brasilien).

Brasilien, offiziell die F├Âderative Republik Brasilien, ist mit einer Bev├Âlkerung von ├╝ber 212 Millionen Menschen das gr├Â├čte Land S├╝damerikas. Die brasilianische K├╝ste entlang des Atlantischen Ozeans erstreckt sich ├╝ber 7.400 Kilometer. Brasilien ist ber├╝hmt f├╝r seine herrlichen Str├Ąnde, den gr├Â├čten Dschungel der Welt und den Amazonas-Fluss. Es ist ein Land der Gegens├Ątze, und das Ausma├č der Ungleichheit ist das h├Âchste der Welt. Etwa 25 % der Bev├Âlkerung leben in Armut. Dar├╝ber hinaus wirkt sich Gewalt zu Hause, in Schulen und auf der Stra├če negativ auf das Leben der Kinder aus.

Seit 1967 unterst├╝tzt SOS-Kinderdorf in Brasilien Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen m├╝ssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

Gef├Ąhrdete Kinder

In Brasilien brauchen Kinder, Jugendliche und Familien Unterst├╝tzung, damit sie zusammenbleiben k├Ânnen. Rund 25 % der Bev├Âlkerung leben in Armut. Das bedeutet oft, dass Kinder nicht zur Schule gehen, nicht genug zu essen haben, um gesund zu bleiben, und nicht zum Arzt gehen k├Ânnen, wenn sie es brauchen. Durch die COVID-19-Pandemie wurde die Situation noch schwieriger, zumal viele Familien pl├Âtzlich ohne Einkommen dastanden. Viele Schulen wurden geschlossen, was Auswirkungen auf die am meisten gef├Ąhrdeten Kinder und Jugendlichen hatte. Die Situation verbessert sich, aber es wird noch viel mehr Unterst├╝tzung ben├Âtigt
13,5 Mio.
Menschen in Brasilien leben in extremer Armut

Weit verbreitete Armut

Die Armut war in Brasilien noch nie so gro├č wie heute. Die COVID-19-Pandemie hatte enorme Auswirkungen auf das Einkommen von Familien, die bereits in Armut oder am Rande der Armut leben. Kinder und Jugendliche sind von der monet├Ąren Armut am st├Ąrksten betroffen. Obwohl sich die Situation in einigen Gebieten langsam verbessert, leben rund 25 % der Bev├Âlkerung in Armut, davon 13,5 Millionen in extremer Armut.

29%
der Jugendlichen sind nicht in Ausbildung oder Besch├Ąftigung

Bildung

Das Bildungssystem in Brasilien war bereits verbesserungs-bed├╝rftig, als die COVID-19-Pandemie ausbrach. Dadurch verschlechterte sich die Bildungssituation f├╝r alle Kinder, vor allem aber f├╝r diejenigen, die keinen Zugang zur Technologie hatten, um mit dem Online-Lernen Schritt halten zu k├Ânnen. Da 29 % der Jugendlichen weder zur Schule gehen noch eine Aus-bildung oder Arbeit haben, muss das Bildungssystem integrativer werden. Au├čerdem muss es besser auf die Bed├╝rfnisse des Arbeitsmarktes reagieren.

12 Mio.
Menschen in Brasilien sind arbeitslos

Arbeitslosigkeit

In Brasilien sind rund 12 Millionen Menschen arbeitslos. Jugendliche sind mit am st├Ąrksten von der Arbeitslosigkeit betroffen. In Brasilien gibt es rund 47 Millionen junge Menschen im Alter von 15-29 Jahren. Ungef├Ąhr 14 % der Arbeitslosen in dieser Altersgruppe sind zwischen 14 und 17 Jahre alt. Dabei handelt es sich meist um Auszubildende. Bei den 18- bis 24-J├Ąhrigen liegt die Arbeitslosenquote bei 26 %. F├╝r junge Menschen ist es schwer, eine gut bezahlte und stabile Arbeit zu finden.

Zusammen k├Ânnen wir etwas f├╝r die Kinder in Brasilien ver├Ąndern

410
Familien
k├Ânnen zusammenbleiben
1.440
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterst├╝tzt
980
Kinder und Jugendliche
besuchen unsere Kinderg├Ąrten, Schulen und Fortbildungen
380
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
Miguel ist 22 Jahre alt. Er ist ein Aktivist, der sich nicht nur gegen Diskriminierung ausspricht, sondern auch ein Programm ins Leben gerufen hat, um jungen Menschen mit Hilfe ihrer Kreativit├Ąt aus Gewalt und Kriminalit├Ąt herauszuhelfen. ÔÇťWir versuchen, die Gewalt in unserer Stadt zu verringern, denn Lorena ist die gef├Ąhrlichste Stadt im Bundesstaat San Paulo. Und ich glaube, dass wir durch die Kunst die Stadt friedlicher MachenÔÇŁ, sagt er. (Foto: M. Garc├şa).

Zusammenarbeit f├╝r nachhaltige Entwicklung

2015 verpflichteten sich 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen hinzuarbeiten. Dieser 15-Jahres-Plan hat das Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern, Armut zu beenden, Ungleichheit zu bek├Ąmpfen und unseren Planeten zu sch├╝tzen.
ZIEL 1: Armut beenden
SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Familien und Gemeinden, damit die Familien zusammenbleiben und aus dem Kreislauf der Armut ausbrechen k├Ânnen.
ZIEL 4: Hochwertige Bildung f├╝r alle
Alle Kinder und Jugendlichen, die SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt, haben Zugang zu Bildung - vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung oder Universit├Ąt.
ZIEL 8: Gleiche berufliche Chancen f├╝r alle
SOS-Kinderdorf hilft jungen Menschen, F├Ąhigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln, um gute Arbeit zu finden, und bildet Eltern aus, damit sie ein stabiles Einkommen haben k├Ânnen.
ZIEL 10: Ungleichheiten abbauen
SOS-Kinderdorf setzt sich f├╝r die Sicherheit der Kinder ein, indem wir friedliche und integrative Gemeinschaften f├Ârdern. Wir bieten Schulungen zu Kinderrechten und positiver Erziehung an.
ZIEL 16: Frieden und Inklusion f├Ârdern
Wir setzen uns f├╝r Gesetze und Regelungen ein, die soziale Inklusion und Schutz f├╝r Kinder und Jugendliche ohne elterliche Betreuung oder aus prek├Ąren Haushalten gew├Ąhrleisten.

Sch├╝tzen wir weiterhin Kinder und Jugendliche!

Viele Kinder konnten ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit finden. Mit Ihrer Hilfe k├Ânnen wir weiterhin ihr Leben verbessern.