SOS-Kinderdorf Oruro

SOS-Kinderdorf unterst√ľtzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k√∂nnen (Foto: SOS-Kinderdorf in Bolivien).

Im Osten des Landes, im Altiplano, liegt Oruro 3.700 Meter √ľber dem Meeresspiegel und beherbergt 265.000 Einwohner*innen. Die Stadt ist vielen Ver√§nderungen unterworfen. Die Mehrheit der Menschen lebte vom Bergbau. Aber diese Minen wurden geschlossen, so dass viele Familien nach neuen M√∂glichkeiten suchten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Viele Kinder und Jugendliche ziehen auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen aus l√§ndlichen Gebieten nach Oruro. Doch sie stehen weiterhin vor vielen Herausforderungen.

Seit 1988 unterst√ľtzt SOS-Kinderdorf in Oruro Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f√ľr ihre Rechte ein.

46%
der Bevölkerung von Oruro lebt in extremer Armut

In Armut lebende Kinder

Rund 46 % der Einwohner*innen von Oruro leben in extremer Armut, d. h. sie m√ľssen mit weniger als 1 USD pro Tag auskommen und verf√ľgen √ľber kein ausreichendes Einkommen. Da sie nicht in der Lage sind, ihre Grundbed√ľrfnisse zu befriedigen, greifen Familien auf dem Land oft auf ‚Äěpadrinazgo‚Äú zur√ľck - eine kulturelle Praxis, bei der Eltern ihre Kinder in st√§dtische Gebiete zu Einzelpersonen schicken, um besseren Zugang zu Bildung, Sozialleistungen und Lebensmitteln zu erhalten. Sie f√ľhrt jedoch h√§ufig zu Zwangsarbeit, auch in Haushalten und bei Drittunternehmen. Diese Kinder sind besonders anf√§llig f√ľr Ausbeutung und Gewalt und haben wenig Aussicht auf eine formelle Arbeit im sp√§teren Leben.

33%
der Kinder in Oruro sind unterernährt

Kinder sind unterernährt

In Oruro ist etwa ein Drittel der Kinder unter drei Jahren unterern√§hrt. Sie haben eine geringe K√∂rpergr√∂√üe im Verh√§ltnis zum Alter, was eine erhebliche Wachstumsverz√∂gerung bedeutet, Die Unterern√§hrung ist eine direkte Folge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihrer Eltern. Die Familien k√∂nnen es sich oft nicht leisten, sich angemessen zu ern√§hren, und haben kaum genug Zeit, sich um ihre Kinder zu k√ľmmern, da sie extrem lange arbeiten. Ohne diese langen Arbeitszeiten gibt es weniger nahrhafte Lebensmittel, und ohne diese nahrhaften Lebensmittel k√∂nnen Kinder und Jugendliche nicht aktiv sein und gesund aufwachsen.

Ihre Unterst√ľtzung macht einen Unterschied f√ľr die Kinder in Oruro

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst√ľtzung anzubieten, das den √∂rtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
340
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterst√ľtzt
60
Familien
können zuammenbleiben
60
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
80
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet
Der Einsatz von Technologie zur Teilnahme am Unterricht und zur Erledigung der Hausaufgaben war besonders wichtig, als alle Schulen geschlossen werden mussten (Foto: SOS-Kinderdorf in Bolivien).

Was Ihre Unterst√ľtzung in Oruro bewirkt

Vulnerable Familien und Gemeinden werden gestärkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f√ľr sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k√ľmmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst√ľtzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k√∂nnen Workshops √ľber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n√∂tigen F√§higkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr√ľnden. Au√üerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k√∂nnen.
Hochwertige Bildung wird ermöglicht
SOS-Kinderdorf sorgt daf√ľr, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu hochwertiger Bildung haben. Wir bieten ihnen ein sicheres und unterst√ľtzendes Umfeld, damit sie lernen und sich entwickeln k√∂nnen. Lehrer*innen werden zu Kinderrechten und kindgerechtem Lernen geschult, damit jedes Kind das Beste aus seiner Bildung machen kann. Kleine Kinder verbringen im Kindergarten Zeit mit Spielen und Lernen und werden so auf die Grundschule vorbereitet.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder k√∂nnen auch mit zus√§tzlicher Unterst√ľtzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k√∂nnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m√∂glich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur√ľckkehren k√∂nnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver√§nderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-ständigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f√ľr ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh√§ngig zu werden. Wir unterst√ľtzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh√∂hen so ihre Berufschancen. Sie k√∂nnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus√§tzlich k√∂nnen sie ihre F√§higkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.