SOS-Kinderdorf Oberá

SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k├Ânnen (Foto: SOS-Kinderdorf in Argentinien).

Ober├í liegt an der Atlantikk├╝ste und hat 614.000 Einwohner*innen. Dieser bedeutende Fischereihafen und internationale Badeort hat in den letzten Jahrzehnten auch seine Peripherie zu einem G├╝rtel der Armut werden lassen. Hier ist der Kontrast zwischen Tourist*innen und Einheimischen besonders gro├č: Die Urlauber genie├čen die Str├Ąnde und Einrichtungen, w├Ąhrend sich die Besch├Ąftigungsquote, die Bildungsstruktur und das Gesundheitssystem noch nicht von der Wirtschaftskrise im Jahr 2002 erholt haben.

Seit 1982 unterstützt SOS-Kinderdorf in Oberá Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich für ihre Rechte ein.

7 Mio.
Kinder leben in Armut

In Armut lebende Kinder

Wie ├╝berall im Land, aber hier vielleicht noch deutlicher, ist auch in Ober├í die Kluft zwischen Arm und Reich deutlich ausgepr├Ągt. Angesichts von sieben Millionen Kindern, die landesweit unter Armut leiden, und zwei Millionen von ihnen, die in extremer Armut leben, in Haushalten, deren Einkommen nicht einmal den Mindestbedarf an Grundnahrungs-mitteln decken kann, steht die Zukunft Argentiniens auf dem Spiel. Diese Umst├Ąnde f├╝hren zu sozialer Segregation und Marginalisierung, was sich tiefgreifend auf die Zukunft dieser Kinder auswirken kann. Die Familien brauchen mehr Unterst├╝tzung, damit Kinder und Jugendliche auf eine bessere Zukunft hoffen k├Ânnen.

18%
der Jugendlichen besuchen keine weiterf├╝hrende Schule

Bildung braucht mehr Investitionen

In Ober├í und in der gesamten Region Buenos Aires besuchen 18 % der Jugendlichen keine weiterf├╝hrende Schule - der nationale Durchschnitt liegt bei 14 %. Dar├╝ber hinaus liegt die durchschnittliche Anzahl der Schuljahre in der Provinz Buenos Aires bei 11 Jahren und damit 12 Jahre unter dem nationalen Durchschnitt. Diese Zahlen sind allesamt Indikatoren f├╝r die Bildungsherausforderungen in der Region. Ohne eine weiterf├╝hrende Ausbildung werden die Kinder und Jugendlichen in der Region nicht die notwendigen F├Ąhigkeiten erwerben, um Zugang zum Arbeitsmarkt zu haben. Das wird sie mit der Zeit daran hindern, sich und ihren Familien ein besseres Leben zu erm├Âglichen.

Ihre Unterstützung macht einen Unterschied für die Kinder in Oberá

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst├╝tzung anzubieten, das den ├Ârtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
340
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterst├╝tzt
1.000
Kinder und Jugendliche
besuchen unsere Kinderg├Ąrten, Schulen und Fortbildungen
20
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
35
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstst├Ąndigkeit begleitet
Die Kinder in Ober├í haben Spa├č (Foto: SOS-Kinderdorf in Argentinien).

Was Ihre Unterstützung in Oberá bewirkt

Familien und Gemeinden werden gest├Ąrkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f├╝r sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k├╝mmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst├╝tzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k├Ânnen Workshops ├╝ber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n├Âtigen F├Ąhigkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr├╝nden. Au├čerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k├Ânnen.
Hochwertige Bildung wird erm├Âglicht
SOS-Kinderdorf sorgt daf├╝r, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu hochwertiger Bildung haben. Wir bieten ihnen ein sicheres und unterst├╝tzendes Umfeld, damit sie lernen und sich entwickeln k├Ânnen. Lehrer*innen werden zu Kinderrechten und kindgerechtem Lernen geschult, damit jedes Kind das Beste aus seiner Bildung machen kann. Kleine Kinder verbringen im Kindergarten Zeit mit Spielen und Lernen und werden so auf die Grundschule vorbereitet.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben k├Ânnen, werden betreut
Manche Kinder k├Ânnen auch mit zus├Ątzlicher Unterst├╝tzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k├Ânnen die Kinder sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Einige leben in verschiedenen Stadtvierteln, zusammen mit einheimischen Familien. Wo immer m├Âglich, arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur├╝ckkehren k├Ânnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver├Ąnderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-st├Ąndigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f├╝r ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh├Ąngig zu werden. Wir unterst├╝tzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh├Âhen so ihre Berufschancen. Sie k├Ânnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus├Ątzlich k├Ânnen sie ihre F├Ąhigkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.