SOS-Kinderdorf Dapaong

SOS-Kinderdorf ist seit den 1970er Jahren in Togo und seit 2007 im Norden des Landes in Dapaong t├Ątig. Obwohl die Regierung Ma├čnahmen zum Kinderschutz ergriffen hat, werden in Togo nach wie vor viele grundlegende Kinderrechte missachtet.

Frauen und Kinder in Gefahr, durch Menschenh├Ąndler verschleppt zu werden



Kinder f├╝hren einen Volkstanz auf (Foto: SOS-Archiv)
Die Stadt Dapaong liegt im Norden Togos nahe der Grenze zu Burkina Faso und Ghana.
Der Gro├čteil der Bev├Âlkerung lebt von der Landwirtschaft und der Viehzucht, die Mehrheit dieser Menschen sind Subsistenzbauern. F├╝r den Export werden auch Kaffee, Kakao und Baumwolle angebaut. In der Region spielt das Kunsthandwerk eine wichtige Rolle; handwerkliche Produkte werden ins Ausland und an Touristen verkauft.

Die Provinz Savanes geh├Ârt zu den ├Ąrmsten des Landes. ├ťber 65 Prozent der Bev├Âlkerung leben unterhalb der staatlich festgelegten Armutsgrenze. Viele Menschen, vor allem junge M├Ąnner, sind auf der Suche nach Arbeit in andere Landesteile oder ins Ausland abgewandert.

In Folge der hohen und weiter steigenden Pr├Ąvalenzrate von HIV/AIDS verlieren viele Kinder die elterliche F├╝rsorge oder m├╝ssen sehr fr├╝h Verantwortung f├╝r die Familie ├╝bernehmen und Geld verdienen, wenn ihre Eltern nicht mehr dazu in der Lage sind. Ohne ein geregeltes Einkommen sind Familien nicht in der Lage, die Bed├╝rfnisse ihrer Kinder zu erf├╝llen. Viele Kinder verlieren daher die elterliche F├╝rsorge.

Frauen m├╝ssen lange Wege in Kauf nehmen, um sauberes Trinkwasser von weit entlegenen Quellen zu holen. Diese t├Ągliche m├╝hsame Arbeit hat zur Folge, dass ihnen weniger Zeit f├╝r die Kinderbetreuung oder zum Geldverdienen zur Verf├╝gung steht. Aufgrund der langen Grenzlinien werden M├Ądchen und junge Frauen aus Togo h├Ąufig ins Ausland verschleppt und dort zur Prostitution gezwungen.

Dringender Bedarf an Hilfe f├╝r Familien und einem liebevollen Zuhause f├╝r Kinder

SOS-Kinderdorf nahm seine T├Ątigkeit in Togo in Folge einer Studie auf, nach der das Betreuungsmodell der Organisation f├╝r die besonderen Bed├╝rfnisse von Kindern ohne elterliche F├╝rsorge besonders geeignet war. Seither wurde unser Aufgabengebiet stetig erweitert. Wir bieten heute ein ganzheitliches Angebot an Unterst├╝tzung f├╝r die lokale Bev├Âlkerung. Angesichts der niedrigen Einschulungsraten betreiben wir beispielsweise einen Kindergarten f├╝r Kleinkinder und bieten Kindern im schulpflichtigen Alter die Ausbildung in der Prim├Ąrstufe. Die medizinische Versorgung ist nach wie vor unzureichend; daher spielt das SOS-medizinische Zentrum eine bedeutende Rolle f├╝r die Gesundheit der lokalen Bev├Âlkerung.

Unsere Arbeit in Dapaong


Mutter und Sohn aus dem Familienst├Ąrkungsprogramm f├╝ttern ihre Schweine (Foto: SOS-Archiv)
SOS-Kinderdorf arbeitet eng mit der umliegenden Gemeinde zusammen. Wir setzen uns f├╝r die Unterst├╝tzung von Familien ein, um sie vor der Zerr├╝ttung zu bewahren. Das SOS-Familienst├Ąrkungsprogramm versucht gemeinsam mit den lokalen Beh├Ârden sicherzustellen, dass Kinder Zugang zum Bildungssystem sowie zur Gesundheits- und Ern├Ąhrungsversorgung erhalten. Einige Familien werden mit Nahrung und Medikamenten f├╝r ihre Kinder versorgt; andere erhalten Stipendien f├╝r ihre Kinder, damit sie die Schule besuchen k├Ânnen.


Dar├╝ber hinaus unterst├╝tzen wir Familien beim Ausbau elterlicher Kompetenzen und bei der Einkommensf├Ârderung. Wir st├Ąrken die Unterst├╝tzungsangebote der Gemeinde, damit Familien in Not eine Anlaufstelle haben. Das SOS-medizinische Zentrum wurde im Jahr 2007 er├Âffnet und bietet ├╝ber 12 000 Patienten pro Jahr eine medizinische Versorgung.
Kinder ohne elterliche F├╝rsorge k├Ânnen in einer der zw├Âlf SOS-Familien, in denen bis zu 120 Kinder von SOS-M├╝ttern betreut werden, ein liebevolles Zuhause finden. Die Kinder wachsen in einer liebevollen famili├Ąren Umgebung voller Respekt und Sicherheit auf.

Kleine Kinder k├Ânnen den SOS-Kindergarten besuchen, in dem bis zu 50 Kinder sowohl aus dem SOS-Kinderdorf als auch aus der umliegenden Gemeinde einen Platz finden. Das Angebot der Tagesbetreuung wird besonders von den Eltern gesch├Ątzt, die arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren. Gr├Â├čere Kinder k├Ânnen die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule besuchen, in der bis zu 210 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in der Prim├Ąrstufe unterrichtet werden.

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