SOS-Kinderdorf Arusha

Einerseits ist Arusha eine moderne Großstadt, die jedes Jahr tausende internationale Besucher und GeschĂ€ftsleute anlockt. Andererseits gibt es zahlreiche ĂŒberfĂŒllte Elendsviertel, in denen die Menschen in Not und Verzweiflung leben.

Zahlreiche Kinder wachsen unter prekÀren Bedingungen auf


Kinder genießen eine Jause im Garten  (Foto: SOS-Archiv)

Arusha liegt am Fuße des Mount Meru im Norden Tansanias nahe der Grenze zu Kenia und hat ca. 416 000 Einwohner. Die Region Arusha ist ĂŒberwiegend landwirtschaftlich geprĂ€gt, die meisten Menschen arbeiten als Subsistenzbauern. Die lokale Bevölkerung leidet daher am jĂŒngsten Verfall der Kaffeepreise. Auch der Tourismus stellt eine wichtige SĂ€ule der Wirtschaft dar.

Obwohl Arusha zu den am höchsten entwickelten StĂ€dten Tansanias gehört, sind die Armutsraten sehr hoch und die Lebensbedingungen fĂŒr viele Einwohner extrem hart. Kinder sind in besonderem Maße betroffen; viele arbeiten auf der Straße, um etwas Geld zum Überleben aufzutreiben. Die Zahl der jungen Menschen zwischen 15 und 18 Jahren, die auf den Straßen der Stadt ihren Lebensunterhalt zu verdienen versuchen, ist in den letzten Jahren gestiegen. HĂ€ufig sind sie aus den lĂ€ndlichen Gebieten in die Stadt gezogen, weil sie ihre notleidenden Familien zu unterstĂŒtzen versuchen oder vor familiĂ€ren Problemen geflohen sind.

Arusha ist eine der Ă€rmsten Regionen in einem der Ă€rmsten LĂ€nder der Welt. Die Infrastruktur konnte mit dem rasanten Bevölkerungswachstum der letzten Jahre nicht mithalten. Die Lebensbedingungen zahlreicher Bewohner haben sich weiter verschlechtert; immer mehr Menschen leben in den unsicheren und instabilen Behausungen der Elendsviertel ohne fließendes Wasser, Strom oder sanitĂ€re Einrichtungen. Die Baracken sind ĂŒberfĂŒllt - hĂ€ufig mĂŒssen sich mindestens sechs Personen ein Zimmer teilen. In einem der Slums von Arusha gibt es fĂŒr 360 Menschen nur zwei Latrinen und zwei Badezimmer.
 

StĂ€rkung der Gemeinde fĂŒr eine langfristige Entwicklung

SOS-Kinderdorf ist seit dem Jahr 2000 in Arusha tĂ€tig. Das FamilienstĂ€rkungsprogramm stellt einen wichtigen Teil unserer Arbeit dar. Das SOS-Sozialzentrum versucht die Not der lokalen Bevölkerung durch verschiedene Angebote zu lindern. Kinder werden in der KindertagesstĂ€tte betreut, erhalten drei Mahlzeiten pro Tag und Vorschulunterricht. Wir helfen Eltern bei der Entrichtung der SchulgebĂŒhren, stellen Schuluniformen und helfen Kindern bei den Hausaufgaben. DarĂŒber hinaus bieten wir Kurse fĂŒr Kinder, die nie die Chance auf einen Schulbesuch hatten. Notleidende Familien und Menschen, die an HIV/AIDS erkrankt sind, werden mit Nahrungsmittelpaketen versorgt. Gemeinsam mit Partnerorganisationen helfen wir Eltern, ihre Situation ganzheitlich und nachhaltig zu verbessern. Sie erhalten berufliche Bildung und Mikrokredite, um sich selbstĂ€ndig machen zu können. Familien werden bei der Einkommensförderung unterstĂŒtzt. DarĂŒber hinaus bieten wir LehrgĂ€nge ĂŒber Kindesgesundheit und Kindesentwicklung, ErnĂ€hrung, Hygiene und Kinderrechte.

Unsere Arbeit in Arusha


Zwei Jungen einer SOS-Familie in Arusha (Foto: H. Atkins)

Das SOS-medizinische Zentrum in Arusha sorgt fĂŒr die medizinische Grundversorgung der lokalen Bevölkerung. Wir bieten freiwillige HIV/AIDS-Tests und Beratungen sowie kostenlose Behandlungen und Medikamente fĂŒr Betroffene. Die Gesundheit der vor allem sehr jungen MĂŒtter ist ein weiterer Schwerpunkt des Zentrums. Neben gynĂ€kologischen Untersuchungen werden Beratungen und Impfprogramme durchgefĂŒhrt.


Bis zu 150 Kinder aus der Region, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können, finden in 15 SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-MĂŒttern fĂŒrsorglich betreut. Die Kinder aus den SOS-Familien besuchen den SOS-Kindergarten zusammen mit den Kindern aus der Gemeinde. Etwa 455 SchĂŒlerInnen werden in den Grund- und Sekundarschulen von SOS-Kinderdorf unterrichtet.


Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren möchten, können in die betreuten Wohngemeinschaften des SOS-Jugendprogramms ziehen. Qualifizierte SOS-JugendberaterInnen begleiten und unterstĂŒtzen die jungen Menschen auf ihrem Weg in die SelbstĂ€ndigkeit.

 



Werden Sie jetzt SOS-Pate!


Teaser-klein-2


Mit 1 Euro am Tag schenken Sie einem Kind in Not ein liebevolles Zuhause. DarĂŒber hinaus ermöglichen Sie Ihrem Patenkind eine Schulausbildung und damit die Chance seinen Berufswunsch zu erfĂŒllen. Werden Sie jetzt SOS-Pate!