SOS-Kinderdorf Rustenburg

SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k├Ânnen (Foto: SOS-Kinderdorf in S├╝dafrika).

Rustenburg ist die Hauptstadt der Nordwestprovinz S├╝dafrikas und hat etwa 550.000 Einwohner*innen. Die Stadt beherbergt eine der gr├Â├čten Platinminen der Welt, die etwa der H├Ąlfte der Bev├Âlkerung Arbeit bietet. Die Stadt w├Ąchst, da viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben hierher ziehen. Viele bleiben jedoch arbeitslos und leben schlie├člich in informellen Siedlungen, in denen es an grundlegenden Dienstleistungen fehlt. Au├čerdem ist die Kriminalit├Ątsrate hoch, was ein sehr gef├Ąhrliches Umfeld f├╝r Kinder schafft. Wie in anderen Teilen S├╝dafrikas sind auch in Rustenburg aufgrund von HIV/AIDS viele Kinder ohne elterliche Betreuung.

Seit 2006 unterst├╝tzt SOS-Kinderdorf in Rustenburg Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f├╝r ihre Rechte ein.

90.000
Wohneinheiten fehlen in Rustenburg

Schlechte Lebensbedingungen

Dank seiner Industrie ist Rustenburg in den letzten Jahren rasch gewachsen und ist heute die am schnellsten wachsende Stadt S├╝dafrikas. Der stetige Zustrom von Menschen hat jedoch zu einer zunehmenden Belastung der Dienstleistungen und der Infrastruktur gef├╝hrt. Obwohl die Stadtverwaltung einen Entwicklungsplan aufgestellt hat, um den Bed├╝rfnissen der Bev├Âlkerung gerecht zu werden, war es schwierig, mit der Nachfrage Schritt zu halten. Es besteht ein Bedarf an zus├Ątzlichen 90.000 Wohneinheiten. Tausende von Menschen leben in informellen Siedlungen. Oft fehlt es an grundlegenden Dienst-leistungen wie sanit├Ąren Einrichtungen oder Strom. F├╝r die ankommenden Menschen ist es schwierig, eine regul├Ąre Arbeit zu finden und f├╝r ihre Kinder zu sorgen.

1 von 5
S├╝dafrikaner*innen lebt mit HIV/AIDS

Kriminalit├Ąt und Krankheit

Das schnelle Bev├Âlkerungswachstum f├╝hrte auch zu einem Anstieg der Kriminalit├Ąt, weshalb Rustenburg den Spitznamen ÔÇ×Verbrechenshauptstadt des Nord-westensÔÇť erhielt. Dar├╝ber hinaus stellt HIV/AIDS eine ernsthafte Herausforderung dar. Bergleute z├Ąhlen zur Risikogruppe, da in Bergbaugebieten, in denen viele Arbeiter ein- und ausgehen, ein erh├Âhtes Risiko f├╝r die Verbreitung von Krankheiten besteht. Infolgedessen gibt es viele Kinder, die die Betreuung durch einen oder beide Elternteile verloren haben oder zu verlieren drohen, weil ihre Eltern krank sind. In vielen F├Ąllen brechen diese Kinder die Schule ab, um sich um ihre kranken Eltern zu k├╝mmern oder ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Die ├ťbernahme von so viel Verantwortung in einem zu jungen Alter kann schwerwiegende emotionale und soziale Folgen haben.

Ihre Unterst├╝tzung macht einen Unterschied f├╝r die Kinder in Rustenburg

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst├╝tzung anzubieten, das den ├Ârtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
120
Familien
k├Ânnen zusammenbleiben
40
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
30
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstst├Ąndigkeit begleitet
Die Kinder in unserer Obhut haben Spa├č beim gemeinsamen Spielen. Geschwister wachsen in Familien zusammen auf und kn├╝pfen oft Bindungen, die ein Leben lang halten (Foto: SOS-Kinderdorf in S├╝dafrika).

Was Ihre Unterst├╝tzung in Rustenburg bewirkt

Vulnerable Familien und Gemeinden werden gest├Ąrkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f├╝r sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k├╝mmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst├╝tzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k├Ânnen Workshops ├╝ber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n├Âtigen F├Ąhigkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr├╝nden. Au├čerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k├Ânnen.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben k├Ânnen, werden betreut
Manche Kinder k├Ânnen auch mit zus├Ątzlicher Unterst├╝tzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k├Ânnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m├Âglich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur├╝ckkehren k├Ânnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver├Ąnderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-st├Ąndigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f├╝r ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh├Ąngig zu werden. Wir unterst├╝tzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh├Âhen so ihre Berufschancen. Sie k├Ânnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus├Ątzlich k├Ânnen sie ihre F├Ąhigkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.