SOS-Kinderdorf Pietermaritzburg

S├╝dafrika ist auch heute noch ein zutiefst geteiltes Land. In den Townships sind die Folgen der Apartheid, der Zwangsumsiedlungen an den Stadtrand und der sozialen Ausgrenzung deutlich sp├╝rbar und gef├Ąhrden die Zukunftschancen der Kinder. Die Situation der Bev├Âlkerung wird durch die HIV/AIDS-Pandemie zus├Ątzlich erschwert. Tausende Kinder sind vom Verlust der elterlichen F├╝rsorge bedroht.

Folgen der Apartheid gef├Ąhrden die Zukunftschancen zahlreicher Kinder


Kinder spielen im Garten (Foto: SOS-Archiv)
Pietermaritzburg ist die Hauptstadt der Provinz KwaZulu-Natal und hat rund 750 000 Einwohner.

In der Stadt lebt eine der gr├Â├čten indischen Gemeinden ganz S├╝dafrikas. W├Ąhrend des Apartheid-Regimes setzte sich Mahatma Gandhi gegen Rassentrennung und f├╝r die Gleichstellung der Inder in S├╝dafrika ein. Auch heute noch sind die Folgen der Apartheid in der Stadt deutlich sp├╝rbar. Einigen Berichten zufolge haben sich die Lebensbedingungen f├╝r die ├Ąrmsten Teile der Gesellschaft und insbesondere f├╝r Frauen und Kinder seit dem Sturz der Apartheid im Jahr 1994 sogar weiter verschlechtert. Trotz der anhaltenden Bem├╝hungen im Kampf gegen das Erbe der Vergangenheit haben sich Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria weiter ausgebreitet. Die allgemeine Lebenserwartung ist in den letzten Jahren gesunken.

Mehr als die H├Ąlfte der lokalen Bev├Âlkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Viele S├╝dafrikaner hatten noch nie eine feste Arbeit mit einer geregelten Bezahlung und haben auch keine Aussicht auf einen gesicherten Arbeitsplatz. Zahlreiche Menschen sind durch die Armut in hohem Ma├če gef├Ąhrdet - sie haben keinen Zugang zu Bildung, Nahrung oder medizinischer Versorgung. Pietermaritzburg hat die h├Âchste HIV-Infektionsrate ganz S├╝dafrikas zu verzeichnen. Zahlreiche Kinder und Frauen werden in Pietermaritzburg Opfer sexueller ├ťbergriffe.
 

Nie zuvor gab es so viele extrem gef├Ąhrdete Kinder in der Region

Aufgrund der schwierigen Lebensumst├Ąnde sind zahlreiche Kinder vom Verlust der elterlichen F├╝rsorge bedroht oder haben sie bereits verloren. Viele Familien zerbrechen, wenn die Eltern erkranken, nicht mehr arbeiten und somit nicht ausreichend f├╝r ihre Kinder sorgen k├Ânnen. Einige werden zu Stra├čenkindern, andere wachsen bei Angeh├Ârigen oder den Gro├čeltern auf. Viele m├╝ssen jedoch ihre kranken Eltern pflegen und verlieren dadurch ihre Kindheit und ihre Chancen auf Bildung. Diese extreme Belastung in jungen Jahren kann schwere emotionale und psychosoziale Folgen f├╝r Kinder haben, vor allem wenn sie keine Unterst├╝tzung erhalten.
Schutzlose Kinder sind in Pietermaritzburg in hohem Ma├če von sexueller Ausbeutung und Kinderarbeit bedroht.

Unsere Arbeit in Pietermaritzburg


Kinder aus dem Kindergarten (Foto: SOS-Archiv)
Das SOS-Kinderdorf Pietermaritzburg wurde im Jahr 1996 er├Âffnet.
 
Familienst├Ąrkung: Heute leitet unser SOS-Sozialzentrum ein gemeindebasiertes Programm zur Kinderbetreuung und Unterst├╝tzung der lokalen Bev├Âlkerung. Wir stellen sicher, dass Kinder Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung erhalten. Unsere besondere Unterst├╝tzung gilt Familien, die an HIV/AIDS erkrankt sind, und wir f├╝hren Aufkl├Ąrungs- und Pr├Ąventionskampagnen zu HIV/AIDS durch. Dar├╝ber hinaus helfen wir notleidenden Familien beispielsweise durch die ├ťbernahme von Schulgeb├╝hren oder die Bereitstellung von Schuluniformen. Zus├Ątzlich bieten wir Beratungen und psychologischen Beistand, helfen Eltern bei der Einkommensf├Ârderung und versuchen Familien vor der Zerr├╝ttung zu bewahren, damit Kinder in einem sicheren Zuhause aufwachsen k├Ânnen.

Betreuung in Familien: Bis zu 130 Kinder aus der Region, die nicht l├Ąnger bei ihren Eltern leben k├Ânnen, finden in SOS-Familien in Pietermaritzburg ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Eltern f├╝rsorglich betreut. Einige dieser Familien leben in H├Ąusern, die in der Gemeinschaft integriert sind.  Die Kinder besuchen den Kindergarten zusammen mit den Kindern aus der Gemeinde, schlie├čen Freundschaften und sind daher bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert.

Einige Kinder wohnen in Pflegefamilien in der Gemeinschaft. Die Pflegefamilien erhalten kontinuierlich soziale und emotionale Unterst├╝tzung von SOS-Kinderdorf.  
W├Ąhrend die Kinder in unserer Obhut sind, arbeiten wir mit ihren Herkunftsfamilien - unser Ziel ist es, die Familien wieder zu vereinen.

Unterst├╝tzung junger Menschen: Aufgrund der wirtschaftlichen Lage im Land ist es f├╝r junge Menschen h├Ąufig schwierig, Arbeit zu finden und selbst├Ąndig zu werden. SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt sie bei ihrer Fort- und Ausbildung. Wir helfen ihren auch dabei, Arbeit zu finden.
 

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