SOS-Kinderdorf Pietermaritzburg

SOS-Kinderdorf unterst├╝tzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten k├Ânnen (Foto: SOS-Kinderdorf in S├╝dafrika).

Pietermaritzburg ist die Hauptstadt der s├╝dafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal und hat ├╝ber 600.000 Einwohner*innen. Leider ist das Erbe der Apartheid in der Stadt noch immer sehr pr├Ąsent. Der Lebensstandard ist hier sehr niedrig. Viele Menschen sind arbeitslos und leben in Armut. F├╝r viele Kinder bedeutet das, dass sie unter gef├Ąhrlichen Bedingungen aufwachsen, nicht genug zu essen haben und keinen Zugang zu Bildung haben. Dar├╝ber hinaus stellt die HIV/AIDS-Pandemie eine gro├če gesundheitliche Bedrohung in der Region dar.

Seit 1996 unterst├╝tzt SOS-Kinderdorf in Pietermaritzburg Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich f├╝r ihre Rechte ein.

50%
der Menschen in der Stadt leben in Armut

Die Folgen der Apartheid

In Pietermaritzburg sind die ├ťberreste der Apartheid noch immer deutlich sp├╝rbar. Es wird behauptet, dass sich die Lebensbedingungen f├╝r die Benachteiligten - insbesondere f├╝r Frauen und Kinder - seit dem offiziellen Ende der Apartheid im Jahr 1994 sogar verschlechtert haben. W├Ąhrend die Bem├╝hungen, die vom Regime geerbten Probleme zu l├Âsen, noch andauern, sind Krankheiten wie Tuberkulose und Durchfallerkrankungen auf dem Vormarsch, und die Lebenserwartung ist f├╝r die Mehrheit der Menschen in dem Gebiet gesunken. Mehr als 50 % der lokalen Bev├Âlkerung lebt in Armut. Viele haben noch nie eine anst├Ąndige Arbeit gehabt und haben wenig Hoffnung, jemals eine zu bekommen und Kinder haben keinen Zugang zu Bildung oder Gesundheitsversorgung.

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Menschen in S├╝dafrika lebt mit HIV/AIDS

HIV/AIDS

HIV/AIDS ist nach wie vor eine gro├če Herausforderung in ganz S├╝dafrika, aber in Pietermaritzburg ist die Lage besonders ernst. Eine gro├če Zahl von Kindern hat die elterliche Betreuung verloren oder ist durch die Krankheit gef├Ąhrdet. Wenn ein Elternteil erkrankt, verliert er seine F├Ąhigkeit zu arbeiten und damit auch die M├Âglichkeit, f├╝r seine Familie zu sorgen. Viele Kinder m├╝ssen auf irgendeine Weise ihren Lebensunterhalt verdienen und die Verantwortung f├╝r die Pflege ihrer kranken Eltern und Geschwister ├╝bernehmen. Dabei opfern sie oft ihre Ausbildung. Kinder in Pietermaritzburg, die nicht mehr von ihren Eltern versorgt werden k├Ânnen, laufen auch Gefahr, f├╝r Kinderarbeit oder kommerzielle sexuelle Ausbeutung rekrutiert zu werden.

Ihre Unterst├╝tzung macht einen Unterschied f├╝r die Kinder in Pietermaritzburg

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an Unterst├╝tzung anzubieten, das den ├Ârtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
140
Familien
k├Ânnen zusammenbleiben
60
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
30
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die Selbstst├Ąndigkeit begleitet
Die Kinder in unserer Obhut haben Spa├č beim gemeinsamen Spielen. Geschwister wachsen in Familien zusammen auf und kn├╝pfen oft Bindungen, die ein Leben lang halten (Foto: SOS-Kinderdorf in S├╝dafrika).

Was Ihre Unterst├╝tzung in Pietermaritzburg bewirkt

Vulnerable Familien und Gemeinden werden gest├Ąrkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es f├╝r sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu k├╝mmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle Unterst├╝tzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das k├Ânnen Workshops ├╝ber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die n├Âtigen F├Ąhigkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu gr├╝nden. Au├čerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen k├Ânnen.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben k├Ânnen, werden betreut
Manche Kinder k├Ânnen auch mit zus├Ątzlicher Unterst├╝tzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier k├Ânnen sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer m├Âglich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zur├╝ckkehren k├Ânnen, helfen wir ihnen, sich an diese Ver├Ąnderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-st├Ąndigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan f├╝r ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabh├Ąngig zu werden. Wir unterst├╝tzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erh├Âhen so ihre Berufschancen. Sie k├Ânnen beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. Zus├Ątzlich k├Ânnen sie ihre F├Ąhigkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.