SOS-Kinderdorf Waterfalls

Die ohnehin prek├Ąren Lebensbedingungen in der Hauptstadt von Simbabwe haben sich in j├╝ngster Zeit zunehmend verschlechtert. Zahlreiche Kinder k├Ąmpfen t├Ąglich ums ├ťberleben und blicken einer unsicheren Zukunft entgegen.

Simbabwe hat sich noch nicht von der schwersten Wirtschaftskrise des Landes erholt


Kinder ohne elterliche F├╝rsorge finden in einer SOS-Familie ein neues Zuhause (Foto: S.Kitshoff)

Das SOS-Kinderdorf Waterfalls liegt im gleichnamigen Stadtteil von Harare, der Hauptstadt und gr├Â├čten Stadt Simbabwes. Die Bev├Âlkerung umfasst 1,6 Millionen Einwohner im Stadtgebiet und 2,8 Millionen in der Metropolregion. Harare liegt im Nordosten Simbabwes auf einer H├Âhe von 1400 Metern und ist ein wichtiges Handelszentrum sowie Sitz zahlreicher Betriebe des verarbeitenden Gewerbes.

Harare leidet an den Folgen einer schweren Krise: von 1999 bis 2008 sank die Wirtschaftsleistung des Landes um 45 Prozent. Selbst die reichsten Stadtteile litten unter chronischem Wassermangel und Stromausf├Ąllen. Das letzte Jahrzehnt war von politischen Unruhen und Instabilit├Ąt gepr├Ągt. Im Jahr 2005 verloren ├╝ber 700 000 Menschen durch den von der Regierung beschlossenen Abriss von Elendsvierteln ihre Bleibe. 2006 schoss die j├Ąhrliche Inflation in Simbabwe auf ├╝ber 1000 Prozent; Ende 2008 lag sie bei 231 Millionen Prozent. Im Januar 2009 wurde die 100-Billionen-Dollar-Banknote auf den Markt gebracht.

Mangel an Sozialleistungen gef├Ąhrdet tausende Kinder

Obwohl sich die Wirtschaft langsam zu erholen beginnt, leben zahlreiche Menschen in gro├čer Unsicherheit unter prek├Ąren Bedingungen. Junge Menschen sind besonders betroffen. Die Krise hat tausende Familien in die Armut gest├╝rzt. Die Arbeitslosigkeit stieg auf ├╝ber 80 Prozent, Millionen Menschen litten Hunger. Auch HIV/AIDS breitet sich weiter aus. Die Infrastruktur ist veraltet, soziale und medizinische Leistungen sind entweder nicht ausreichend vorhanden oder nicht zug├Ąnglich, und es fehlt an Mitteln f├╝r den Ausbau des Sozialsystems. Anfang 2012 kam es in Harare durch ├╝berlaufende Abwasserkan├Ąle zu einem Ausbruch von Cholera und Typhus. Auch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser bereitet der Stadt gro├če Probleme.

Kinder sind die gr├Â├čten Opfer der Not. Tausende Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mussten die Schule abbrechen, um etwas Geld f├╝r ihre Familien aufzutreiben – derzeit arbeiten gesch├Ątzte 20 Prozent aller Kinder auf den Stra├čen von Harare. Aufgrund der verzweifelten Lage und der Verbreitung von HIV/AIDS sind viele famili├Ąre Netzwerke zusammengebrochen. Kinder ohne elterliche F├╝rsorge, Kinder mit Behinderungen und kindergef├╝hrte Haushalte sind in besonderem Ma├če gef├Ąhrdet.

Unsere Arbeit in Harare


Dank des SOS- Familienst├Ąrkungsprogramms f├╝hrt diese Frau ein kleines Gesch├Ąft und kann f├╝r ihre f├╝nf Angeh├Ârige sorgen.  (Foto: S. Kitshoff)

Das SOS-Kinderdorf Waterfalls im gleichnamigen Stadtteil von Harare wurde im Jahr 1989 er├Âffnet.

Familienst├Ąrkungsprogramm:In j├╝ngster Zeit haben wir unser Familienst├Ąrkungsprogramm stetig ausgebaut, um m├Âglichst viele notleidende Familien in der Region zu erreichen. Das Programm zielt darauf ab, die Not der Bev├Âlkerung zu lindern und Familien zu festigen, damit Kinder sicher und beh├╝tet in einem liebevollen Umfeld aufwachsen k├Ânnen. Die Sozialzentren sichern Kindern den Zugang zu Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung. Wir unterst├╝tzen Familien bei der Einkommensf├Ârderung und dem Ausbau der elterlichen Kompetenzen und bieten im Bedarfsfall Beratungen und psychologischen Beistand. Wir helfen besonders Kindern und Familien, die an HIV/AIDS erkrankt sind. Gemeinsam mit lokalen Organisationen setzen wir uns f├╝r die St├Ąrkung gemeindebasierter Unterst├╝tzungssysteme f├╝r notleidende Familien ein.

Betreuung in SOS-Familien: Bis zu 180 Kinder aus der Region, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen k├Ânnen, finden in SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Eltern f├╝rsorglich betreut.

Bildung: Die Kinder besuchen den SOS-Kindergarten in Harare zusammen mit den Kindern aus der Gemeinde. Dadurch sind sie bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert. Ca. 840 Sch├╝lerInnen werden in der SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule unterrichtet.

Unterst├╝tzung f├╝r junge Menschen: Wir bieten jungen Menschen Unterst├╝tzung, bis sie in der Lage sind, ein selbst├Ąndiges Leben zu f├╝hren. Wir unterst├╝tzen sie beim Zugang zu Weiterbildung und Berufsausbildung, damit sie die erforderlichen F├Ąhigkeiten haben, um Arbeit zu finden. Wir helfen ihnen auch Kontakte zu kn├╝pfen, um Arbeit zu finden oder ihr eigene Gesch├Ąft aufzubauen.

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