SOS-Kinderdörfer in Sierra Leone

W√§hrend des zehnj√§hrigen B√ľrgerkrieges in Sierra Leone wurden Tausende von Kindern als Kindersoldaten eingesetzt und missbraucht. Im Jahr 2014 f√ľhrte die Ebola-Epidemie zu mehr Notlagen in einem der √§rmsten L√§nder Afrikas. Vor diesem Hintergrund spielt SOS-Kinderdorf eine zentrale Rolle bei der Hilfe f√ľr die am st√§rksten gef√§hrdete Bev√∂lkerungsgruppe: den Kindern und jungen Erwachsenen.


SOS-Kindergarten in Freetown (Foto: C. Lesske)

Die Die Republik Sierra Leone liegt in Westafrika. Seit der Unabh√§ngigkeit von der fr√ľheren britischen Kolonialherrschaft im Jahr 1961 war die Geschichte des Landes von vielen Turbulenzen gepr√§gt. Ein grausamer B√ľrgerkrieg von 1991 bis 2002 kostete Tausende von Menschenleben und f√ľhrte zur Vertreibung von √ľber zwei Millionen Menschen, was ca. einem Drittel der Bev√∂lkerung entspricht. Obwohl Sierra Leone zu den √§rmsten L√§ndern Afrikas geh√∂rt, ist das Land sehr reich an Bodensch√§tzen. Es verf√ľgte √ľber gro√üe Vorkommen an Diamanten, Gold, Kakao, Kaffee und Bauxit (ein Aluminium-Erz).

Eines der reichsten und zugleich ärmsten Länder Afrikas

Trotz nat√ľrlicher Ressourcen ist die Armut in Sierra Leone ein gro√ües Problem – c.80 Prozent der Bev√∂lkerung sind arm. In den l√§ndlichen Gebieten ist die Lage meist noch schlimmer als in den Stadtgebieten des Landes. Die Einwohner Sierra Leones werden im Durchschnitt 48 Jahre alt - das ist eine der niedrigsten Lebenserwartungen auf der ganzen Welt.

Fast die Hälfte der Bevölkerung ist schwer unterernährt, da es nur selten eine regelmäßige Versorgung mit Nahrung und sauberem Trinkwasser gibt. HIV/AIDS ist nach wie vor ein anhaltendes Gesundheitsproblem in Sierra Leone, einem Land, in dem 49 000 Menschen mit dem Virus infiziert sind. Obwohl in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielt worden sind, stellt HIV vor allem in den ländlichen Gebieten, in denen das HI-Virus stärker verbreitet ist als in den Städten, ein ernstes Problem dar.

Im Jahr 2014 brachte die Ebola-Epidemie alle Aspekte des Lebens in Sierra Leone zum teilweisen Erliegen. Viele Familien sind negativ betroffen: die Preise f√ľr Brennstoff und Grundnahrungsmitteln sind gestiegen und in Gebieten, in denen die Bewegungsfreiheit eingeschr√§nkt ist, k√∂nnen die Erwachsenen nicht Ihrer Arbeit nachgehen um einen Lebensunterhalt zu verdienen.
 

Kinder brauchen Schutz


Froh, in der Schule zu sein (Foto: C. Lesske)

Die psychologischen Auswirkungen der Gr√§ueltaten, die die Kinder in Sierra Leone w√§hrend des B√ľrgerkrieges miterleben mussten, sind schwerwiegend. Sch√§tzungsweise 310 000 Kinder wachsen in Sierra Leone ohne ihre Eltern auf. Noch immer ist das auf die Folgen des B√ľrgerkriegs zur√ľckzuf√ľhren, aber unter den verlassenen Kindern sind auch viele Aidswaisen, sch√§tzungsweise18 000. Wegen der Ebola-Epidemie, die 2014 begann, haben viele Kinder elterliche F√ľrsorge verloren.

Waisenkinder m√ľssen oft die schwere Aufgabe bew√§ltigen, schon in sehr jungen Jahren eine ganze Geschwisterfamilie zu ern√§hren. Tausende von Kindern arbeiten in Sierra Leone in den Minen des Landes, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie m√ľssen schwere k√∂rperliche Arbeit verrichten, z.B. tiefe Erd- oder Kiesgruben ausheben oder die schwerer Massen von Schlamm beseitigen. Einige dieser Kinder sind j√ľnger als zehn Jahre.

Mit 119 pro 1000 Lebendgeburten hat Sierra Leone eine der h√∂chsten S√§uglingssterblichkeitsraten der Welt. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln stellt f√ľr viele Familien in Sierra Leone ein gro√ües Problem dar.

Der Mangel an Schulen und Lehrpersonal hat negative Folgen f√ľr die Bildung der Kinder in Sierra Leone. W√§hrend des Krieges wurden Tausende von Schulen ganz oder teilweise zerst√∂rt. Trotz der j√ľngsten Bem√ľhungen um den Ausbau des Bildungssystems geht weniger als die H√§lfte der Kinder zur Schule. Sierra Leone hat nach wie vor eine der h√∂chsten Analphabetenraten in der ganzen Welt. Mitte 2014 verschlechterte sich die Situation, da Schulen geschlossen wurden, um die Ausbreitung des Ebola-Virus zu verhindern.
 

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