SOS-Kinderdörfer in Cabo Verde

SOS-Kinderdorf sorgt dafĂŒr, dass Kinder die Betreuung, den Schutz und die Beziehungen haben, die sie fĂŒr eine bestmögliche Entwicklung brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in Cabo Verde)

Cabo Verde ist ein Inselstaat, der etwa 570 Kilometer vor der KĂŒste Westafrikas liegt. Der Archipel, der aus zehn Inseln und fĂŒnf Inselchen besteht, wurde 1975 von der portugiesischen Kolonialherrschaft unabhĂ€ngig. Im Vergleich zu den meisten Teilen des afrikanischen Kontinents ist Cabo Verde ein recht entwickeltes Land, in dem die Einkommen gestiegen sind. Allerdings haben nicht alle Menschen, die hier leben, davon profitiert. Es mangelt nach wie vor an wirtschaftlichen Möglichkeiten und es herrscht Armut. Infolgedessen haben viele die Inseln verlassen, um anderswo zu leben. Von den Familien, die weiterhin im Lande leben, leben viele in prekĂ€ren VerhĂ€ltnissen.

Seit 1981 unterstĂŒtzt SOS-Kinderdorf in Cabo Verde Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen mĂŒssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.

GefÀhrdete Kinder

Obwohl es den Kindern auf den Kapverden im Allgemeinen besser geht als vielen anderen Kindern auf dem afrikanischen Kontinent, sind sie immer noch vielen Risiken ausgesetzt. Viele Familien, die am unteren Ende der sozioökonomischen Leiter stehen, leben in extremer Armut. Sie haben nur begrenzten Zugang zu Trinkwasser, sanitĂ€ren Einrichtungen und anderen grundlegenden Dienstleistungen. Sie haben oft MĂŒhe, ihre Kinder mit ausreichend nahrhafter Nahrung zu versorgen, was zu UnterernĂ€hrung fĂŒhrt. Dieses Problem wird durch den weit verbreiteten Mangel an Trinkwasser auf der Insel noch verschĂ€rft.
41%
der Bevölkerung hat kein sauberes Wasser zuhause

Frischwasser ist knapp

Aufgrund des sahelischen Klimas, das durch lange DĂŒrreperioden gekennzeichnet ist, herrscht auf den Kapverden hĂ€ufig ein Mangel an Trinkwasser. Rund 41 % der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Wasser in ihren HĂ€usern. Aufgrund der Wasserknappheit haben viele Menschen die lĂ€ndlichen Gebiete verlassen und sind in die Hauptstadt gezogen. Die lĂ€ndliche Wirtschaft Cabo Verdes ist hĂ€ufig von DĂŒrreperioden betroffen, in denen die Ernten zerstört werden. Infolgedessen sind Lebensmittel nicht immer verfĂŒgbar, was bei einigen Menschen zu UnterernĂ€hrung fĂŒhrt.

1 von 10
Kindern in Cabo Verde ist unterernÀhrt

Armut

Auch wenn der Armutsanteil in Cabo Verde in den letzten Jahren zurĂŒckgegangen ist, haben viele Menschen immer noch keinen Zugang zu angemessenen Wohnungen, sanitĂ€ren Einrichtungen, Schulen oder KrankenhĂ€usern. Außerdem haben viele Eltern Schwierigkeiten, ihre Kinder ausreichend zu ernĂ€hren. Aufgrund von Armut und Missernten ist jedes zehnte Kind unterernĂ€hrt. Das Leben in Cabo Verde bleibt ein tĂ€glicher Kampf fĂŒr diejenigen, die auf der untersten Stufe der sozioökonomischen Leiter stehen, und Kinder sind besonders gefĂ€hrdet.

10%
der Kinder besuchen keine Grundschule

Kinderarbeit

Obwohl die kapverdische Regierung eine Reihe von Gesetzen unterzeichnet hat, um die Kinder des Landes vor den schlimmsten Formen der Kinderarbeit zu schĂŒtzen, ist sie fĂŒr viele immer noch RealitĂ€t. Sie arbeiten in der Landwirtschaft, wo sie gezwungen sind, gefĂ€hrliche Maschinen zu bedienen und Pestiziden ausgesetzt sind. Viele Kinder arbeiten Berichten zufolge als Hausangestellte, StraßenverkĂ€ufer*innen und AutowĂ€scher*innen an Ampeln. Oft mĂŒssen sie arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstĂŒtzen. Viele von ihnen haben keine Chance, eine gute Schulbildung zu erhalten. Etwa 10 % der kapverdischen Kinder besuchen keine Grundschule.

Zusammen können wir etwas fĂŒr die Kinder in Cabo Verde verĂ€ndern

580
Kinder und Erwachsene
bekommen in der Gemeinde UnterstĂŒtzung
160
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
Kinder wachsen am besten in ihrer Familie auf. Wenn dies jedoch nicht möglich ist, sorgt SOS-Kinderdorf fĂŒr die Betreuung und den Schutz, den sie brauchen (Foto: SOS-Kinderdorf in Cabo Verde).

Zusammenarbeit fĂŒr nachhaltige Entwicklung

2015 verpflichteten sich 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen hinzuarbeiten. Dieser 15-Jahres-Plan hat das Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern, Armut zu beenden, Ungleichheit zu bekĂ€mpfen und unseren Planeten zu schĂŒtzen.
ZIEL 1: Armut beenden
SOS- Kinderdorf unterstĂŒtzt Familien und Gemeinden, damit die Familien zusammenbleiben und aus dem Kreislauf der Armut ausbrechen können.
ZIEL 4: Hochwertige Bildung fĂŒr alle
Alle Kinder und Jugendlichen, die SOS-Kinderdorf unterstĂŒtzt, haben Zugang zu Bildung - vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung oder UniversitĂ€t.
ZIEL 8: Gleiche berufliche Chancen fĂŒr alle
SOS-Kinderdorf hilft jungen Menschen, FÀhigkeiten und Selbstvertrauen zu entwickeln, um gute Arbeit zu finden, und bildet Eltern aus, damit sie ein stabiles Einkommen haben können.
ZIEL 10: Ungleichheiten abbauen
SOS-Kinderdorf setzt sich fĂŒr die Sicherheit der Kinder ein, indem wir friedliche und integrative Gemeinschaften fördern. Wir bieten Schulungen zu Kinderrechten und positiver Erziehung an.
ZIEL 16: Frieden und Inklusion fördern
Wir setzen uns fĂŒr Gesetze und Regelungen ein, die soziale Inklusion und Schutz fĂŒr Kinder und Jugendliche ohne elterliche Betreuung oder aus prekĂ€ren Haushalten gewĂ€hrleisten.

SchĂŒtzen wir weiterhin Kinder und Jugendliche!

Viele Kinder konnten ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit finden. Mit Ihrer Hilfe können wir weiterhin ihr Leben verbessern