SOS-Kinderdorf N’zĂ©rĂ©korĂ©

SOS-Kinderdorf unterstĂŒtzt Kinder, Jugendliche und Familien, damit sie sich entfalten können (Foto: SOS-Kinderdorf in Guinea).

N'zĂ©rĂ©korĂ© ist eine Stadt im SĂŒdosten von Guinea, nahe der Grenze zu Liberia. Sie hat rund 195.000 Einwohner und ist ein wichtiges Handelszentrum fĂŒr die umliegenden Gebiete. Die Einwohnerzahl der Stadt hat sich seit 1996 fast verdreifacht, was nicht zuletzt auf den Zustrom von FlĂŒchtlingen aus den NachbarlĂ€ndern Liberia, Sierra Leone und CĂŽte d'Ivoire zurĂŒckzufĂŒhren ist, die vor den BĂŒrgerkriegen in diesen LĂ€ndern fliehen. Erschwert wird die Situation durch die sozioökonomischen Bedingungen und das instabile politische Umfeld in der gesamten Region.

Seit 2001 unterstĂŒtzt SOS-Kinderdorf in N’zĂ©rĂ©korĂ© Kinder, Jugendliche und Familien und setzt sich fĂŒr ihre Rechte ein.

55
Jahre betrÀgt die durch-schnittliche Lebenserwartung

Niedrige Lebenserwartung

Die Lebenserwartung ist ein Maß fĂŒr die Gesundheit einer Bevölkerung. Weltweit liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 72,7 Jahren. Mit durchschnittlich 55 Jahren ist die Lebenserwartung in der Region um N'zĂ©rĂ©korĂ© die mit Abstand niedrigste aller Regionen Guineas. Es besteht auch ein großes Stadt-Land-GefĂ€lle. So wird beispielsweise eine Person aus Conakry im Durchschnitt nur etwas ĂŒber 65 Jahre alt. Einige der hĂ€ufigsten Todesursachen in Guinea sind Infektionen der unteren Atemwege, Malaria und Durchfallerkrankungen.

24%
der Kinder sind von Kinderarbeit betroffen

Kinder werden gezwungen zu arbeiten

Obwohl Guinea Gesetze zum Verbot von Kinderarbeit erlassen hat, gibt es kaum Anstrengungen, diese vollstĂ€ndig zu unterbinden. Die verabschiedeten Gesetze entsprechen nicht den internationalen Standards. So erfassen sie beispielsweise keine Kinder, die außerhalb einer formellen BeschĂ€ftigung arbeiten. Einige guineische Jungen werden gezwungen, in Gold- und Diamantenminen zu arbeiten, wĂ€hrend MĂ€dchen in der Hausarbeit eingesetzt und sexuell ausgebeutet werden können. Kinderarbeit kann zu körperlichen und seelischen SchĂ€den fĂŒhren. Sie kann Kinder daran hindern, die Schule zu besuchen und medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. Das schrĂ€nkt ihre Grundrechte ein und bedroht ihre Zukunft.

Ihre UnterstĂŒtzung macht einen Unterschied fĂŒr die Kinder in N‘zĂ©rĂ©korĂ©

SOS-Kinderdorf arbeitet mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um ein breites Spektrum an UnterstĂŒtzung anzubieten, das den örtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Wir arbeiten immer im besten Interesse der Kinder, Jugendlichen und Familien.
100
Kinder und Erwachsene
werden in der Gemeinde unterstĂŒtzt
60
Kinder und Jugendliche
wachsen in unserer Obhut auf
25
Jugendliche
werden auf ihrem Weg in die SelbststÀndigkeit begleitet
Gemeinsam spielende Kinder. Geschwister wachsen in Familien zusammen auf und knĂŒpfen oft Bindungen, die ein Leben lang bestehen bleiben (Foto: SOS-Kinderdorf in Guinea).

Was Ihre UnterstĂŒtzung in N’zĂ©rĂ©korĂ© bewirkt

Vulnerable Familien und Gemeinden werden gestÀrkt
Wenn Eltern in Not sind, ist es fĂŒr sie manchmal schwierig, sich ausreichend um ihre Kinder zu kĂŒmmern. SOS-Kinderdorf arbeitet daher mit lokalen Partner*innen und Gemeinden zusammen, um jeder Familie individuelle UnterstĂŒtzung zu bieten, damit sie zusammenbleiben kann. Das können Workshops ĂŒber Elternschaft oder Kinderrechte sein aber auch Schulungen, bei denen die Eltern die nötigen FĂ€higkeiten erwerben, um Arbeit zu finden oder ihr eigenes Unternehmen zu grĂŒnden. Außerdem stellen wir sicher, dass die Kinder medizinische Hilfe erhalten und zur Schule gehen können.
Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können, werden betreut
Manche Kinder können auch mit zusĂ€tzlicher UnterstĂŒtzung nicht bei ihrer Familie bleiben. Wenn dies der Fall ist, finden sie bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Hier können sie sichere und dauerhafte Beziehungen aufbauen. Alle Kinder, die wir betreuen, haben Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Wo immer möglich arbeiten wir eng mit der Herkunftsfamilie zusammen. Wenn Kinder zu ihren Familien zurĂŒckkehren können, helfen wir ihnen, sich an diese VerĂ€nderung anzupassen.
Jugendliche werden auf ihrem Weg in die Selbst-stÀndigkeit begleitet
Unser lokales Team arbeitet eng mit den Jugendlichen zusammen, um einen Plan fĂŒr ihre Zukunft zu entwickeln. Dabei lernen sie selbstbewusst und unabhĂ€ngig zu werden. Wir unterstĂŒtzen die Jugendlichen, wenn sie sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und erhöhen so ihre Berufschancen. Sie können beispielsweise an Workshops und Schulungen teilnehmen, die von SOS-Kinderdorf angeboten werden. ZusĂ€tzlich können sie ihre FĂ€higkeiten durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten mit lokalen Mentor*innen und Unternehmen ausbauen.