Dschibuti - Übersicht
Die multiethnische Republik Dschibuti liegt am Horn von Afrika und hat etwa 920 000 Einwohner. Das Land erzielt einige Einkünfte aus seinem Zugang zum Roten Meer und bietet einen Seehafen für viele Binnenländer in der Nähe. Das Land ist jedoch nach wie vor in hohem Maße von ausländischer Hilfe abhängig und leidet unter anhaltenden Dürreperioden und Nahrungsmittelknappheit. Daher sind Tausende von Kindern unterernährt und leben in Armut.
Seit 2011 unterstützt SOS-Kinderdorf in Dschibuti Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Betreuung aufwachsen müssen, oder Gefahr laufen, diese zu verlieren.
Gefährdete Kinder
Unterernährung
Dschibuti ist ein sehr trockenes Land mit geringen Niederschlägen. Wasserknappheit vernichtet oft die Ernten der Kleinbauern und tötet einen Großteil des Viehbestands, was zu Nahrungsmittelknappheit und Unterernährung führt. Dschibuti weist weltweit eine der höchsten Unterernährungsraten bei Kindern auf, insbesondere bei Kindern unter fünf Jahren, die in ländlichen Gebieten leben. Einigen Schätzungen zufolge leidet etwa ein Drittel aller Kinder in Dschibuti an den Folgen von Unterernährung, einschließlich Wachstums- und Gehirnentwicklungsstörungen.
Armut
Schätzungsweise 70% der Bevölkerung Dschibutis sind arm. In den letzten Jahren sind die Preise für Lebensmittel und andere grundlegende Güter wie Wohnraum, Strom und Wasser gestiegen, was die Not der Familien, die ohnehin schon um ihren Lebensunterhalt kämpfen mussten, noch vergrößert hat. Darüber hinaus stehen die Familien unter wirtschaftlichem Druck, was bedeutet, dass viele es sich nicht leisten können, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Sehr oft werden Mädchen und Jungen zum Arbeiten geschickt, damit sie zum Familieneinkommen beitragen.
Gesundheit
Rund 35% der Bevölkerung von Dschibuti sind Kinder unter 15 Jahren. Trotz einiger Verbesserungen in jüngster Zeit hat das Land eine sehr hohe Säuglings- und Müttersterblichkeitsrate, denn 50 von 1000 Kindern sterben im ersten Lebensjahr. Dies ist weitgehend auf Unterernährung, schlechte sanitäre Verhältnisse und den begrenzten Zugang zu medizinischen Einrichtungen zurückzuführen.
Zusammen können wir etwas für die Kinder in Dschibuti verändern