SOS-Kinderdorf Rutana

Das SOS-Kinderdorf Rutana wurde im Jahr 2005 als weiteres Hilfsangebot unserer Organisation f├╝r notleidende Kinder in Burundi er├Âffnet. Dieses zentralafrikanische Land leidet in hohem Ma├če an extremer Armut und muss in der nahen Zukunft gro├če Herausforderungen bew├Ąltigen.

Wettstreit um sp├Ąrliches Land unter dem Fluch von Armut und HIV/AIDS


Dank dreier Ziegen k├Ânnen sich Pascasie und ihre Familie jetzt selbst versorgen (Foto: Marintoinetta Peru)

Rutana liegt im S├╝dosten Burundis. In dieser Region leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft. Der t├Ągliche Kampf ums ├ťberleben ist sehr hart, da die Ackerfl├Ąchen immer knapper werden und die B├Âden meist n├Ąhrstoffarm sind. Daher sind die Menschen f├╝r bessere Ernteertr├Ąge auf den Einsatz von D├╝ngemitteln angewiesen, doch diese sind f├╝r viele Bauern unerschwinglich. Seitdem in Burundi Frieden herrscht, sind viele Menschen, die w├Ąhrend der Konflikte aus dem Land geflohen waren, in ihre Heimat zur├╝ckgekehrt. Sie besitzen meist kein Land und stellen das ohnehin dicht besiedelte Burundi vor weitere soziale Herausforderungen. Dar├╝ber hinaus bremst der Mangel an Fachkenntnissen die dringend ben├Âtigten Entwicklungsinitiativen. Mit einer der weltweit h├Âchsten Geburtenraten ist vor allem auf dem landwirtschaftlichen Sektor eine allgemeine Entwicklung dringend erforderlich, um die Lebensbedingungen der armen Bev├Âlkerung zu verbessern.

Neben der st├Ąndigen Nahrungsmittelknappheit haben HIV/AIDS, Malaria und andere weit verbreitete Krankheiten schwere Folgen f├╝r die betroffenen Familien. Medikamente sind h├Ąufig unerschwinglich; die Armen k├Ânnen sich keine ├Ąrztliche Versorgung leisten. Tausende von Kindern haben daher die elterliche F├╝rsorge verloren. Aufgrund der extremen Armut kann auch die Gro├čfamilie oft nicht f├╝r weitere Angeh├Ârige sorgen. Viele Waisenkinder landen auf der Stra├če und sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt.

Es bedarf enormer Anstrengungen, um Kindern eine bessere Zukunft zu sichern

Bildung ist f├╝r ein Land, das dringend auf Entwicklung angewiesen ist, von grundlegender Bedeutung. Viele Menschen haben in Burundi jedoch keinen Zugang zum Bildungssystem, wodurch die Analphabetenrate sehr hoch ist. Eine M├Âglichkeit, langfristige positive Ver├Ąnderungen f├╝r notleidende Kinder zu bewirken, liegt in der Bereitstellung von Schulen und Bildungseinrichtungen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterst├╝tzung von Familien in Not, damit sie sich und ihre Kinder versorgen k├Ânnen. SOS-Kinderdorf ist davon ├╝berzeugt, dass der beste Platz f├╝r Kinder bei ihrer eigenen Familie ist, wenn ihre Eltern ausreichend f├╝r sie sorgen k├Ânnen.

Aus diesem Grund bietet unsere Organisation verschiedene Ma├čnahmen, um gef├Ąhrdete Familien vor der Zerr├╝ttung zu bewahren. Dazu geh├Âren die Bereitstellung von Medikamenten ebenso wie die Unterst├╝tzung von Eltern oder Betreuungspersonen, damit sie selbst f├╝r ihre Familien sorgen k├Ânnen. Ein konkretes Beispiel sind drei Ziegen, die eine Familie in Rutana im Rahmen unseres Familienst├Ąrkungsprogrammes bekommen hat. Da f├╝r viele Familien die dringend erforderlichen D├╝ngemittel unerschwinglich sind, k├Ânnen sie nicht gen├╝gend Nahrungsmittel produzieren. Drei Ziegen k├Ânnen einer Familie ausreichend D├╝nger f├╝r ihre Ackerfl├Ąchen liefern, damit sie Gem├╝sepflanzen f├╝r den Eigenbedarf und sogar zum Verkauf anbauen k├Ânnen. Durch solche nachhaltige Initiativen versucht SOS-Kinderdorf, zumindest f├╝r einige der Vielzahl von notleidenden Familien und Kindern in der Region langfristige Ver├Ąnderungen zu bewirken.

Unsere Arbeit in Rutana


Spielende Kinder (Foto: Thomas Schytz Larsen)

Das SOS-medizinische Zentrum und das SOS-Sozialzentrum bieten der lokalen Gemeinde Unterst├╝tzung. Menschen, die an HIV/AIDS erkrankt sind, werden medizinisch versorgt und betreut. Einige der ├Ąrmsten Familien erhalten Nahrungsmittelpakete, andere werden bei der Suche nach einer Unterkunft unterst├╝tzt und k├Ânnen an Schulungen teilnehmen, durch die ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden. Dar├╝ber hinaus werden regelm├Ą├čig Pr├Ąventionskampagnen gegen HIV/AIDS durchgef├╝hrt.

Kinder ohne elterliche F├╝rsorge k├Ânnen in einer der 14 SOS-Familien ein liebevolles Zuhause finden. Hier wachsen die Kinder gemeinsam mit ihren Geschwistern in einer sicheren Umgebung auf und werden in der Grundschule von SOS-Kinderdorf unterrichtet. Ebenso wie die Hermann-Gmeiner-Schule steht auch der SOS-Kindergarten den Kindern aus der lokalen Bev├Âlkerung und den SOS-Familien gleicherma├čen zur Verf├╝gung. Dadurch k├Ânnen vor allem alleinerziehende Eltern oder Betreuungspersonen zur Arbeit gehen, w├Ąhrend sie ihre Kinder in der Obhut ausgebildeter Fachkr├Ąfte wohl beh├╝tet wissen.

Das SOS-Kinderdorf Rutana besteht schon so lange, dass einige Kinder zu jungen Erwachsenen geworden sind. Diese jungen Menschen wechseln in das SOS-Jugendprogramm, in dem sie ihre ersten Schritte in die Selbst├Ąndigkeit unternehmen. In einer betreuten Umgebung werden die jungen Erwachsenen w├Ąhrend ihrer Ausbildung oder ihres Studiums begleitet und unterst├╝tzt. Sie werden ermutigt, Zukunftsperspektiven zu entwickeln, lernen Verantwortung zu ├╝bernehmen und zunehmend eigene Entscheidungen zu treffen.
 

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