Syrien-Krieg

SOS-Hilfe für Kinder und Familien

Auch im neunten Kriegsjahr ist SOS-Kinderdorf unvermindert für Kinder und Familien im Einsatz. Der Fokus geht von der Nothilfe zur längerfristigen Betreuung von Kindern über, wie zum Beispiel mit dem neuen SOS-Kinderdorf in Sabourah. 

SOS-Kinderdorf-Mutter Furat aus dem SOS-Kinderdorf Qodsaya. Das neue Dorf ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Umstellung der Soforthilfemaßnahmen auf langfristigere Betreuung und Begleitung von Kindern und auch Familien, die nach Syrien zurückkehren.

Von der Nothilfe zur langfristigen Unterstützung

Seit 2018 werden die Soforthilfe-Maßnahmen der Nothilfe in langfristigere Unterstützungs- und Betreuungsangebote umgewandelt. Die Kinder in den Interim-Care-Zentren (Zuhause auf Zeit für Kinder ohne Eltern) wechseln nun in kleineren Wohnheiten und  - falls keine Angehörigen gefunden werden - in die beiden SOS-Kinderdörfer nach Damaskus. Das zweite SOS-Kinderdorf in Damaskus wurde im Oktober Jahr 2017 eröffnet.
 

Nothilfe - Zahlen & Fakten

Seit Kriegsausbruch im März 2012 hat SOS-Kinderdorf seine Nothilfe in Syrien dank der großartigen Unterstützung aus Österreich kontinuierlich ausgebaut. Im Jahr 2019 geht die SOS-Nothilfe nun in langfristigeren Projekten auf.

Von der Nothilfe zur langfristigen Unterstützung

Wir möchten die Menschen in Syrien weiterhin unterstützen und mithelfen, die Rechte der Kinder an die erste Stelle zu setzen!  Dazu zählt: Verstreute Familien wieder zu vereinen, damit die Kinder wieder in der Geborgenheit der eigenen Familie aufwachsen können. In Bildung zu investieren, damit damit die Kinder den versäumten Unterricht nachholen und vorankommen können. Und den traumatisierten Kinder des Krieges die notwendige psychologische Unterstützung anzubieten.

8 Jahre Nothilfe

Übersicht über die Nothilfe der vergangenen Jahre.

Wieder vereint

Wie Kareem über SOS-Kinderdorf wieder zu seiner Familie fand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Back to school

SOS-Kinderdorf setzt sich dafür ein, dass Kinder wieder in die Schule gehen können. Familien erhalten Zuschüsse für Essen, Heizung und Miete. Durch das Back-to-School-Projekt erhalten die Kinder auch Schulsachen, Schuluniformen und Schuhe.

Fokus auf langfristige Betreuung

"Wir dürfen niemals die Auswirkungen des Krieges auf eine ganze Generation von Kindern aus den Augen verlieren", sagt Alia Al-Dalli, Internationale Direktorin der Region Naher Osten und Nordafrika für SOS-Kinderdorf. "Wir müssen die langfristige Betreuung dieser Kinder sicherstellen, die unter Gewalt, Trennung und Verlust leiden. Kinder, deren Schulbildung unterbrochen wurde und denen die Freude der Kindheit geraubt wurde“.

Die Kinderschutz-Zentren, so genannte Child-Friendly-Spaces sind ein wichtiger Bestandteil. Dort können Kindern malen, tanzen, lachen, kurz Kind sein. Zusätzlich erhalten sie psychologische Unterstützung und medizinische Betreuung.


 
Ende des Jahres 2017 wurde in Jaramana, einem Vorstadtbezirk Damaskus, ein Hilfszentrum für traumatisierte Kinder eröffnet. Es hat 24 Stunden, 7 Tage die Woche geöffnet. Mehr dazu ...


















 

Kinderschutz-Zentren in Tartous

Aus Damaskus und Aleppo sind viele Menschen in die Küstenstadt Tartous geflüchtet. Dort bietet SOS-Kinderdorf betreute Kinderschutz- Zentren an, in denen die Kinder dem harten Alltag für ein paar Stunden entfliehen könne.

Hilfe für traumatisierte Kinder

Als sich die Kämpfe in der Region East Ghouta am Stadtrand von Damaskus 2017 verschärften, schloss sich SOS-Kinderdorf Syrien mit UNICEF zusammen, und SOS-Kinderdorf eröffnete ein weiteres Hilfszentrum für traumatisierte Kinder.

Im Interview mit Psychologin Frau Dr. Teresa Ngigi erfahren Sie mehr über die Traumabewältigung nach Katastrophen bei SOS-Kinderdorf.
 


Wir hoffen weiterhin auf ein baldiges Ende dieses Konflikts, der Millionen unschuldiger Kinder, junger Menschen und Familien schrecklich gefordert hat.

Alia Al-Dalli
SOS-Kinderdorf Syrien
Kinder spielen im neuen SOS-Kinderdorf Sabourah bei Damaskus. Mehr dazu ...


















 

Kinderschutz-Zentren in Aleppo

Auch in Aleppo gibt es zwei Kinderschutz-Zentren. Neben Spiel- und Malmöglichkeiten werden die traumatisierten Kinder auch psychologisch betreut.

Ein neues Zuhause

1981 wurde in Syrien das erste SOS-Kinderdorf gebaut. Es entstand in Damaskus, wo im Oktober 2017 nun ein weiteres SOS-Kinderdorf im Stadtbezirk Sabourah eröffnet wurde. Dort wohnt auch ein Teil jener SOS-Kinderdorf-Familien, die 2012 aus dem SOS-Kinderdorf Aleppo (gebaut 1998) evakuiert werden mussten.
 


"Es ist unser aller Aufgabe dafür zu sorgen, dass aus den syrischen Kindern und Jugendlichen von heute keine verlorene Generation von morgen wird."

Christian Moser
Geschäftsführer SOS-Kinderdorf
Das neue und zweite SOS-Kinderdorf in Damaskus befindet sich in Sabourah, in einer von Kampfhandlungen bisher völlig verschonten, sicheren Nachbarschaft.























 

Sabourah - Das neue SOS-Kinderdorf

80 Kinder werden in zehn Familien ein Zuhause haben. Neben Schutz und Geborgenheit bekommen die meist schwer traumatisierten Kinder auch die dringend nötige therapeutische Unterstützung und Begleitung.

SOS-Kinderdorf bleibt

SOS-Kinderdorf war lange vor dem Krieg im Land tätig und wird auch in Zukunft mit nachhaltigen Projekten und Programmen für Not leidende Kinder und Familien im Land bleiben - Dank der Unterstützung so vieler Spenderinnen und Spender aus Österreich und aller Welt.

Ihre Dorfpatenschaft in Syrien

Als SOS-Dorfpate können Sie auch langfristig Kindern helfen. Unterstützen Sie SOS-Kinderdorf mit Ihrem monatlichen Beitrag!

SOS-Nothilfe weltweit

Damit SOS-Kinderdorf bei akuten Krisen schnell und zielgerichtet helfen kann, koordiniert SOS-Kinderdorf vor Ort alle notwendigen Maßnahmen. Ihre Spende wird dort verwendet, wo sie gerade am dringendsten benötigt wird.