6 Jahre Bürgerkrieg Syrien

Foto-Essay: 6 Jahre Bürgerkrieg

Im März jährt sich zum sechsten Mal der Beginn des Bürgerkriegs in Syrien. Die nicht endende Gewalt macht das Land zu einem der schlimmsten Orte auf der Welt.

Saida ist hochschwanger und glücklick, am 20. März ist der langersehnte Geburtstermin. Das Baby, von seinen Eltern erhofft und gewünscht, wird es gut haben im Leben. Der Vater, ein engagierter Chirurg, die Mutter eine moderne, junge Frau, die Familie gut situiert, ein schönes Haus am Stadtrand, Garten, Freunde, Großeltern die sehnlichst auf ihr ersten Enkelkind warten. Wird es ein Bub oder ein Mädchen? Völlig egal. Der Kinderwagen steht bereits im Flur. Jeden Tag wollen die jungen Eltern jetzt spazieren gehen, die Parks und Spielplätze ihrer Kindheit besuchen, in Straßen-Cafes mit Freunden Babygeschichtgen austauschen, ihr junges Familienglück genießen, ihrem Kind alles bieten und geben, was es benötigt für das Erwachsenwerden in - Aleppo!

Kurz vor der Geburt von Ranja am 20. März 2011 bricht in Syrien und Aleppo der Krieg aus. Ranja wurde schon im Krieg geboren, Ranja kennt nur den Krieg, ja der Krieg ist ihr Leben. All das Schreckliche, vor dem sie ihre Mutter Saida und ihr Vater bewahren wollten, ist über das Mädchen hereingebrochen. Die Erlebnisse haben ihre kleine Seele für immer verwundet und werden sie ein lebenlang verfolgen, auch wenn es Ranja heute noch nicht bewusst ist. Eine geraubte Kindheit, wie so viele.

Und doch gibt es so etwas wie Hoffnung! In einem child friendly space am Stadtrand von Aleppo hört man Ranja vergnügt bei einem Zeichentrickfilm quietschen oder beim Malen ein Lied von der Farbe Rosarot trällern. Ihre Lachen, ihre Fröhlichkeit, die der Hort für ein paar Stunden ermöglicht, ist das größte Geschenk für Mutter Saida und auch für die Mitarbeiterinnen von SOS-Kinderdorf. Wenn sie gefragt werden, was sie in den letzten sechs Jahren in einem zerbombten Aleppo alles erreicht haben, dann neben all der Nothilfe mit Lebensmitteln, mit Trinkwasser, Medikamenten und warmen Decken vor allem auch dies: Sie haben der kleinen Ranja und weiteren 4.300 Kindern täglich ein Stück geraubter Kindheit zurückgegeben, eine Hilfe, die leise ist, aber die lange in den Seelen dieser Kinder nachwirkt.

Seit sechs Jahren herrscht Krieg in Syrien. Unzählige Kinder und Jugendliche sind vom Krieg betroffen, obwohl sie am wenigsten dafür können. Für die Kleinsten unter den Kindern ist Krieg das einzige, was sie kennen.

SOS-Kinderdorf setzt seine jahrzehntelange Arbeit fort, um den Familien zu helfen. Seit der Eröffnung des ersten SOS-Kinderdorfs in Damaskus in 1981, bietet SOS-Kinderdorf Kindern in Not ein sicheres Zuhause. Das im Jahr 2012 gestartetes Soforthilfeprogramm hilft Menschen in Aleppo, Damaskus und Tartous durch Familienstärkung, Traumatherapie, Bildungsmaßnahmen für Kinder sowie Lebensmittelpakete und medizinische Versorgung. Zusätzlich unterstützen Notfallteams syrische Flüchtlinge im Libanon und Europa.

Der Foto-Essay veranschaulicht die humanitäre Hilfe, die SOS-Kinderdorf für Kinder und Familien in über 5 Jahren in Syrien geleistet hat.

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