SOS-Kinderdorf Aqaba

Akaba ist f√ľr seine malerischen Str√§nde und Luxushotels bekannt. Hier befindet sich der einzige Seehafen des Landes, und die Region liegt in der Sonderwirtschaftszone Akaba. Dennoch kann das Leben in Akaba unvorstellbar hart sein. Besonders die vielen tausend Fl√ľchtlinge und junge Menschen finden nur selten eine Arbeit.

Ein beliebtes Touristenziel mit zahlreichen sozialen Problemen


Kinder wachsen in einer Familie mit ihren Br√ľdern und Schwestern auf (Foto: SOS-Archiv).
Akaba liegt an der S√ľdk√ľste Jordaniens nahe der Grenze zu Israel an der Spitze des Golfs von Akaba und hat mehr als 100 000 Einwohner. Die Stadt ist ein beliebtes Ziel f√ľr Touristen und verf√ľgt √ľber den einzigen Seehafen des Landes.

Trotz der stabilen Wirtschaft und der wachsenden Industrie Jordaniens leidet besonders die Jugend unter dem Mangel an Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten. Nach Angaben eines UNICEF-Berichts z√§hlen fehlende Berufsberatung, der Mangel an qualifizierten Arbeitspl√§tzen f√ľr Hochschulabsolventen und Fachkr√§fte und kulturelle Barrieren, die Frauen den Zugang zum Arbeitsmarkt erschweren, zu den Hauptgr√ľnden f√ľr die hohe Arbeitslosigkeit. Derzeit sind weniger als zw√∂lf Prozent der jordanischen Frauen offiziell besch√§ftigt.

Nicht alle Bewohner von Akaba haben bislang vom Reichtum profitiert, den der Tourismus in die Region gebracht hat. Shalala beispielsweise ist eine arme Gemeinde, in der haupts√§chlich pal√§stinensische Fl√ľchtlinge aus dem Gaza-Streifen leben. Sie besitzen keine jordanische Staatsangeh√∂rigkeit und haben daher keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und kein Recht auf freie Bildung. In den letzten Jahren sind auch Tausende syrische Fl√ľchtlinge in das Gebiet gekommen. Kinder haben es besonders schwer: sie sind ihrem Zuhause und ihrer gewohnten Umgebung entrissen worden, und viele haben durch Gewalt Traumata erlitten. Fl√ľchtlingsfamilien haben Schwierigkeiten, Unterkunft, Arbeit und gen√ľgend Nahrung zu finden. Immer mehr sind gezwungen, um Geld zu betteln.

Ganzheitliche Förderung der Entwicklung von Kindern

In Akaba wurde 1991 das zweite SOS-Kinderdorf Jordaniens er√∂ffnet. Heute unterst√ľtzt das SOS-Sozialzentrum die Bewohner des Kinderdorfs und die lokale Bev√∂lkerung durch eine Reihe von Angeboten. Im Zentrum werden kulturelle, schulische, musikalische und k√ľnstlerische Veranstaltungen organisiert. Dadurch werden die Beziehungen zwischen den Bewohnern des SOS-Kinderdorfs Akaba und der lokalen Bev√∂lkerung gefestigt. SOS-M√ľtter und Kinder sowie Frauen und Kinder aus der Nachbarschaft k√∂nnen gemeinsam die Bibliothek, den Computerraum, das Internet, das Zeichenatelier und das Musikzimmer nutzen. Wir sind davon √ľberzeugt, dass diese Aktivit√§ten zur gesunden Entwicklung der Kinder beitragen.

Unsere Arbeit in Akaba


SOS-Kinderdorf bietet eine sichere Umgebung, wo die Kinder zusammen spielen können (Foto: SOS-Archiv).
Zus√§tzlich zu dem oben erw√§hnten Familienst√§rkungs-programm bieten wir folgende Unterst√ľtzungsma√ünahmen an:

Betreuung in SOS-Kinderdorf-Familien Kinder aus der Region, die nicht l√§nger bei ihren Eltern leben k√∂nnen, finden in neun SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M√ľttern f√ľrsorglich betreut.

Bildung: Etwa 200 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und der Nachbarschaft besuchen zusammen den SOS-Kindergarten, schließen Freundschaften und sind dadurch bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert. Das Angebot der Tagesbetreuung wird besonders von Eltern geschätzt, die arbeiten oder nach Arbeit suchen - sie wissen ihre Kinder in sicherer Obhut.

Unterst√ľtzung junger Menschen: Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen, k√∂nnen in das SOS-Jugendprogramm wechseln und werden von qualifizierten Fachkr√§ften durch diese neue Lebensphase begleitet, in der sie eine Berufsausbildung beginnen, ein Studium aufnehmen oder sich eine Arbeit suchen. Die jungen Erwachsenen leben in getrennten H√§usern f√ľr M√§dchen und Jungen und werden von ausgebildeten SOS-Jugendp√§dagogen betreut und unterst√ľtzt.


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