SOS-Kinderdorf Porto Alegre

In j√ľngster Zeit hat Brasilien im Bereich der menschlichen Entwicklung stetige Fortschritte zu verzeichnen, aber das Leben in den Gro√üst√§dten ist nach wie vor sehr hart. Trotz der Bem√ľhungen der Beh√∂rden von Porto Alegre zur Schaffung einer partizipativen und inklusiven Gesellschaft k√§mpfen nach wie vor Tausende Familien ums nackte √úberleben. Die Kinder dieser Familien sind besonders benachteiligt; ihr Leben ist von zahlreichen Unsicherheiten und Gefahren gepr√§gt.

Auch in Porto Alegre, dem „Gl√ľcklichen Hafen“, ist die Armut nicht √ľberwunden

Kleines Kind im Kinderdorf Porto Alegre (Foto: SOS-Archiv)
Kleines Kind im Kinderdorf Porto Alegre (Foto: SOS-Archiv)

Porto Alegre ist die Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Sul im S√ľden Brasiliens und hat etwa 1,4 Millionen Einwohner. Die Stadt ist ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Die umliegenden Gebiete sind landwirtschaftlich gepr√§gt.

Seit 1989 hat Porto Alegre ein sehr innovatives Regierungsprogramm in Form eines B√ľrgerhaushalts umgesetzt. Die Gemeinde spielt eine aktive Rolle bei der Verteilung √∂ffentlicher Mittel. Selbst einkommensschwache Gruppen sind an diesem Prozess beteiligt. Bisher scheint das Modell gut zu funktionieren und hat der allgemeinen Bev√∂lkerung viele Vorteile gebracht, beispielsweise durch Abwassersysteme und Infrastruktur. Dennoch kann in Frage gestellt werden, ob die √§rmsten Teile der Bev√∂lkerung wirklich in diesen Prozess eingebunden sind.

Wie fortschrittlich Porto Alegre auch sein mag – viele Probleme sind die gleichen wie √ľberall in Brasilien. Mehr als 200 000 Menschen leben in Elendesvierteln, den „Favelas“, in denen es nicht einmal eine grundlegende Infrastruktur gibt. Vor allem wenn diese Favelas zentral gelegen sind, werden sie h√§ufig als Dorn im Auge betrachtet, und es gab Versuche, die Bewohner zwangsweise umzusiedeln. Auch wenn dies erfolgreich umgesetzt wird, haben die Betroffenen nicht immer einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt, der Gesundheitsversorgung oder zum Bildungssystem. Eine andere Unterkunft reicht nicht aus, um Menschen bessere Lebensbedingungen zu bieten.

Eltern brauchen Unterst√ľtzung, damit Kinder sicher aufwachsen k√∂nnen

F√ľr Kinder aus einkommensschwachen Familien ist das Leben besonders hart. H√§ufig m√ľssen sie arbeiten, um zum Einkommen ihrer Familien beizutragen. Sie verkaufen Kleinwaren auf der Stra√üe oder waschen Autos. Dadurch sind sie nicht nur v√∂llig schutzlos der Ausbeutung und zahlreichen Gefahren ausgesetzt, sondern haben auch deutlich weniger Chancen auf Bildung.

Unsere Arbeit in Porto Alegre

Stolz auf ihre handgefertigten Karten (Foto: SOS-Archiv)
Kleines Kind im Kinderdorf Porto Alegre (Foto: SOS-Archiv)

Das SOS-Kinderdorf Porto Alegre war unser erstes Programm in Brasilien und wurde 1967 er√∂ffnet. Heute bietet unser Sozialzentrum ein Familienst√§rkungsprogramm, um die Not der Gemeinde auf ganzheitliche und nachhaltige Art und Weise zu lindern. Zu den Angeboten z√§hlt eine Kindertagesst√§tte, in der √ľber 700 Kinder betreut werden k√∂nnen. Dadurch k√∂nnen Eltern und alleinerziehende M√ľtter ihre Kinder in sicherer Obhut lassen, w√§hrend sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Wir k√ľmmern uns auch um die Bed√ľrfnisse der Eltern, bieten Unterst√ľtzung auf verschiedenen Ebenen und Schulungen f√ľr mehr als 765 Erwachsene.

Kinder aus der Region, die nicht l√§nger bei ihren Eltern leben k√∂nnen, finden in sieben SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-M√ľttern f√ľrsorglich betreut.

Jungen Menschen, die ihren Familien entwachsen und eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren m√∂chten, bietet unser SOS-Jugendprogramm die M√∂glichkeit betreuter Wohngemeinschaften. Hier k√∂nnen Heranwachsende ihre Zukunft planen, zunehmend Verantwortung √ľbernehmen und sich auf ein Leben in Selbst√§ndigkeit vorbereiten, w√§hrend sie dabei von qualifizierten JugendberaterInnen unterst√ľtzt werden.

Werden Sie jetzt SOS-Pate!


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Mit 1 Euro am Tag schenken Sie einem Kind in Not ein liebevolles Zuhause. Dar√ľber hinaus erm√∂glichen Sie Ihrem Patenkind eine Schulausbildung und damit die Chance seinen Berufswunsch zu erf√ľllen. Werden Sie jetzt SOS-Pate!

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