Wohngruppe Dölsach

Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Im Dezember 2015 wurde in Dölsach die Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eröffnet.

In ihr leben 14 Jugendliche, die von sechs SozialpädagogInnen Tag und Nacht versorgt und betreut werden. Neben der altersgerechten Begleitung und Betreuung benötigen die Jugendlichen vor allem einen Ort, an dem sie nach der traumatischen Flucht ankommen und bleiben dürfen.
 
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind Jugendliche, die ohne Eltern und Angehörige aus ihrem Heimatland flüchten mussten. Sie haben oftmals besonders intensiven Betreuungsbedarf, da sie traumatisiert, konfrontiert mit einer fremden Kultur und Sprache und auch orientierungslos (nicht nur im Hinblick auf ihren rechtlichen Status) sind.
 

Insgesamt werden in der Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Osttirol, einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft, bis zu 14 Mädchen und Burschen im Alter von 12 – 18 Jahren rund um die Uhr von einem multiprofessionellen Team auf ihrem Weg in die Zukunft begleitet. Zusätzlich werden bis zu 4 Jugendliche im Übergangswohnen begleitet. Diese wohnen in einer eigens angemieteten Wohnung und werden in enger Anbindung an die umF WG Osttirol betreut.

Gemeinsames Kochen und Essen, miteinander Fußball spielen und zusammen Lernen bestimmen neben dem Schulbesuch und weiterführenden Bildungs- bzw. Beschäftigungsmaßnahmen den Tagesablauf. Starke Beziehungen und enge Freundschaften bilden dabei das Fundament für eine gesunde jugendliche Entwicklung.

Im Übergangswohnen wohnen bis zu 4 Jugendliche gemeinsam in einer eigens dafür angemieteten Wohnung im Raum Lienz. Diese sollen dort eigenständig leben, werden jedoch von den SozialpädagogInnen unterstützt.

  • die Wahrnehmung und Förderung des Kindes/Jugendlichen mit all seinen/ihren Stärken, Fähigkeiten, Ressourcen sowie Problematiken
  • die Förderung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit des Kindes/Jugendlichen
  • die Auseinandersetzung mit der vergangenen, momentanen und zukünftigen Situation des Kindes/Jugendlichen (Biografie, Entwicklung, Ausbildung etc.) und
  • die aktive Kontakt- und Beziehungspflege zum Herkunftssystem des Kindes/Jugendlichen, welches Eltern und weitere relevante Bezugspersonen des bisherigen sozialen Umfeldes einschließt. Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem schließt auch die Beziehungs- und Kontaktpflege zu und mit Geschwistern, die in Österreich oder in benachbarten Ländern leben, mit ein.

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